nette Kollegen - schlechte Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist wirklich gut. Das gemeinsame Leiden unter dem Geschäftsführer verbindet stark.
Es ist gut sich da gegenseitig zu stärken und Kraft zu geben.
Die allermeisten Fachbereichsleiter mit denen ich zu tun habe, sind wirklich vernünftig. Viele von denen plagen ähnliche Probleme (siehe negative Punkte). Aber man muss denen anrechen, dass sie viel von den Auswüchsen des Geschäftsführers von den Teams weghalten.
Auch die Arbeit im Team selber macht Spaß. In bisher jedem Team/Fachbereich konnte ich ein paar sehr kompetente und nette Leute kennenlernen. Da kann man hier und da noch echt was lernen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führung der Firma ist nicht gut. Mitarbeitern wird seitens der Geschäftsführung grundsätzlich nicht vertraut, es sei denn sie sind weiblich und haben blonde Haare. Es wird mehr oder weniger offen Faulheit, Inkompetenz und fehlende Motivation unterstellt.
Arbeiten von Mitarbeitern wie Präsentationen, Paper, Statistiken, oder sonstige Entwürfe werden in Meetings extrem herablassend zerissen. Teilweise wird jedes Wort, jedes Komma kritisiert, weil es nicht 100% den Vorstellungen des Geschäftsführers entspricht.
Die Geschäftsführung agiert sehr emotional. In Meetings werden Mitarbeiter gern niedergebrüllt oder lächerlich gemacht.
Wagt man es nach Zukunftsplan, Strategie oder gar Vision zu fragen, ist die Antwort "dies sei doch klar". Natürlich ist die Geschäftsführung danach persönlich beleidigt.
Ich hatte bisher nie das Gefühl gemeinsam an einem Ziel oder einer Vision zu arbeiten. Stattdessen steckt man in endlosen Rechtfertigungsschleifen und Diskussionen "gegen" die Geschäftsführung fest.
Verbesserungsvorschläge
Dem Geschäftsführer sehr lange Urlaub geben, oder einfach direkt ersetzen. Ich hab selten eine derart überforderte Person auf so einer Stelle erlebt.
Den Mitarbeitern, die teilweise jahrelange Erfahrung haben in dem was sie tun, einfach mal vertrauen.
Dem Geschäftsführer beibringen, wie man Erwartungen und Wünsche klar kommuniziert. Nicht einfach implizit davon ausgehen, dass alle in seinen Kopf schauen können.