Ihr Unternehmen?

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ArchaeoBW 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Entscheidungskompetenzen stark zentralisiert, Verantwortung überwiegend nach unten verlagert.

2,8
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Gerlingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Fachlich interessante Projekte und grundsätzlich gute technische Ausstattung. Zudem konnte keine Ungleichbehandlung oder Diskriminierung festgestellt werden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Strukturelle und organisatorische Defizite auf Managementebene, insbesondere in den Bereichen Kommunikation, Projektorganisation und Mitarbeiterführung.

Verbesserungsvorschläge

Führungs- und Managementkompetenzen sollten stärker professionalisiert werden. Fachliche Expertise allein reicht oft nicht aus; zusätzlich sind Kenntnisse in Organisation, Personalführung und Projektsteuerung erforderlich.
Zudem sollten die Zuständigkeiten zwischen Außendienst und Innendienst klarer definiert werden. Projekte werden im Außendienst umgesetzt, Bereiche aus dem Innendienst wie Datenverarbeitung arbeiten dem Außendienst zu.

Arbeitsatmosphäre

Unterschied zwischen Außen- und Innendienst. Im Außendienst und der Fundbearbeitung wird die Atmosphäre als kollegial und pragmatisch wahrgenommen. In der Datenverarbeitung und Verwaltung war das Klima formeller und weniger kooperativ gestaltet.
Eine aktive Förderung von Teamkultur oder bereichsübergreifender Zusammenarbeit war kaum erkennbar. Wertschätzung wurde selten kommuniziert.

Image

Unterschiedliche interne und externe Wahrnehmung. Intern: eher kritisch, insbesondere Organisation, Kommunikation und Führungsstruktur auf Managementebene. Extern: Gemischt. Innerhalb der Fachwelt stellenweise sehr kritische Wahrnehmung zu beobachten, Auftraggeber bewerten die Zusammenarbeit stark projektabhängig.
Die Firma selbst wirbt mit den Begriffen "modern, effizient, transparent und fair":
Modern (4/5) - zeitgemäße technische Ausstattung, Digitalisierung, hierarchische Strukturen.
Effizient (2/5) - einzelne Mitarbeitende engagiert und versuchen Arbeit effizient zu gestalten. Strukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen erschweren dies jedoch erheblich.
Transparent (1/5) – Offener Austausch über wirtschaftliche Entwicklungen, strategische Entscheidungen oder organisatorische Hintergründe finden nur eingeschränkt statt.
Fair (2/5) - Es bestehen Unterschiede zwischen Anspruch und gelebter Praxis, insbesondere im Umgang mit Arbeitsbelastung, Entscheidungsprozessen und Kommunikation.

Work-Life-Balance

War geprägt von teils häufig wechselnden Einsatzorten und kurzfristiger Projektplanung. Teilweise der Branche geschuldet, teilweise schlechte organisatorische Rahmenbedingungen seitens der Firma. Urlaub sowie Freistellungen aus persönlichen Gründen waren grundsätzlich unkompliziert. Durch die nach unten verlagerte Verantwortung, entstand eine sehr hohe individuelle Belastung.

Karriere/Weiterbildung

Aufstieg zum TechnikerIn oder Grabungsleitung ist schnell gegeben, aber eher dem Fachkräftemangel geschuldet als einer strukturierten Personalentwicklung. Externe Weiterbildungen sind nicht gegeben, interne Weiterbildungen finden nur in begrenztem Umfang statt und werden von Personen durchgeführt, die selbst keine geschulte Weiterbildung in diesem Bereich haben.
Positiv hervorzuheben ist die Koordinationsstelle im Bereich archäologischer Dokumentation, die bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter unterstützt. Guter Ansatz, der weiter ausgebaut werden könnte.

Gehalt/Benefits

Branchenbedingt im Durchschnitt der Archäologie. Insgesamt zu gering für die Verantwortung, die man trägt.
Abhängig von der Firmenzugehörigkeit gab es eine betriebliche Altersvorsorge.
Gehaltsanpassungen sollten leistungsbezogen jährlich angepasst werden, wurde aber nicht umgesetzt. Gehaltserhöhungen wurden regelmäßig bei allen erstmal verneint, mit der Aussage die Branche läuft schlecht. Gleichzeitig werden Investitionen in Fahrzeuge aus dem oberen Preissegment für die Geschäftsleitung vorgenommen, was aus Sicht der Mitarbeitenden im Kontext regelmäßiger oder nur geringfügiger Gehaltserhöhungen schwer nachvollziehbar ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Einsatzbedingt ist ein hoher Fahrzeugeinsatz unvermeidbar. Potential zur Reduzierung von Emissionen bestünde durch stärkere Koordination von Fahrgemeinschaften zu den Einsatzorten, sodass Mitarbeitende häufiger gemeinsam in Firmenfahrzeugen anreisen, anstatt einzeln privat.
Durch zunehmende Digitalisierung hat sich der Papierverbrauch reduziert.

Kollegenzusammenhalt

Im Außendienst und der Fundbearbeitung häufig kollegial und pragmatisch. In der Zusammenarbeit mit der Verwaltung und Datenverarbeitung war der Austausch häufig formeller und weniger lösungsorientiert, wodurch der bereichsübergreifende Zusammenhalt schwächer ausgeprägt wirkte.

Umgang mit älteren Kollegen

Unterschiede im Umgang aufgrund des Alters waren nicht zu erkennen.

Vorgesetztenverhalten

Deutlich zentralisiert, aber mit fehlender Verantwortungsübernahme. Verantwortung wird regelrecht nach unten verlagert. Kritik wird meist persönlich genommen; Reflexion und strukturelle Veränderungen finden auf Managementebene kaum statt.
Managementebene zeigt nur begrenzt erkennbare Führungsstrukturen, was zu fachlichen und organisatorischen Problemen führt.
Zudem entsteht vereinzelt der Eindruck, dass aus der Managementebene heraus über Mitarbeitende nicht immer respektvoll gesprochen wurde. Einzelne Kommentare wirkten unsensibel gegenüber persönlichen Umständen von Mitarbeitenden.

Arbeitsbedingungen

Technische Ausstattung und Bereitstellung der Arbeitskleidung war gut. Führungskräfte verfügten über ein Diensthandy, Laptop und projektbezogen bereitgestellte Firmenwägen.
Erheblicher Verbesserungsbedarf bei infrastrukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen: oft zu kleine Büro-/Aufenthaltscontainer, Heizlösungen nicht durchgehend organisiert, keine Kühlung der Container im Sommer, Qualität der Unterkünfte variierte stark (auf Missstände nur ungenügend oder verspätet reagiert).
Handhabung von Fahrtzeiten im Außendienst nicht durchgehend einheitlich geregelt.
Transport von Technik und Mitarbeitern wurde nicht als Arbeitszeit berücksichtigt.
Mitarbeitende mussten bei schlechter Projektlage Minusstunden aufbauen und diese später nacharbeiten.
Bei weiter entfernten Projekten wurde eine Anreise bereits am Sonntag erwartet, um Montag früh einsatzbereit auf der Baustelle zu sein (teilweise über längere Zeiträume von Monaten hinweg).

Kommunikation

Die interne Kommunikation war geprägt von wenig Struktur und kurzfristiger Informationsweitergabe. Projektinformationen und Personaländerungen wurden oft spät kommuniziert. An Absprachen wurde sich oft nicht gehalten.
Ein Austausch über Ergebnisse, wirtschaftliche Entwicklungen oder strategische Ausrichtungen fand nur eingeschränkt statt. Interne Meetings wirkten stärker auf positive Selbstdarstellung ausgerichtet als auf kritische Reflexion.

Gleichberechtigung

Eine unterschiedliche Behandlung aufgrund von Geschlecht oder persönlichem Hintergrund war nicht erkennbar. Diskriminierende Strukturen oder Benachteiligungen konnten nicht festgestellt werden.

Interessante Aufgaben

Fachlich war die Arbeit grundsätzlich abwechslungsreich und konnte auch anspruchsvoll sein. Tagesorganisation konnte selbständig gestaltet werden. Auf übergeordnete Strukturen hatte man intern nur wenig Einfluss.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.