Eine Erfahrung mehr, um zu wissen, wie und wo man nicht arbeiten möchte.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktlicher Lohn. 1% Regelung beim Dienstwagen ist möglich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben.
Verbesserungsvorschläge
Interne und externe Mitarbeiter wertschätzen. Nicht nur finanziell, sondern durch einen respektvollen Umgang. Lob wiegt mehr als ständige Kritik.
Keine Atmosphäre der Angst und der Missgunst schaffen.
Kompetente und junge Menschen in Führungspositionen würden dem Gebiet und dem Unternehmen guttun.
Wenn Schema F nach 30 Jahren nicht mehr funktioniert, sollte man anfangen umzudenken und vielleicht auf Vorschläge der Mitarbeiter eingehen, anstatt den Karren vor die Wand zu fahren.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb des Teams vor Ort angenehm. Jedoch üben Gebiets- und Bezirksleitung enormen Druck aus. Lokale Faktoren wurden nicht berücksichtigt, Schema F soll für alle und jeden funktionieren, Widerworte werden nicht geduldet bzw. im Keim erstickt.
Image
Schlechter Ruf, sowohl bei ehemaligen internen Mitarbeitern als auch bei externen Mitarbeitern. Teils katastrophale Einstellungsbedingungen, die externen MA wurden verheizt, bewusst hinters Licht geführt, um ja jeden Cent zu sparen. Bemühungen das Image NACHHALTIG zu ändern, wurden nicht anerkannt bzw. als sinnlos erachtet.
Work-Life-Balance
38h Woche war i. O. Es wurde jedoch auch erwartet, das Diensthandy wenn nötig am Wochenende mitzunehmen. Für diese Art der Überstunden bzw. Wochenendarbeit gab es weder Regelungen noch Anerkunng. Teilzeit geschweige denn Homeoffice war keine Option.
Karriere/Weiterbildung
Es gab einige Weiterbildungsmöglichkeiten, jedoch waren diese nur für den internen Erfolg gedacht. D.h. es gab keine Seminare, die nachhaltige Kompetenzen vermittelt haben. Es wurde vor allem darauf geachtet "auf Linie" zu bleiben.
Gehalt/Benefits
Gehalt eines PD deutlich unter dem Durchschnitt. Nicht jeder PD hat dasselbe Gehalt bekommen. Teilweise unerklärliche Differenzen zwischen den Gehältern. Keine Transparenz bei den Gehältern. Benefits gab es keine.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wurde zwar vermehrt auf umweltbelastende Werbegeschenke verzichtet. Trotzdem enormer Papierverbrauch, teilweise unnötig, da etliche Dokumente/Briefe/Werbeschreiben in digitaler Form vollkommen ausreichend gewesen wären.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des Teams der NL guter Zusammenhalt. Teilweise Rückendeckung durch MA im Hauptsitz, jedoch handelte es sich lediglich um Lippenbekenntnisse. Hier ist sich jeder selbst der Nächste.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen und Kolleginnen wurden intern stets respektvoll behandelt. Jedoch schien es auch daran zu liegen, dass diese viele Fehler, Fehlverhalten und Ungereimtheiten kannten, sodass man keine Probleme provozieren wollte.
Vorgesetztenverhalten
Wenig Verständnis für persönliche Probleme seitens der Gebiets- und Bezirksleitung. NL Leitung war verständnisvoller. Es wurde in persönlichen Gesprächen entweder Freundlichkeit simuliert oder von oben herab kommuniziert. Strenge Einhaltung der Hierarchien, was eine Kommunikation auf Augenhöhe kaum ermöglichte.
Arbeitsbedingungen
Veraltete Geräte, alte Büroräume, ungleiche Austattungen innerhalb der verschiedenen NLen. Es wurde nicht viel Wert auf Arbeitssicherheit gegeben. Keine höhenverstellbaren Tische, Bürostühle wurden von NL zu NL weitergereicht. Keine Klimaanlage im 4. Stock, lediglich 2 alte Ventilatoren.
Kommunikation
Firmeninterne Änderungen d.h. Änderungen der Arbeitsprozesse, Neueinführungen von Tools etc. wurden lediglich per Mail verschickt. Personalwechsel, egal auf welcher Ebene, wurden kommentarlos vollzogen. Aufgrund der hohen Fluktuation des Personals innerhalb der Niederlassungen irgendwo nachvollziehbar, jedoch schuf dies eine Atmosphäre der Unsicherheit.
Gleichberechtigung
Ausgewogene Belegschaft innerhalb des gesamten Unternehmens. Viele Frauen in leitenden Position - ein positiver Punkt.
Interessante Aufgaben
Die externen Mitarbeiter waren interessant und die Aufstellung und Kommunikation mit den Kundenunternehmen boten interessante Einblicke. Der Arbeitsalltag gestaltete sich aber als monoton, zahlen- und leistungsbasiert egal, ob sinnvoll oder nicht. Quantität wurde eindeutig vor Qualität gestellt, was zu hohem Druck und wenigen Erfolgen führte.