Gegenbauer war gut, Apleona hat noch Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliches Gehalt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Seit der Übernahme von Gegenbauer durch Apleona haben sich viele Veränderungen ergeben. Es entsteht der Eindruck, dass die bisherigen Bereiche der Gegenbauer an Bedeutung verlieren und der Fokus stärker auf der Rekrutierung neuer Mitarbeiter (z.B. aus Marokko) liegt, als auf der Betreuung der langjährigen Beschäftigten.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Kommunikation nach unten hin und den Mitarbeitern zuhören.
Tarifvertrag vereinheitlichen.
Strukturierte Einarbeitungspläne für neue Mitarbeitende sowie eine frühzeitige Organisation der Abläufe könnten den Einstieg erleichtern.
Arbeitsatmosphäre
Lob und Anerkennung werden nur selten ausgesprochen, wodurch positives Feedback oftmals ausbleibt. Es kommt zu Ungleichbehandlung innerhalb des Teams.
Das propagierte „One-Company“-Gefühl wird in der Praxis nicht spürbar umgesetzt.
Kritische Anmerkungen haben dort gelegentlich Konsequenzen für die weitere Zugehörigkeit.
Work-Life-Balance
Je nach Abteilung ist Homeoffice möglich, in der Realität gibt es eine Range von 0 bis 5 Tage, das scheint individuell entschieden zu werden und die Homeoffice-Regelung wurde auch schon Mitarbeitern entzogen.
Mitarbeitende, die eigenständig arbeiten, haben die Möglichkeit, ihren Arbeitstag aufgrund der Gleitzeit flexibel zu gestalten.
Mehrarbeit wird als selbstverständlich vorausgesetzt, da ohne das Arbeitsaufkommen auch nicht schaffbar ist. Dadurch entsteht bei vielen Mitarbeitenden im Arbeitsalltag ein gewisses Plus an Gleitzeitstunden.
Karriere/Weiterbildung
Fortbildungen finden anscheinend dann statt, wenn sie für das Unternehmen einen direkten wirtschaftlichen Nutzen haben, beispielsweise zur Einsparung externer Dienstleistungskosten. Eine erkennbare Berücksichtigung zusätzlich erworbener Qualifikationen bei Gehaltsanpassungen konnte ich nicht erfahren.
Kollegenzusammenhalt
Trotz regelmäßiger Mitarbeiterauswertung werden leistungsschwächere Mitarbeiter nicht ausreichend adressiert, während leistungsstarke Mitarbeiter zusätzlich mit weiterer Arbeit belastet werden. Dies beeinträchtigt die Stimmung im Team erheblich.
Vorgesetztenverhalten
Nach meiner Einschätzung ist mein Vorgesetzter für seine Position nicht geeignet. Er ist nur schwer erreichbar und zeigt wenig Interesse an alltäglichen Anliegen der Abteilung. Die Abteilung ist zunehmend unorganisiert. Die Herausforderungen haben nicht selten ihren Ursprung in der Führungsebene.
Insgesamt wird Wertschätzung nur in geringem Maße vermittelt.
Arbeitsbedingungen
Die IT-Ausstattung ist gut und vollständig: Laptop, Firmenhandy, Monitor für das Homeoffice und in einigen Fällen auch Büromöbel für zu Hause. Die Stabilität und Zuverlässigkeit der IT-Systeme lassen jedoch zu wünschen übrig. Die Arbeitsplätze sind sehr unterschiedlich gestaltet – von kleinen, abgeschlossenen Büros bis hin zu offenen Bereichen mit Durchgangsverkehr. Es gibt überall höhenverstellbare Tische.
Kommunikation
Mitarbeiter werden mit Newslettern rund um Apleona-FM übermäßig informiert, während wirklich wichtige Informationen häufig nur zufällig über den „Flurfunk“ weitergegeben werden.
Kollegen, die das Unternehmen verlassen haben, wurden nach meinem Eindruck unangemessen behandelt, was den Wunsch weckt, selbst von solchen Erfahrungen verschont zu bleiben.
Gehalt/Benefits
Obwohl ein Tarifvertrag besteht, zeigen sich deutliche Unterschiede in dessen Anwendung. Die Eingruppierungen wirken teilweise willkürlich und Sonderleistungen wurden nur an ausgewählte Mitarbeiter vergeben. Aus meiner Sicht ist die angestrebte Vereinheitlichung durch den Tarifvertrag nicht gelungen. Zudem liegt das Gehaltsniveau im Vergleich zu anderen Unternehmen anscheinend eher niedrig. Individuelle Gehaltserhöhungen wurden mit Verweis auf den geltenden Tarifvertrag, der nach zwei Jahren eine Anpassung von 1,6 % vorsieht, abgelehnt.
Interessante Aufgaben
Zu Beginn waren die Aufgaben spannend und abwechslungsreich, boten Raum für Kreativität und Lernen. Im weiteren Verlauf der Übernahme durch Apleona wurden die Tätigkeiten jedoch auf jeweils eine Aufgabe pro Teammitglied konzentriert, wodurch die Arbeit stark monoton und eintönig geworden ist. Individuelle Wünsche der Mitarbeitenden fanden bei der Aufgabenverteilung nur begrenzt Berücksichtigung, da vor allem der betriebliche Bedarf ausschlaggebend war.
