Sehr guter Arbeitgeber in einigen Grundgedanken, leider stetig negative Entwicklung in den letzten Jahren.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr guter Start ins Arbeitsleben durch Fokus auf Weiterbildung zu Beginn und nicht möglichst schnell zu fakturieren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wurde sich zu lange auf der Exzellenz in agilem Arbeiten ausgeruht. Interessante Zukunftsperspektiven sind wenig vorhanden.
Verbesserungsvorschläge
Überlegt euch wie ihr erfahrene Mitarbeiter der jüngeren Generation zufriedenstellen und dauerhaft könnt. Erwartungen an das Arbeitsleben wie z.B. Home Office wird von jüngeren Kollegen schon lange nicht mehr als Benefit, sondern als Grundvoraussetzung gesehen (Scheint noch nicht auf allen Unternehmensebenen angekommen zu sein).
Eine Büro-Pflicht im eigenen oder Kundenbüro entspricht meiner Meinung nach nicht dem sonst gelebten Andrena-Spirit der Eigenverantwortung.
Familienfreundlichkeit bringt nur Kollegen etwas, die eine Familie haben. Für Kinderlose wird Andrena immer mehr zu einem austauschbaren Dienstleister. Hier sollte man sich überlegen, was man diesem Teil der Kollegen bieten kann/möchte.
Arbeitsatmosphäre
War vor einigen Jahren deutlich besser. Es gab viele kleine Aufmerksamkeiten, positive Wachstumsstimmung, etc. Vor allem am Mannheimer Standort sinkt seit einiger Zeit die Stimmung, was aber gefühlt bei Entscheidern nicht ankommt oder im schlimmsten Fall doch, dann allerdings ignoriert und/oder nicht sauber kommuniziert wird.
Image
In der Außenwirkung herrscht Nachholbedarf. Man hat in der Vergangenheit mit Exzellenz in agilem Arbeiten und Softwarequalität geglänzt, mittlerweile schreibt sich das aber jeder auf die Fahne. Andrena hebt sich leider nicht mehr von jedem anderen Dienstleister ab.
Work-Life-Balance
Es herrscht Vertrauensarbeitszeit, Urlaub kann jederzeit genommen werden (wenn im Projekt geklärt), Pendelzeiten zum Kunden > 1h werden als Arbeitszeit gezählt. Trotzdem abhängig vom Kundenstandort. Wer z.B. 2-3x pro Woche nach Frankfurt fahren muss, ist entsprechend lange unterwegs.
Seit Kurzem gibt es eine 3 Tage Büro-Pflicht, welche so halb offiziell mit "Vernetzung", "sozialem Zusammenhalt" und "Unternehmensbindung" begründet wird. Meiner Meinung nach ein Schritt in die Vergangenheit, auch wenn viele große Unternehmen die selbe Strategie verfolgen.
Karriere/Weiterbildung
Karriere im klassischen Sinne gibt es nicht, da es nur die Ebenen Entwickler/Consultant, Standortleitung und Vorstand gibt.
Auf Weiterbildung wird viel Wert gelegt, man kann sehr frei entscheiden in welchen Bereichen man sich weiterbilden/zertifizieren möchte. Konferenzen können bei Bedarf auch besucht werden.
Gehalt/Benefits
Es gibt einige Benefits wie Zuschuss zum Deutschlandticket, Firmenhandy, welches auch privat genutzt werden darf. Zuschuss zu Home Office Ausstattung, etc.
Das Einstiegsgehalt sowie die Entwicklung der ersten paar Jahre war gut, nimmt jedoch mit der Zeit ab. Gehälter für seniorige Kollegen sind nicht allzu hoch, da greifen wohl eher Themen wie die Familienfreundlichkeit, Arbeitsausfall bei Kindernotfallbetreuung und Ähnliches ist normalerweise kein Problem. Das hilft jedoch nur, wenn man selbst auch Kinder hat.
Gibt immer mal wieder Abwanderungen zu Kunden, da dort die Gehälter oft deutlich höher sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bekomme weder besonders Positives noch besonders Negatives mit.
Kollegenzusammenhalt
Die meisten Kollegen sind super, selten so ein kollegiales und teilweise freundschaftliches Umfeld gesehen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt einige ältere Andrena Urgesteine, die aufgrund ihrer Erfahrung geschätzt werden.
Vorgesetztenverhalten
An meinem direkten Vorgesetzten gibt es nichts zu bemängeln. Entscheidungen des Vorstands sind vor allem in letzter Zeit nicht immer nachvollziehbar.
Arbeitsbedingungen
Es gibt moderne Laptops für alle. Vor Ort sind die Arbeitsbedingungen okay, mit Luft nach oben. Bürogrößen mit ca. 6-8 Arbeitsplätzen sind für manche in Ordnung, wenn jedoch mehrere Kollegen reden oder in Online-Meetings sind, dann ist der Geräuschpegel doch öfter ablenkend.
Kommunikation
Grundsätzlich werden Mitarbeiter über den Geschäftsverlauf und Ähnliches regelmäßig informiert. Die Kommunikation zu weiteren Themen wie z.B. Unternehmensstrategie könnte seitens Vorstand besser sein.
Gleichberechtigung
In meiner (männlichen) Wahrnehmung gut.
Interessante Aufgaben
Wie üblich bei einem Dienstleister stark abhängig vom Projekt/Kunden.

