Fünf Stellen Arbeit für eine Bezahlung, ganz ohne Ausgleich.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleg:innen sind super. Wir halten zusammen, das Miteinander im Team ist wirklich freundschaftlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führungskraft delegiert nicht, sondern macht Druck und manipuliert. Wertschätzung gibt es keine – zu Weihnachten gab's einen 20€-Gutschein. Home Office geht nur nach Absprache, und mündliche Zusagen werden hinterher einfach bestritten ("das habe ich nie gesagt"). Wenn was schiefläuft, wird die Schuld immer auf die Mitarbeitenden geschoben. Bezahlt wird am unteren Ende, Boni oder Extras gibt's nicht. Man übernimmt de facto die Arbeit von fünf Stellen, dazu noch fachfremde Aufgaben wie Küche oder Showroom putzen oder Transporter für die Messe packen – Dinge, für die es eigentlich eigene Leute bräuchte, statt sie den Fachkräften aufzudrücken. Das Pensum ist auf Dauer nicht zu schaffen und führt direkt in den Burn-out. Kein Wunder, dass so viele gehen – die meisten halten es keine drei Jahre aus. Und Feierabend gibt's auch nicht wirklich – Nachrichten kommen am Wochenende, spätabends, frühmorgens, egal wann.
Verbesserungsvorschläge
Absprachen einhalten, statt sie später zu bestreiten. Verantwortung nicht einfach auf die Mitarbeitenden abwälzen. Der Expertise der eigenen Leute vertrauen, statt sie zu ignorieren. Feierabend und Freizeit respektieren. Und mal Wertschätzung zeigen – im Umgang, beim Gehalt, bei den Benefits.
Arbeitsatmosphäre
Unter den Kolleg:innen ist es entspannt und freundschaftlich, aber insgesamt spürt man den Druck von oben ständig. Weinen am Arbeitsplatz kommt öfter vor, als es sollte – Richtung Burn-out ist hier keine Seltenheit.
Image
Nach außen sieht's schön aus, innen sieht's anders aus.
Work-Life-Balance
Feierabend heißt nicht wirklich Feierabend – Nachrichten kommen auch am Wochenende, spätabends oder früh morgens. Home Office gibt's nur, wenn man vorher fragt, und selbst dann ist nichts garantiert. Bei dem Pensum, das man hier stemmen muss, ist Work-Life-Balance eher ein Fremdwort.
Karriere/Weiterbildung
Bezahlt wird am unteren Ende, Boni oder Zusatzleistungen gibt's nicht.
Gehalt/Benefits
gar nix
Umwelt-/Sozialbewusstsein
China Produktion
Kollegenzusammenhalt
Das ist der Lichtblick: Die Kolleg:innen halten wirklich zusammen und helfen sich gegenseitig durch den Alltag.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nicht beurteilen – ältere Kolleg:innen gibt es hier schlicht nicht.
Vorgesetztenverhalten
Statt zu delegieren, wird Druck gemacht und manipuliert. Eigene Fehler gibt's nicht, die landen immer bei den Mitarbeitenden.
Arbeitsbedingungen
Man arbeitet praktisch für fünf Stellen gleichzeitig, weil einfach nicht genug Leute da sind. Dazu kommen ständig Aufgaben, die gar nicht im Vertrag stehen – Küche putzen, Showroom putzen, für die Messe den Transporter packen. Für sowas bräuchte es eigentlich extra Leute, stattdessen bleibt's an denen hängen, die eigentlich für ganz andere, anspruchsvollere Aufgaben eingestellt wurden. Die Aufgabenlast für eine einzelne Position ist überzogen, auf Dauer treibt das direkt in Richtung Burn-out. Dazu wenig Verlässlichkeit, viel Erwartungsdruck, kaum Ausgleich in Form von Extras oder Boni.
Kommunikation
Was mündlich gesagt wird, gilt später oft nicht mehr – "das habe ich nie gesagt" hört man häufiger. Verantwortung wird gerne nach unten weitergereicht.
Gleichberechtigung
Im Team gibt es keine Männer
Interessante Aufgaben
Eigene Ideen oder Konzepte zählen kaum – lieber wird auf ChatGPT-Antworten zurückgegriffen, statt den eigenen Fachkräften zu vertrauen.