War mal sehr gut, dann nahm es ab.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Trotz aller Kritik: Die Atmosphäre im Unternehmen ist grundsätzlich gut. Viele Kolleginnen und Kollegen sind mit Herzblut dabei, das Miteinander ist oft wertschätzend. Genau deshalb ist es so wichtig, die vorhandenen Baustellen anzugehen – damit dieses Fundament nicht verloren geht, sondern weiter gestärkt wird.
Was wirklich hervorzuheben ist – und ein großer Pluspunkt dieses Unternehmens – ist die enorme Flexibilität: Die Möglichkeit, sich die Arbeit zeitlich selbst einzuteilen und zu 100 % im Homeoffice zu arbeiten, ist einfach großartig. Das schafft nicht nur mehr Freiheit, sondern auch Vertrauen – und genau das motiviert viele, ihr Bestes zu geben.
Auch wenn manche diesem Modell noch mit Skepsis begegnen, sollte man ehrlich anerkennen: Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten im Homeoffice hochkonzentriert und äußerst effizient – in manchen Fällen sogar effizienter als vor Ort. Es geht hier nicht um Anwesenheit, sondern um Ergebnisse. Und die sprechen oft für sich.
Ein weiterer unschätzbarer Wert ist die Freiheit, private Termine – sei es Arztbesuche, Behördengänge oder auch familiäre Verpflichtungen – flexibel wahrnehmen zu können, ohne dabei das Gefühl zu haben, „Fehlzeiten“ rechtfertigen zu müssen. Diese Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist nicht nur zeitgemäß, sondern auch ein echtes Zeichen von Vertrauen und Wertschätzung.
Gerade in der heutigen Arbeitswelt ist das ein unschätzbares Gut – und etwas, das man als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter wirklich zu schätzen weiß.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wenn gewisse Punkte noch umgesetzt werden könnten, nichts. Im Gegenteil, das Unternehmen hat großes Potenzial zu wachsen und ein sehr guter Arbeitgeber zu sein. Und vielleicht kommt dann auch der ein oder andere zurück.
Verbesserungsvorschläge
Die Abschaffung der Mitarbeiterbewertungen wäre ein wichtiger und richtiger Schritt. Fachliche Prüfungen sind sinnvoll – vor allem dann, wenn sie genutzt werden, um Stärken zu fördern und mögliche Defizite gemeinsam anzugehen. Aber die Verknüpfung mit Gehaltserhöhungen ist problematisch. Besonders kritisch wird es, wenn Krankheitstage in die Bewertung einfließen – das ist schlicht unfair. Gesundheit sollte kein Karrierekiller sein.
Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit – das sollte selbstverständlich sein. Und vor allem sollte es offen, transparent und ehrlich kommuniziert werden. Alles andere sorgt für Frust, Demotivation und das Gefühl, nicht gesehen zu werden. Gerade jene Mitarbeitenden, die sich täglich mit vollem Einsatz für das Unternehmen stark machen, verdienen echte Anerkennung – nicht nur in Worten, sondern auch in fairer Bezahlung und klaren Entwicklungsperspektiven. Ost und Westgehalt sollte kein Unterschied mehr sein. Zumal nicht alle im Osten leben und trotzdem Osttarif erhalten
Es ist besonders schmerzhaft zu sehen, wie viele wirklich gute und top ausgebildete Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen verlassen haben – nicht, weil ihnen der Job nicht gefallen hat, sondern schlicht wegen der Bezahlung. Man lässt enormes Wissen einfach gehen. Wissen, das mit viel Zeit, Engagement und Erfahrung aufgebaut wurde. Das ist ein Verlust, der nicht so leicht zu kompensieren ist – und auf Dauer auch das Unternehmen schwächt.
Ein weiterer Punkt ist die Einarbeitung: Diese sollte strukturiert, professionell und zentral durch eine feste Ansprechperson erfolgen – idealerweise durch die Fachberaterinnen und Fachberater, die das Thema in- und auswendig kennen. Sie wären in der Lage, nicht nur das nötige Wissen zu vermitteln, sondern auch die Qualität der Arbeit im Blick zu behalten.
Es muss sichergestellt sein, dass alle Mitarbeitenden dieselbe, hochwertige Ausbildung erhalten. Leider war das in der Vergangenheit oft nicht der Fall – der Personalmangel hat dazu geführt, dass viele nur unzureichend eingearbeitet wurden. Hier braucht es dringend Schulungskonzepte, die für alle gelten – fair, verbindlich und professionell. Vor allem auch Schulungen die für alle die wollen jederzeit in zeitlichen Abständen wiederholt werden.
Image
Eigentlich ist es wirklich ein sehr gutes Unternehmen. Die Arbeit ist spannend, vielseitig und oft auch herausfordernd – im besten Sinne. Man hat das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, und viele Aufgaben machen einfach richtig Spaß.
Was besonders positiv auffällt: Es gibt den ehrlichen Willen, Dinge besser zu machen. Man merkt, dass sich in vielen Bereichen Mühe gegeben wird, Prozesse zu optimieren, Strukturen zu verbessern und Mitarbeitenden mehr Gehör zu schenken.
Natürlich läuft nicht alles rund – wie überall. Aber das grundsätzliche Arbeitsumfeld stimmt, und es gibt viele Menschen, die mit Herzblut bei der Sache sind. Das macht viel aus und schafft eine Atmosphäre, in der man sich trotz aller Herausforderungen grundsätzlich wohlfühlen kann.
Work-Life-Balance
Ein riesengroßes Lob dafür, dass 100 % Homeoffice möglich ist – das ist wirklich ein großer Pluspunkt und zeigt Vertrauen und Flexibilität. Vor allem, dass man seine Arbeitszeit weitestgehend so legen kann, wie man will. Das berücksichtigt besonders die Vielfaltigkeit der Menschen. Die einen können früh besser arbeiten, andere spät. Leider wird dieses Lob aber ein Stück weit getrübt: In letzter Zeit haben viele sehr gute Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen verlassen. Was besonders schwer wiegt, ist, dass ihre Aufgaben einfach auf das bestehende Team verteilt wurden – 1:1 oben drauf, ohne zusätzlichen Ausgleich, ohne neue Kolleg*innen, ohne Gehaltserhöhung.
Das führt zu einer wachsenden Belastung, Frustration und dem Gefühl, nicht gesehen oder wertgeschätzt zu werden – obwohl man täglich alles gibt. Es ist schade, denn viele machen ihren Job mit Leidenschaft und vollem Einsatz, aber das kann auf Dauer nicht gesund sein. Ein bisschen mehr Anerkennung – nicht nur in Worten, sondern auch in konkreten Maßnahmen – wäre dringend nötig, um dieses Ungleichgewicht auszugleichen.
Karriere/Weiterbildung
Abhängig ob man präsent oder im Homeoffice arbeiten, gibt es nicht überall die selben Chancen sich weiterzuentwickeln. Trotzdem ist das Unternehmen interessiert einige Mitarbeiter zu fördern.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist mittlerweile leider nicht mehr dem Anspruch und der Verantwortung gerecht, die diese Arbeit mit sich bringt. Die Anforderungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen – doch das spiegelt sich im Gehalt nicht entsprechend wider.
Hinzu kommt, dass es erhebliche Unterschiede in der Bezahlung gibt, wie bereits erwähnt: Wer gut verhandelt oder den „richtigen“ Standort hat, verdient mehr – bei gleicher Tätigkeit. Besonders unverständlich ist der Unterschied zwischen Arbeitsverträgen aus Hamburg und Schwerin. Dass allein der Ort entscheidet, wie viel jemand verdient, obwohl alle das Gleiche leisten, fühlt sich schlicht unfair an.
Ein weiteres Thema, das immer wieder für Frust sorgt, ist das Weihnachtsgeld. Ältere Kollegen bekommen es, mit der Begründung, sie hätten ein niedrigeres Gehalt. Doch auch das stimmt so nicht durchgehend – oft bestehen auch hier Gehaltsunterschiede, die sich nicht erklären lassen. Es ist belastend, wenn man im gleichen Büro sitzt, denselben Beitrag leistet – und der eine bekommt eine Sonderzahlung, während der andere leer ausgeht. Das sorgt für Spannungen, Unverständnis und das Gefühl, nicht gleich behandelt zu werden.
Kollegenzusammenhalt
Man wird öffentlich gelobt, wenn man etwas gut macht, aber im Stillen wird über Schwächen gegenüber den Teamleitern gesprochen. Leider nimmt so der Kollegenzusammenhalt langsam ab.
Umgang mit älteren Kollegen
Das ist wirklich ein großer Pluspunkt und verdient Anerkennung: Ältere Kolleginnen und Kollegen werden hier mit Respekt und Wertschätzung behandelt.
Es ist schön zu sehen, dass Altersunterschiede kein Nachteil sind, sondern als Bereicherung empfunden werden. Das schafft ein wertvolles Miteinander zwischen den Generationen und fördert ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle gesehen und ernst genommen fühlen – unabhängig vom Alter.
Vorgesetztenverhalten
Grundsätzlich ist es schön zu sehen, dass Leistung anerkannt wird – das ist wichtig und motivierend. Aber leider muss man auch ehrlich sagen: Oftmals scheint die Beurteilung stark von Sympathie abhängig zu sein. Manche Mitarbeitende genießen deutlich mehr Freiheiten, mehr Verständnis, mehr Unterstützung – andere deutlich weniger. Das wirkt sich nicht nur auf das Arbeitsklima aus, sondern auch auf das Gefühl von Fairness und Gerechtigkeit.
Besonders kritisch ist die Tatsache, dass Krankheitstage negativ in die Mitarbeiterbeurteilung einfließen. Wer häufiger krank ist – aus welchen Gründen auch immer – wird schlechter bewertet. Man hat das Gefühl, als gelte man dann als „beschädigte Ware“, nicht mehr voll einsatzfähig oder belastbar, obwohl man vielleicht sonst einen großartigen Job gemacht hat.
Das ist nicht nur unfair, sondern auch zutiefst verletzend. Krankheit sollte niemals ein Makel sein oder zu Benachteiligung führen. Hier braucht es dringend ein Umdenken – hin zu mehr Menschlichkeit, Verständnis und echter Wertschätzung, gerade in schwierigen Zeiten.
Arbeitsbedingungen
An und für sich sind die Arbeitsbedingungen wirklich gut – daran gibt es nichts auszusetzen. Die Rahmenbedingungen stimmen, das Umfeld ist angenehm, und viele Dinge sind so gestaltet, dass man sich wohlfühlen kann.
Doch in den letzten Monaten hatte die Belastung spürbar zugenommen. Aufgaben häufen sich, Ressourcen werden knapper, und man hatte oft das Gefühl, nur noch hinterherzurennen. Was früher mit Ruhe und Sorgfalt erledigt werden konnte, musste heute oft unter Zeitdruck, mehr Überstunden und hoher Anspannung bewältigt werden.
Das ist schade, denn gerade wenn die Grundlagen eigentlich stimmen, wäre es wichtig, auch langfristig auf die Belastbarkeit der Mitarbeitenden zu achten. Ein gutes Fundament verdient es, nicht durch Überforderung ins Wanken zu geraten.
Kommunikation
Ursprünglich war das Team sehr freundlich und hilfsbereit, stets bereit, bei Problemen Unterstützung zu bieten. Man konnte sich immer auf ein offenes Ohr verlassen. Doch, bedingt durch enormen Stress, sind viele bei jedem Anruf genervt und weniger geduldig.
Gleichberechtigung
Leider stimmt das so nicht ganz. Auch wenn die Aufgaben an sich spannend und abwechslungsreich sind, trüben einige Aspekte das Gesamtbild deutlich. Wie bereits erwähnt, wird oft nach Sympathie entschieden – und das spiegelt sich nicht nur in der Behandlung, sondern auch ganz massiv in der Bezahlung wider.
Es ist schwer nachvollziehbar, dass bei gleicher Arbeit und auf identischen Stellen teils gravierende Unterschiede im Gehalt bestehen – einfach nur, weil jemand besser verhandelt hat oder sich selbstbewusster verkauft. Das hinterlässt bei vielen ein Gefühl von Ungerechtigkeit und mangelnder Wertschätzung.
Gleiches Engagement sollte auch gleich honoriert werden. Alles andere wirkt demotivierend und fördert ein Klima, in dem man sich nicht sicher sein kann, ob es wirklich auf die eigene Arbeit ankommt – oder nur darauf, wie laut man sie verkauft. Das ist schade, denn viele geben hier Tag für Tag ihr Bestes. Und es ist ein Grund, warum so viele das Unternehmen verlassen.
Interessante Aufgaben
Wer dieses Themenfeld liebt, wird sich da absolut wohlfühlen. Die Aufgaben sind unglaublich vielseitig, abwechslungsreich und oft auch herausfordernd – im positiven Sinne. Man kann sich in viele spannende Themen einarbeiten, mitdenken, mitgestalten und sich persönlich wie fachlich weiterentwickeln.
Die Arbeit machte wirklich großen Spaß, weil sie nie eintönig ist und man das Gefühl hat, etwas Sinnvolles zu tun. Jeder Tag bringt neue Facetten mit sich, neue Fragen, neue Impulse – genau das macht es so lebendig und spannend. Wer mit Herz bei der Sache ist, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.