blind den Shareholdervalue maximieren
Gut am Arbeitgeber finde ich
trotz allem ein vertretbares Gehalt/Dienstwagenregelung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
primär das Vorgesetzten-Verhalten. Hier dürfen Führungskräfte im Büro scheinbar noch (E-Zigarette) rauchen, Macht ist wichtiger als Evidenz und Rechtschreibung ist sowieso nur ein Trend. Führung sollte von Vorleben kommen, nicht von Angstmacherei.
Verbesserungsvorschläge
bitte kümmert euch darum, dass:
1. Führungskräfte diesen Namen auch verdienen, und nicht nur managen
2. das Gleichgewicht zwischen Shareholder-Value und Mitarbeiterzufriedenheit wiederhergestellt wird.
3. nicht nur auf den Verkauf des Unternehmens, sondern auch auf dessen langfristige Ausrichtung geschaut wird. Nicht alles, was sinnvoll ist, hat sich in zwei Jahren amortisiert.
Arbeitsatmosphäre
geprägt von Angst vor Kündigungen, unklaren Unternehmensstrukturen und dem ewigen Damokles-Schwert der Holding und deren Eigentümern
Kommunikation
viel kommuniziert wird nicht. Das was kommuniziert wird, ist zum Teil offensichtlich an den Haaren herbeigezogen und macht die Geschäftsleitung schlicht unglaubwürdig. Ziele sind teils utopisch, dienen aber der Modellierung von Bonuszahlungen
Kollegenzusammenhalt
innerhalb der Hierarchie gut, vertikal gruselig. Hier hat die Schuldzuweisung an andere und deren Eskalation gegenüber einer Fehlerbehebung Vorrang.
Work-Life-Balance
ist okay, solange Ziele erreicht werden. Regelungen im Arbeitsvertrag hierzu sind jedoch fragwürdig
Vorgesetztenverhalten
hier könnte an Ehrlichkeit, Transparenz und generell Führungsstil gearbeitet werden. Man kommt sich nicht vor, als hätte man eine Führungskraft, sondern nur Manager vor sich. Hier fehlt es massiv an Strukturen, um auch das Verhalten von Vorgesetzten zu monitoren.
Interessante Aufgaben
Ausgeschriebene Tätigkeiten werden schön umschrieben, am Ende vom Tag werden häufig nur Parkplätze verkauft
Gleichberechtigung
tatsächlich gibt es bei APCOA gefühlt überdurchschnittlich viele Frauen in Führungspositionen.
Umgang mit älteren Kollegen
solange diese sich konform verhalten, gut.
Arbeitsbedingungen
okay. Das Büro in Stuttgart ist wenig einladend, eine Kantine gibt es nicht
Umwelt-/Sozialbewusstsein
im ESG Bericht werden hauptsächlich Ziele festgehalten, die so weit in der Zukunft liegen oder so vage formuliert sind, dass keine der jetzigen Führungskräfte oder Eigentümer dafür jemals zur Verantwortung gezogen werden können
Gehalt/Benefits
hier wird aktuell stark auf die Bremse gedrückt. Ob das mit einem potentiellen Verkauf zusammenhängt, ist reine Spekulation. Fraglich nur, warum das Management dann mit opulenten Veranstaltungen im Intranet angibt. Hier passt irgendwas nicht zusammen...
Image
nach außen hui, nach innen... Hier zeigt sich, dass oftmals nur Luftschlösser aufgebaut werden. Die Fluktuation bei den Mitarbeitern kann möglicherweise auch etwas mit der Fluktuation der Objekte zu tun haben. Da helfen mittelfristig auch keine intern gepushten fünf-Sterne-Bewertungen auf kununu und auch keine Posings vor Anlagen, die zwar eingebaut, aber nicht genehmigt wurden.
Karriere/Weiterbildung
Für die Karriere ist es hilfreich, wenn man den richtigen Leuten nahesteht.