Irgendwie schlechter geworden...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt kommt pünktlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schade ist, dass viele Dinge angekündigt werden und dann nicht oder anders geschehen.
Verbesserungsvorschläge
Nochmal hier bei kununu die Verbesserungsvorschläge durchlesen und wirklich beheben. Es liegt genug auf dem Tisch.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb des Teams ist die Atmosphäre ganz gut. Darüber hinaus wird es schwieriger. Die Stichwortvorschläge von kununu zu Fairness und Vertrauen verhindern hier mehr Sterne. Dass alle Mitarbeiter die gleichen Chancen haben, in Entscheidungsrunden mitmachen zu können, sehe ich nicht. Oft bestimmen immer dieselben "alten" Kollegen die Richtung - mit entsprechend wenig Veränderungen in der Arbeitsweise. Wie diese Runden besetzt werden, worüber sie sprechen und was ihr Ziel oder ihre Aufgabe ist, bleibt für die allermeisten nach wie vor ein Rätsel. Das Thema Transparenz wird hier ja seit mehreren Jahren oftmals schlecht beurteilt.
Image
Ich nehme immer mehr Frust und Resignation bei den Kollegen wahr. Gerade durch die Entscheidungen in den Punkten Vertrauen, Arbeitszeiten, Arbeitszeitkonto, Kernzeiten und Arztbesuche hat das Image in den letzten Jahren erheblich gelitten.
Work-Life-Balance
Diesen Punkt empfinde ich als stetige Verschlechterung über die Zeit. Aus echter Vertrauensarbeitszeit wurde ein unflexibles, streng kontrolliertes und unnötig kompliziertes Konstrukt aus Kernzeiten, Betriebsferien zu Weihnachten und einer Arbeitszeitvereinbarung, die für die Arbeitnehmer nicht wirklich attraktiv ist. Wer Überstunden in den Folgemonat transportieren möchte, muss mehr Stunden leisten, als er am Ende mitnehmen kann. Insgesamt betrachtet: Für heutige Familien mit zwei arbeitenden Partnern ist die Vollzeitarbeit bei ams weitgehend unpraktisch und durch die Kernzeit von 15 Uhr Problemen verbunden. Hier könnte ams ruhig bei anderen Arbeitgebern in Bremen nach Inspiration suchen.
Karriere/Weiterbildung
Eine offizielle Karriereleiter gibt es eigentlich nicht. Eigentlich bedeutet, dass es Abteilungen gibt, die schon nach Junior und Senior unterscheiden und daran auch mehr oder weniger Einfluss gebunden ist. Weiterbildung im eigenen Fachbereich wird oft angesprochen und ist erwünscht in der Freizeit und in der Arbeitszeit.
Gehalt/Benefits
Mein Gehalt bei ams ist im regionalen Vergleich angemessen. Kleine Geschenke zum Geburtstag gibt es und mehr oder weniger regelmäßige Gehaltserhöhungen, die jedoch die Inflation kaum ausgleichen können.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Neben einem Bekenntnis zur Regenbogenflagge kann ich nur wenig Aktionen im Bereich Umwelt und Soziales finden.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des eigenen Teams geht der Zusammenhalt voll in Ordnung. Darüber hinaus schiebt man sich gerne Arbeiten und Schuld zu. Selbst in der gleichen Abteilung ist teamübergreifende Zusammenarbeit nicht wirklich erkennbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Jüngere Kollegen werden eingeladen, vom Wissen der älteren zu partizipieren, sie zu konsultieren und auch irgendwann zu gefragten Wissensträgern zu werden.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist schwer einzuschätzen, da es noch eine flache Hierarchie gibt. Mitarbeiter werden nur wenig in Entscheidungen einbezogen, Entscheidungen sind trotz Versprechen daran etwas zu verändern, immer noch intransparent und wirken manchmal widersprüchlich. Realistische Ziele gibt es, ob diese erreicht werden hängt stark davon ab, ob nicht zwischendurch etwas wichtigeres gemacht werden muss.
Arbeitsbedingungen
Hier gibt es nichts zu bemängeln und nichts besonders hervorzuheben. Moderne Geräte, Büroräume und gut eingerichtete floating Arbeitsplätze für Kollegen, die nicht jeden Tag im Büro sind.
Kommunikation
Gut gemeint, nicht so gut gemacht. Alle 14 Tage gibt es einen Regeltermin, bei dem ein Firmenweiter Austausch und gegenseitige Information stattfinden sollen. Dieser Termin fiel zuletzt mehrfach wegen fehlender Themen aus. Findet er statt, gibt es Erklärungen zu Entscheidungen des Vorstands, aktuelle Vertriebsergebnisse und Statusmeldungen. Einiges an Zeit geht dabei für Detaildiskussionen drauf, die nur wenige wirklich interessieren.
Gleichberechtigung
Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind mir nicht bewusst. In meiner Wahrnehmung werden jedoch Kollegen, die lange bei ams sind, gegenüber anderen bevorzugt: Obwohl es fachlich mindestens gleichwertige Kollegen gibt, bleiben es die alten Gesichter, die Entscheidungen treffen und kommunizieren.
Interessante Aufgaben
In meinem Team entscheiden wir selbst über die Arbeitsaufteilung. Es liegt an jedem selbst, sich in die Themen einzubringen, die einen interessieren. Ob wir als Team eine Aufgabe bis zum Ende lösen können, hängt jedoch auch davon ab, ob nicht Kollegen woanders für dringende oder wichtigere Aufgaben gebraucht werden.


