Ihr Unternehmen?

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APELOS 
Therapie 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Zumindest in der Region Süd nicht zu empfehlen

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 für dieses Unternehmen in Leipzig gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Je nach Standort gute Zusammenarbeit innerhalb der Praxisteams
- Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung
- Professionelle und zuverlässige Zentrale (z. B. Personal, Buchhaltung, Lohnabrechnung)
- Grundsätzlich sinnvolle und abwechslungsreiche therapeutische Tätigkeit
- Umstellung auf digitale Dokumentation (auch trotz fehlender Einarbeitung)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Fehlende Verlässlichkeit in der regionalen Führung
- Unzureichende Kommunikation und Erreichbarkeit auf Führungsebene
- Teilweise fehlende Umsetzung von Zusagen
- Hoher organisatorischer Druck durch unklare Prozesse
- Teilweise fehlende Konsequenz bei Führungsentscheidungen
- Begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten beim Gehalt für langjährige Mitarbeitende
- Wahrgenommene Diskrepanz zwischen Außendarstellung und interner Realität
- Eingeschränkte Unterstützung bei strukturellen oder teambezogenen Problemen

Verbesserungsvorschläge

- strukturiertes Onboarding für neue Mitarbeiter einführen
- Verlässliche und zeitnahe Kommunikation auf Führungsebene
- Klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
- Konsequente Umsetzung von Zusagen
- Verbesserung der Erreichbarkeit der regionalen Führung
- Mehr Transparenz in organisatorischen Abläufen
- Verbindlichere Führungsstruktur mit klaren Entscheidungen
- Regelmäßige und nachvollziehbare Gehaltsentwicklung
- Stärkere Unterstützung von Teams bei organisatorischen und strukturellen Problemen
- Stärkere Fokussierung auf therapeutische Qualität neben wirtschaftlichen Zielen
- stärkerer Fokus auf Mitarbeiterbindung und -Zufriedenheit
- Arbeitszeugnisse nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zeitnah zu versenden
- Führungskräfte einstellen welche kritikfähig sind

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt stark von der jeweiligen regionalen Führung abhängig. Innerhalb des Teams habe ich überwiegend kollegiale Zusammenarbeit erlebt, viele Kolleginnen und Kollegen unterstützen sich gegenseitig sehr stark.
Gleichzeitig war der Arbeitsalltag häufig von Unsicherheit und Druck geprägt. Aufgaben mussten teilweise unter kurzfristigen Vorgaben erledigt werden, obwohl notwendige Informationen oder organisatorische Voraussetzungen noch nicht vorlagen. Dadurch entstand eine starke Abhängigkeit von anderen Stellen, wodurch eigene Aufgaben trotz hoher Erwartungshaltung nicht immer fristgerecht umsetzbar waren. Insgesamt hatte ich selten
das Gefühl, wirklich entspannt arbeiten zu können.

Bei Auslastungsschwierigkeiten müssen die Therapeuten Hausbesuche bewerkstelligen obwohl es für mehrere Th. nur ein Auto gab. Solche Dinge führten häufig zu einer negativen Arbeitsatmosphäre.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen durch Marketing, Social Media und Außendarstellung modern, jung und attraktiv.

Intern habe ich teilweise eine deutliche Diskrepanz zwischen diesem Image und der tatsächlichen organisatorischen Realität erlebt.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich flexibel gestaltbar.

Karriere/Weiterbildung

Im Bereich Karriere und Weiterbildung habe ich wenig klare Strukturen erlebt. Fortbildungen wurden überwiegend nach wirtschaftlicher Verwertbarkeit genehmigt, wodurch bestimmte Berufsgruppen aus meiner Sicht weniger berücksichtigt werden. Ein nachhaltiges Konzept zur beruflichen Weiterentwicklung war aus meiner Sicht nicht erkennbar.

Gehalt/Benefits

Das Einstiegsgehalt ist im Branchenvergleich insgesamt in Ordnung, sticht jedoch aus meiner Sicht nicht besonders hervor. Andere Praxen oder Therapieketten bieten teilweise attraktivere Einstiegsgehälter.

Kritisch sehe ich insbesondere:

- keine transparente oder regelmäßige Gehaltsentwicklung/keine automatische jährliche Gehaltsanpassung
- keine systematische Anpassung an Tarif- oder Kostenentwicklungen
- Gehaltserhöhungen erfolgen nicht über eine regelmäßige Anpassung des Grundgehalts, sondern leistungsbezogen im Sinne einer Umsatzbeteiligung
- Unterschiede zwischen neuen und langjährig beschäftigten Mitarbeitenden

Kritisch sehe ich auch folgende Situation: Während einer Gehaltsverhandlung legte der Regionalleiter sein Mobiltelefon nicht einfach vor mich, sondern ließ es mit einer demonstrativen Bewegung auf den Tisch vor mir gleiten um mir seine Einschätzung meiner Gehaltsforderung zu verdeutlichen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Dazu kann ich nur eingeschränkt eine Bewertung abgeben. Im Arbeitsalltag standen ökologische oder soziale Aspekte nicht klar im Vordergrund meiner Wahrnehmung. Es wird allerdings kaum digital gearbeitet.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Team war insgesamt gut. Die meisten Kolleginnen und Kollegen haben versucht, strukturelle Schwierigkeiten gemeinsam aufzufangen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Der Zusammenhalt entstand dabei eher innerhalb der Teams als durch übergeordnete Strukturen. Wenn das Team miteinander Schwierigkeiten hatte gab es jedoch keine gewinnbringende Unterstützung seitens der regionalen Führung.

Umgang mit älteren Kollegen

Während neue Mitarbeitende häufig mit einem vergleichsweise guten Einstiegsgehalt starten, habe ich erlebt, dass langjährig beschäftigte Mitarbeitende deutlich geringere Gehälter erhalten und nur begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten bestehen.
Dies führt aus meiner Sicht zu Ungleichgewichten und kann demotivierend wirken. Wenn ältere Mitarbeiter gesundheitlich kürzer treten wollen wird dem nicht wirklich Gehör geschenkt.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht eine Katastrophe, die Geschäftsführung hätte hier stärker steuernd eingreifen müssen und die Führungssituation in der Region regelmäßiger überprüfen müssen. In der Region Süd (BW) besteht nach meiner Meinung ein deutlicher Verbesserungsbedarf. Der Regionalleiter war meist nur eingeschränkt erreichbar. Rückmeldungen erfolgten meist stark verzögert oder gar nicht.
Dadurch blieben Themen über längere Zeit offen oder mussten anderweitig geklärt werden. Zudem wurden aus meiner Sicht wiederholt Dinge zugesagt, die anschließend nicht oder nur teilweise umgesetzt wurden. Viele Themen wurden angekündigt, aber nicht konsequent weiterverfolgt. Bei der Umsetzung von Aufgaben und Entscheidungen hatte ich zudem häufig den Eindruck, dass es wenig klare Konsequenz bei Fehlverhalten einzelner Mitarbeitender gab und vergleichbare Situationen unterschiedlich gehandhabt. In einem Gespräch fiel zudem die Aussage, dass eine Leitungsfunktion wissen müsse, „wann weibliche Kolleginnen ihre Tage haben“, um deren Verhalten einordnen zu können. Für mich äußerst unpassend so eine Aussage zu tätigen

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren teilweise durch hohen Druck geprägt.

Hinzu kam, dass Verantwortlichkeiten nicht immer klar geregelt waren. Aufgaben mussten teilweise übernommen werden, obwohl notwendige Informationen, Freigaben oder Zugänge nicht vollständig vorhanden waren. Dadurch war eine effiziente Arbeitsorganisation nicht immer möglich.

Kommunikation

Die Kommunikation war aus meiner Sicht nicht durchgehend zuverlässig.

Informationen wurden meistens verzögert oder unvollständig weitergegeben. Rückmeldungen auf Anfragen erfolgten selten zeitnah oder mussten mehrfach eingefordert werden. Dadurch kam es wiederholt zu Unsicherheiten im Arbeitsablauf und zusätzlichem Koordinationsaufwand.

Auch grundlegende organisatorische Informationen mussten teilweise eigenständig eingeholt werden.

Auch wirkte die Kommunikation häufig nicht wertschätzend gegenüber therapeutischen Mitarbeitern.

Gleichberechtigung

Eine Aussage auf Regionalleiterebene im Zusammenhang mit weiblichen Mitarbeitenden (siehe oben) habe ich als unangemessen und wenig sensibel empfunden. Hier sehe ich Verbesserungsbedarf im Umgang und in der Kommunikation. Zudem wurde einer Mitarbeiterin nach einem Gehaltsgespräch eine zuvor mehrfach bestätigte mündliche Zusage im Nachhinein relativiert, mit dem Hinweis, sie habe es möglicherweise nicht korrekt verstanden.
Teilweise wurde über Mitarbeitende vor anderen Mitarbeitern wenig wertschätzend gesprochen.

Interessante Aufgaben

Die fachlichen Aufgaben im therapeutischen Bereich sind grundsätzlich sinnvoll und abwechslungsreich.

Gleichzeitig wurde der organisatorische und strukturelle Rahmen häufig als einschränkend erlebt, da viele Abläufe von externen Vorgaben oder fehlender Information abhängig waren.

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Arbeitgeber-Kommentar

Holger HerrmannGeschäftsführer

Vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung sowie für Ihre Stellungnahme.

Wir nehmen die von Ihnen geschilderten Punkte sehr ernst. Die angesprochenen Themen, insbesondere im Bereich Führung, Kommunikation und organisatorische Klarheit, entsprechen in Teilen nicht unserem Anspruch an eine verlässliche und professionell geführte Organisation.

Bereits erfolgte Maßnahmen
Den von Ihnen konkret angesprochenen Sachverhalt im Zusammenhang mit dem Führungsverhalten sowie der zugrunde liegenden personellen Konstellation haben wir intern eingehend überprüft. In diesem Zuge wurde bereits eine entsprechende personelle Anpassung vorgenommen und somit eine klare Konsequenz gezogen.

Führung und Verlässlichkeit
Die von Ihnen beschriebene fehlende Verlässlichkeit, eingeschränkte Erreichbarkeit sowie teilweise ausbleibende Umsetzung von Zusagen sind zentrale Punkte, die wir klar adressieren. Führung bedeutet für uns verbindliche Kommunikation, klare Zuständigkeiten und konsequente Entscheidungen. Diese Aspekte werden aktuell strukturell weiterentwickelt und enger gesteuert.
Kommunikation und Informationsfluss

Ihre Hinweise zu verzögerten oder unvollständigen Informationen nehmen wir ausdrücklich auf. Ziel ist es, Kommunikationswege verbindlicher, transparenter und effizienter zu gestalten. Hier arbeiten wir an klar definierten Zuständigkeiten sowie verbesserten Reaktionszeiten.

Prozesse und organisatorischer Druck
Die geschilderten Situationen mit unklaren Abläufen, kurzfristigen Anforderungen und fehlenden Informationen entsprechen nicht unserem Anspruch. Im Rahmen der Weiterentwicklung unserer Prozesse und digitalen Strukturen schaffen wir mehr Klarheit, Standardisierung und Planbarkeit.

Unterstützung der Teams
Der von Ihnen positiv beschriebene Zusammenhalt innerhalb der Teams ist ein wichtiger Bestandteil unserer Organisation. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, dass Führungskräfte und Organisation die Teams aktiv unterstützen. Die genannten Defizite nehmen wir zum Anlass, diese Unterstützung strukturierter und verbindlicher aufzustellen.

Arbeitsbedingungen und Ressourcen
Die beschriebenen organisatorischen Engpässe, insbesondere im Zusammenhang mit Ressourcen im Arbeitsalltag, werden von uns systematisch überprüft. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass ein effizienter und planbarer Praxisbetrieb gewährleistet ist.

Umgang und Gleichberechtigung
Ein respektvoller und professioneller Umgang ist für uns uneingeschränkt verbindlich. Die von Ihnen geschilderten Situationen entsprechen nicht unseren Standards. Entsprechend wichtig war es, diese intern aufzuarbeiten und Konsequenzen abzuleiten.

Onboarding und Weiterbildung
Die Hinweise zu fehlender Struktur im Onboarding sowie zu Weiterbildungsmöglichkeiten greifen wir auf. Diese Bereiche werden aktuell systematisch weiterentwickelt, um sowohl neuen als auch bestehenden Mitarbeitenden klarere Perspektiven zu bieten.

Außendarstellung und interne Realität
Unser Anspruch ist es, dass Außendarstellung und interne Realität übereinstimmen. Die von Ihnen wahrgenommene Diskrepanz ist für uns ein klarer Hinweis, die interne Umsetzung weiter zu stärken.

Viele Grüße
Holger Herrmann
Geschäftsführer

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