Leider nur noch ein Schatten seiner selbst
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tatsächlich etwas mehr Eindrücke aus anderen Kulturen, diese sollten sich aber nicht nur auf - how can I handle/take over your job - konzentrieren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie man innerhalb von 2 Jahren ein durchaus erfolgreiches Unternehmen mit voller Wucht gegen die Wand fahren kann - Automobilkrise hin oder her
Verbesserungsvorschläge
Auf die Menschen hören, die das Geschäft mit dem Kunden verstehen und verstehen, wie man eine früher hervorragende Firma ordentlich führt. Wenn es schon Excel Listen geben muss (und es gibt sehr sehr sehr viele davon, mit überredundanten Datenständen) dann versucht diese zu konsolidieren oder es gleich richtig zu machen - vielleicht ohne Excel.
Arbeitsatmosphäre
Seit dem Ausscheiden der frühren Geschäftsführer und der Übernahme und Integrationsbemühung von HCLTech ist die Atomsphäre maximal angespannt. Es wird unter enormen Kostendruck gearbeitet und im Rahmen der neuen Unternehmenskultur bedeutet Kostendruck meist die Reduzierung der Personalkosten. Die "Alles muss Raus" Kultur ist überall wahrnehmbar. Es fängt bei nicht nachvollziebaren Schließungen von Gebäudekomplexen an und endet mit Rettungsversuchen wie es werden übergreifende Dienstleistungen wie Reinigungspersonal, Hausmeisterei und Empfangsmitarbeitende freigesetzt und in Leiharbeitsfirmen ausgegliedert. Hierbei gilt gefühlt oft die Mentalität: Nimm den neuen Vertrag an und verliere Betriebszugehörigkeit, Benefits etc. oder akzeptiere die betriebsbedingte Kündigung.
Image
Das Image ist - aus mir nicht verständlichen Gründen - immer noch hoch
Work-Life-Balance
Je nach Projektgeschäft kann das mal mehr oder weniger gut sein.
Karriere/Weiterbildung
Seit der HCLTech Übernahme gab es gefühlt kaum noch Weiterbildungen - nur falls direkt im Projekt notwendig, oder für Zertifizierungen.
Gehalt/Benefits
Benefits werden Schritt für Schritt abgebaut
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zum Umweltbewusstsein kann ich wenig sagen, aber das Sozialbewusstsein spricht Bände.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams war das immer blendend, man spricht miteinander und arbeitet zusammen an Lösungen. Leider bröckelt dieser Zusammenhalt immer mehr aufgrund der Frustration der Mitarbeitenden.
Umgang mit älteren Kollegen
war immer korrekt.
Vorgesetztenverhalten
Auch das kommt stark auf die Abteilung an. Meist sind die Vorgesetzten vor Ort sehr fair, allerdings können die aufgrund des Korsetts der Muttergesellschaft nicht mehr atmen und sind teils nur noch frustriert, was sich teils auch im Verhalten niederschlagen kann. Daher würde ich diese Wertung direkt an die Muttergesellschaft koppeln und da kann ich nur sagen: Man hört nicht zu und wenn man zuhört versteht man nicht und das führt dazu, dass nur noch die blanke Zahl im Raum steht.
Arbeitsbedingungen
Im freien Fall mit Rückenwind. Die Umgebung wird immer harscher, der Kostendruck immer höher. Früher hervorragend, aber derzeit im Abwärtsstrudel.
Kommunikation
Eigentlich verdient die Wertung hier NULL Sterne, das wäre aber nicht gerecht. Innerhalb der ASAP Gruppe ist die Kommunikation sehr gut, es gibt aber gefühlt eine Kommunikationsschranke zu den Verantwortlichen des Unternehmens. Das Vor-Ort Management wird gefühlt komplett allein gelassen und mit Anforderungen zugeschüttet die in der Regel immer gleich lauten wie: Profit up, Headcount down.
Man muss fair sein, die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Automobilindustrie sind gerade alles andere als rosig, und man kann sich vor Negativschlagzeilen derzeit ohnehin nicht retten, demzufolge wären solche Maßnahmen durchaus nachvollziehbar - aber die Kommunikation findet gefühlt nicht statt und zeugt davon, dass die Geschäftsführenden das Geschäft mutmaßlich nicht verstanden haben, geschweige denn in der Lage sind, mit Mitarbeitenden zu kommunizieren.
Gleichberechtigung
ich habe nie wahrgenommen, dass es es eine unmittelbare Ungleichbehandlung gab, auffällig ist hingegen schon, dass neue Geschäftsführende nur mit Stammpersonal aus dem Mutterkonzern besetzt werden.
Interessante Aufgaben
War mal so, aber gerade in übergreifenden Dienstleistungen wie IT wird das Meiste in die Zentrale (sprich Offshore) ausgelagert. In anderen operativen Bereichen mag das noch sehr spannend sein.