Rückgratlose Führung, Ignoranz & Stillstand statt Weiterentwicklung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kantine & Parkplätze sind vorhanden
Arbeit ist einfach, ideal für Menschen, die Dienst nach Vorschrift machen wollen
Gehalt ist mittelmäßig, für die geleistete Arbeit akzeptabel
Zusammenarbeit mit bestimmten Abteilungen (QM & Versand) war tatsächlich gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikationslosigkeit und Ignoranz durch die Werksleitung: In fünf Monaten kam vom Werksleiter kein einziges Gespräch, kein Feedback, keine Interaktion. Gleichzeitig hat er sich intensiv mit anderen Mitarbeitern ausgetauscht.
Rückgratlose und taktlose Führung: Beim Betriebsrat wurde ich gezielt als Low Performer dargestellt, indem nur negative Punkte aus meinen Reviews herausgepickt wurden – dabei hatte mir der Werksleiter selbst gesagt, ich sei ein Mid Performer. Das war bewusste Manipulation.
Stillstand statt Weiterentwicklung: Ich wurde mit dem Versprechen eingestellt, dass frische Ideen und Prozessoptimierung gewünscht seien. In Wahrheit wollte niemand etwas verändern. Verbesserungsvorschläge wurden ignoriert und einfach ausgesessen.
Verjüngung nur auf dem Papier: Die Abteilung ist seit Jahren überaltert, aber statt neue Perspektiven zu nutzen, wurde bewusst am alten Denken festgehalten.
Fehlendes Wir-Gefühl & interne Grabenkämpfe: Statt Teamgeist gibt es Schuldzuweisungen und eine „Jeder für sich“-Mentalität. Wissen wird bewusst zurückgehalten, und Probleme bleiben ungelöst.
Vetternwirtschaft & unantastbare Mitarbeiter: Manche Kollegen blockieren Prozesse, und obwohl das bekannt ist, traut sich niemand, etwas dagegen zu tun.
Abteilungsleitung ohne Rückgrat: Mein direkter Vorgesetzter hat viele Versprechungen zu Aufstiegsmöglichkeiten und Verantwortung gemacht – am Ende war nichts davon real. Er hat Probleme zwar erkannt, aber nie gehandelt.
Verbesserungsvorschläge
Die Führungsebene, insbesondere der Werksleiter, zeigt gravierende Schwächen in der Kommunikation und Transparenz. In meiner gesamten Zeit im Unternehmen gab es keine offenen Gespräche oder Feedbackgespräche, obwohl dies ein wichtiger Teil einer konstruktiven Mitarbeiterführung sein sollte. Der Werksleiter, der mich eigentlich unterstützen sollte, hat es versäumt, mit mir zu sprechen oder ein konstruktives Gespräch über meine Leistungen zu führen. Stattdessen wurde ich bei der Kündigung ohne vorherige Rücksprache oder Erklärung einfach als Low Performer dargestellt, basierend auf einer manipulierten Auswahl von negativen Rückmeldungen. Das ist nicht nur unprofessionell, sondern auch taktlos und verletzend.
Die Personalpolitik des Unternehmens ist ebenfalls problematisch. Es gab eine Vielzahl an leeren Versprechungen, die am Ende nie erfüllt wurden – insbesondere in Bezug auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Verantwortungsübernahmen. Ich wurde mit der Idee eingestellt, die Abteilung mit frischen Ideen und einer Verjüngung zu bereichern, aber statt echte Veränderungen zuzulassen, wurde der Status quo einfach beibehalten, um keine Risiken einzugehen. Es kam nie zu einer tatsächlichen Auseinandersetzung mit Verbesserungsvorschlägen oder Prozessoptimierungen, obwohl diese konkret angeboten wurden.
Der Fehlende Support und die Vernachlässigung von Mitarbeitern im Hinblick auf Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereziele lassen deutlich erkennen, dass das Unternehmen nicht an den langfristigen Erfolg seiner Mitarbeiter glaubt und stattdessen nur kurzfristige Ziele verfolgt.
Es ist auffällig, dass Karrieren von langjährigen Mitarbeitern, die keine Veränderungen wollen, gefördert werden, während neue Perspektiven und frische Ideen ignoriert und sogar abgeblockt werden. Der Werksleiter scheint sich mehr für das Wohl seiner "Bevorzugten" zu interessieren, anstatt eine konstruktive und langfristige Strategie für das Unternehmen zu entwickeln.
Nachtrag:
Im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens wurde seitens der Arbeitgebervertretung behauptet, meine Kündigung sei leistungsbedingt erfolgt – obwohl mein direkter Vorgesetzter in einem Performance-Review zuvor eine deutlich ausgewogenere Einschätzung abgegeben hatte. Diese Darstellung steht für mich im Widerspruch zur konzernweit angekündigten Restrukturierungsmaßnahme, die kurz vor meiner Kündigung kommuniziert wurde und in deren Zuge ich – noch in der Probezeit – das Unternehmen verlassen musste. Besonders irritierend war zudem, dass die HR-Verantwortliche im Verfahren fälschlicherweise angab, ich sei zwei Monate freigestellt gewesen, obwohl vertraglich nur ein Monat vereinbart und tatsächlich auch eingehalten wurde. Diese Fehlinformation empfinde ich als ein Zeichen mangelnder Sorgfalt – zumal die Kompetenz der Personalleitung intern auch von anderen Führungskräften kritisch hinterfragt wurde. Für mich wirkt das Gesamtbild im Nachhinein wie ein Versuch, eine wirtschaftlich motivierte Entscheidung durch nachgeschobene persönliche Gründe zu rechtfertigen.