Mehr Schein als Sein
Arbeitsatmosphäre
Je länger man im Betrieb ist, desto mehr Vorteile genießt man offenbar. Langjährige Mitarbeiter werden eher in Ruhe gelassen, während neue Mitarbeiter deutlich stärker unter Druck stehen und sich vieles erst erarbeiten müssen. Dadurch entsteht schnell der Eindruck einer Zwei-Klassen-Behandlung: Für die „Alten“ gelten andere Maßstäbe als für die „Neuen“.
Image
In das öffentliche Image des Unternehmens wird aus meiner Sicht sehr viel investiert. Nach außen wird ein sehr positives Bild vermittelt und der Eindruck erweckt, dass das Unternehmen ein hervorragender Arbeitgeber ist.
Intern nehme ich allerdings teilweise ein anderes Bild wahr. Gerade bei langjährigen Mitarbeitern, die bereits viele Jahre im Unternehmen sind und entsprechend lange dabei sind, scheint die Zufriedenheit höher zu sein. Bei neueren Mitarbeitern habe ich dagegen nicht den Eindruck, dass sie gleichermaßen zufrie
In das öffentliche Image des Unternehmens wird aus meiner Sicht sehr viel investiert. Nach außen wird ein sehr positives Bild vermittelt und der Eindruck erweckt, dass das Unternehmen ein hervorragender Arbeitgeber ist.
Intern nehme ich allerdings teilweise ein anderes Bild wahr. Gerade bei langjährigen Mitarbeitern, die bereits viele Jahre im Unternehmen sind und entsprechend lange dabei sind, scheint die Zufriedenheit höher zu sein. Bei neueren Mitarbeitern habe ich dagegen nicht den Eindruck, dass sie gleichermaßen zufrieden sind. Für mich besteht daher eine gewisse Diskrepanz zwischen dem äußeren Image und den Erfahrungen vieler neuer Mitarbeiter.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich bietet die Gleitzeit gute Möglichkeiten und sorgt für eine gewisse Flexibilität. Allerdings wird diese Flexibilität im Arbeitsalltag aus meiner Sicht nicht konsequent gelebt. Obwohl ein Arbeitszeitkonto mit bis zu 16 Minusstunden und dem Aufbau von Überstunden möglich ist, entsteht teilweise der Eindruck, dass man sich für früheres Gehen mehrfach rechtfertigen bzw. bei mehreren Personen rückversichern muss. Dadurch wirkt die eigentlich gute Gleitzeitregelung für mich teilweise mehr wie „Schein als Sein“.
Karriere/Weiterbildung
Karriere & Weiterbildung
Bei Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich den Eindruck, dass Mitarbeiter, die bereits lange im Unternehmen sind, bevorzugt werden. Neue Mitarbeiter haben aus meiner Sicht deutlich weniger Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln oder aufzusteigen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Betriebszugehörigkeit teilweise wichtiger ist als Leistung, Qualifikation oder persönliches Potenzial.
Gehalt/Benefits
Nach dem, was ich bei anderen Kolleg en mitbekommen habe, werden Anfragen nach Gehaltserhöhungen teilweise sehr lange offen gelassen. Mitarbeiter warten teilweise über längere Zeit auf eine Rückmeldung und müssen mehrfach nachhaken, bevor überhaupt eine konkrete Reaktion erfolgt. Dadurch entsteht unter den Mitarbeitern kein besonders guter Eindruck vom Umgang mit Gehaltsforderungen. Hier wären mehr Transparenz, Verbindlichkeit und zeitnahe Entscheidungen wünschenswert.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist in meinem Bereich leider nicht besonders gut. Teilweise entsteht der Eindruck, dass Mitarbeiter unterschiedlich behandelt oder bestimmten Gruppen zugeordnet werden. Das betrifft meiner Wahrnehmung nach nicht zwangsläufig alle Bereiche des Unternehmens, ist in unserem Bereich jedoch deutlich spürbar. Dadurch entstehen Grüppchenbildung und ein Gefühl von Ausgrenzung, was den kollegialen Zusammenhalt erheblich beeinträchtigt.
Umgang mit älteren Kollegen
Die scheinen sich wohl zu fühlen .
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten empfinde ich als sehr enttäuschend. Es fehlt aus meiner Sicht deutlich an Empathie und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Mitarbeitern. Im Arbeitsalltag erlebe ich den Umgangston teilweise als respektlos und unangemessen.
Dies ist für mich persönlich eine der schlechtesten Führungserfahrungen, die ich bisher gemacht habe.
Kommunikation
Die Kommunikation ist aus meiner Sicht nahezu nicht vorhanden. Viele Dinge werden nicht offen angesprochen, sondern eher hinter dem Rücken der Mitarbeiter besprochen. Zudem gibt es eine deutliche Gruppenbildung, wodurch Informationen nicht immer alle Mitarbeiter gleichermaßen erreichen. Insgesamt fehlt es an einer offenen, ehrlichen und transparenten Kommunikation.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird aus meiner Sicht im Unternehmen leider nicht ausreichend gelebt. Es entsteht sehr deutlich der Eindruck einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Besonders im Logistikbereich fühlt man sich teilweise wie am unteren Ende der Hierarchie und nicht auf Augenhöhe mit anderen Bereichen.
Selbst grundlegende Dinge wie ein freundlicher Gruß scheinen nicht selbstverständlich zu sein. Insgesamt ist die unterschiedliche Behandlung und Wertschätzung der Mitarbeiter in meinem Arbeitsbereich deutlich spürbar und für mich ein großer Kritikpunkt.