Eine Katastrophe bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einzelne Belegschaftsmitglieder dürfen ihre Hunde gelegentlich mit zur Arbeit bringen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich kann bestätigen, dass bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses jegliche Vernunft und auch der letzte Rest an Fairness aussetzt und versucht wird, die ausstehende Vergütung nicht oder nicht vollständig zu zahlen. Wie bereits von anderen Kolleg/innen betont, musste ich die ausstehende Vergütung mit gerichtlicher Hilfe durchsetzen.
Hinweis: Das ist keine Retourkutsche, ich habe übergangslos eine neue, interessantere und besser bezahlte Tätigkeit aufgenommen, habe unter dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses also nicht gelitten.
Verbesserungsvorschläge
Wo anfangen ?
Arbeitsatmosphäre
Keinerlei positiver Input, die Belegschaft wird unter permanentem Druck gehalten. Wenn es einmal positives Feedback gibt, ist das in kürzester Zeit wieder vergessen. Viele Belegschaftsmitglieder nervlich mehr als nur stark belastet. Völlige Uneinsichtigkeit, was eigene Fehler betrifft. Gleichzeitig wird einem Familienmitglied gestattet, seinen Gaming-PC im Office zu betreiben, wo es stundenlang zockt, während sich die Belegschaft für jede Zigarettenpause ausloggen muss, damit diese Zeit bloß nicht vergütet wird.
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Hamburger Abendblatt vom 13.03.2025
Work-Life-Balance
Völlig unbekannt. Regelmäßig wird Mehrarbeit an Wochenenden gefordert. Selbstverständlich ohne Zuschlag oder ähnlichen Unfug.
Karriere/Weiterbildung
Keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten erkannt.
Gehalt/Benefits
Schlechter geht es wohl kaum. Ich will mich aus der Betrachtung herausnehmen, habe aber die Vermutung, dass Mindestlohn gezahlt wird. Keinerlei Sonderleistungen, siehe auch unten: Gesetzlicher Mindest-Urlaubsanspruch, kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Weder Höhen noch Tiefen.
Kollegenzusammenhalt
Die Mitarbeiterinnen machen das Beste aus der schwierigen Arbeitssituation, sind untereinander freundlich, fröhlich und kollegial. Das geht aus Gründen des Selbstschutzes eben nur bis zu einem gewissen Grad.
Umgang mit älteren Kollegen
Last in - first out: Kanzlei hatte nicht mehr ausreichend Aufträge. Während der Dauer der Beschäftigung war der Umgang allerdings weitgehend angenehm. (Ich war der ältere Kollege ;-))
Vorgesetztenverhalten
Desinteressiert, unterirdisch.
Arbeitsbedingungen
Mäßig, PCs veraltet. Ergonomisch mehr als zweifelhaft. Anständiger Aufenthaltsraum. Heiß- und Kaltgetränke werden kostenlos zu Verfügung gestellt. Raumklima (Großraum) und Beleuchtung unzureichend. Jedem Arbeitsschutzbeauftragten würde sich der Magen umdrehen. Aber: Solche Bedingungen gibt es anderswo genauso - und habe ich auch schon schlechter gesehen.
Kommunikation
Findet praktisch nicht statt: Sprunghafte Entscheidungen werden meist per WhatsApp übermittelt.
Gleichberechtigung
Nicht zu beurteilen: Chef - männlich. Belegschaft - weiblich (ich war der einzige weitere männliche Mitarbeiter).
Interessante Aufgaben
Von dem eigentlich interessanten Arbeitsgebiet (Fluggastrechte) wird nur der langweilige, massentaugliche Teil bearbeitet.