Überwachung durch Kennzahlen und mittlerweile zu viel Druck
Verbesserungsvorschläge
Weniger Druck machen, ich will einfach Brillen verkaufen, weil mir die meisten Verkaufsgespräche Freude bereiten.
Wenn ich allerdings mit dem Gefühl starte, dass ich eine Hörbrille testen, einen Mietvertrag mit dem Kunden abschließen und Zweit, Dritt, Viert-Brillen verkaufen muss, dann hemmt mich das und es wird ein Krampf.
Arbeitsatmosphäre
Zu viele Kennzahlen müssen erfüllt werden:
-Conversion Rate (Kunden werden beim Rein- und Rausgehen gezählt und die getätigten Käufe und Kassiervorgänge einberechnet...kauft jemand nichts zieht es die Conversion Rate nach unten und das ist schlecht)
-Zweitbrillenquote (kauft ein Kunde nicht 2 oder mehr Brillen hat man als Verkäufer versagt, weil die Bedarfsanalyse nicht gut genug war)
-Apollo Plus Mietverträge (man verkauft mittlerweile lieber Mietverträge mit Monatsraten statt normale Brillen. Lieber 20€ im Monat für 2 Jahre statt 600€ direkt---->Cashflow und Kundenbindung)
Durchschnitts-Bon (Brillenverkäufe werden nochmal in verschiedene Kennzahlen unterteilt: durchschnittlicher Fassungspreis, durchschnittlicher Glaspreis, Gleitsichtanteil, Anteil an Zusatzoptionen z.B. Selbsttönung, Filtertönung uvm....wenn man eine Reklamation schreibt ist dies alles bei 0€ und deine Statistik wird runtergezogen. Man sollte hier zwischen normalen Aufträgen mit Wert und Reklamationsaufträgen unterscheiden.
-Zentriertablet und Audio Nuance Hörbrille (es wird getracked wie oft man das Tablet zum Zentrieren von Brillen benutzt und wie oft man das Smartphone für die Audio Nuance Brille benutzt
Image
Apollo, der Brillendiscounter
Work-Life-Balance
Arbeiten, Essen, Freizeit und zu wenig Schlafen....und immer so weiter.
Es gibt nur 1x im Monat samstags frei
Karriere/Weiterbildung
Es gibt eine eigene Meisterschule, Trainee Programme etc. aber das macht kaum jemand
Gehalt/Benefits
Tarifgehalt, leider bekommen Verkausberater, also Ungelernte das gleiche Gehalt, wie ein Optiker. Das Gehalt ist im Tarifvertrag das letzte Mal vor ein paar Monaten um ein paar Euro angehoben worden. Es ist aber immer noch viel zu wenig für den ganzen psychischen Druck mittlerweile.
Prämien gibt es auch, allerdings muss es da in Uganda an Heiligabend regnen, sonst bekommt man die leider nicht, auch wenn man sich den ganzen Monat angestrengt hat
Das Positive ist, das Geld kommt immer pünktlich und zum monatsanfang gibt es über die belonio-app einen 50€ wunschgutschein, z.b. Rewe, Aral, Kaufland usw.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Jede Brille die ankommt ist in Plastik eingewickelt, und jeweils der rechte und linke Brillenbügel nochmal.
Apollo hat keine Ersatzteile...bricht ein Bügel ab wird einfach die komplette Brille getauscht und dann entsorgt
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt ist größtenteils sehr gut, man versucht sich so gut es geht zu helfen. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das hat man überall
Umgang mit älteren Kollegen
Respektvoll
Vorgesetztenverhalten
Der Filialleiter macht auch nur seinen Job. Er bekommt Druck vom Regionalleiter, dieser wiederum vom Verkaufsleiter und dieser vom CEO...über allem steht EssilorLuxottica in Italien
Manche Mitarbeiter können gut mit der Filialleitung, manche sind genervt
Arbeitsbedingungen
Hygiene sehr gut, fast täglich Reinigungskraft, Desinfektion ausreichen vorhanden, genügend Waschmöglichkeiten, kostenlose Getränke.
Sehr stickige Luft leider überall in der Filiale, da es keine Frischluftzufuhr gibt. Daher auch sehr oft krankheitsbedingte Ausfälle
Kommunikation
Täglicher Tagescheck, bei dem man Ereignisse, positive und negative, vom Vortag bespricht.
Es gibt ein Intranet in dem regelmäßig news aus der Apollo-Welt geteilt werden
Es gibt so gut wie keinen Lob, nur Kritik und fast täglich Telefonkonferenzen in dem der Regionalleiter mit seinen Filialleitern über Videocall kommuniziert
Gleichberechtigung
Jeder wird gleich behandelt, Lästereien gibt es hier und da über jeden mal, aber das gehört dazu :)
Interessante Aufgaben
Kunden bedienen, mit kostenlosen Kontaktlinsenanpassungen seine Arbeitszeit und potentielle Provisionen verschwenden, Fassungen und Sonnenbrillen auszeichnen, Verkaufsflächen und Brillenablagen reinigen, Werkstattpakete auspacken, fertige Brillen den Aufträgen zusortieren und fertigmelden, Dinge des täglichen Bedarfs regelmäßig neu bestellen
Also eigentlich immer die gleichen Aufgaben

