Kleine Landwache mit geringem Einsatzaufkommen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kleine Wache, tolles Team, Einsatzaufkommen super entspannt, Kommunikation auf Augenhöhe mit den Vorgesetzten und "Stamm-"Notärzten sowie dem gesamten Team, Einsätze an sich zumeist indiziert und spannend.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
s. Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge
Gerne auch durchgreifen, wenn Pflichtaufgaben nicht erfüllt werden oder Beschwerden kommen. Wenn Mitarbeitende engagiert sind, ist es empfehlenswert, das Produkt nicht aufgrund von Personalmangel und Dienstplanproblematiken zu negieren.
Es wäre empfehlenswert seinen Kurs oder Ziele zu finden und diese an die Mitarbeitenden weiter zu geben. Die Kommunikationskultur sollte in- und extern rebstrukturiert und dann gelebt werden. Die Planbarkeit von Pflichtterminen könnte verbessert werden, indem diese frühzeitig angesetzt werden. Darüber hinaus sollte sich auf ein Medium für dienstliche Kommunikation geeinigt werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Hauptwache wurde aufgehübscht, an den Stellplätzen ist "das beste draus gemacht" worden. Das Einsatzspektrum ist wirklich spannend, ein Überarbeiten jedoch nicht wahrscheinlich. Der Informationsfluss an sich ist lediglich über den Flurfunk oder den Austausch der Führungskräfte beim Kaffeetrinken gegeben. Aktuell hat der Arbeitgeber es schwer, seinen Kurs zu finden. (Stand 02.03.2025)
Kommunikation
Das ist hier leider ein riesengroßes Manko. Teamsitzungen finden sporadisch, höchstens zwei mal im Jahr statt. Die Ankündigung ebendieser findet sehr kurzfristig statt. Derzeit wird ein Wechsel von Software durchgeführt, dieser hält aber schon seit über einem viertel Jahr an. Es sind derzeit keine klaren Kommunikationswege bekannt. Welche Ansprechpartner dann auch explizit "die richtigen" sind, ist ebenfalls nicht immer klar definiert.
Kollegenzusammenhalt
Das Team ist wirklich super. Ausreißer sind vorhanden, aber es lässt sich wirklich mit allen Kolleg:innen gut aushalten.
Work-Life-Balance
Aktuell kommt es immer wieder zu kurzfristigen Personalausfällen. Dies mündet in kurzfristigem Einspringen. Urlaubsanträge werden überwiegend nicht bewilligt. Durch Ansetzen spontaner Termine, kommt es zu unvorhergesehenen Terminkollisionen, was die Planungssicherheit negativ beeinflusst. Positiv anzumerken ist, dass die Nächte überwiegend recht ruhig sind. So muss man tagsüber nicht nachschlagen. Es gibt 30 Urlaubstage bei 6 zusätzlichen für Wechselschicht und einer 42,5 Stundenwoche.
Vorgesetztenverhalten
Durchwachsen. Derzeit bildet ein Dreiergespann die Spitze. Mit allen besteht ein vertrauensvolles Zusammenarbeiten. Die Disziplin an der Wache hat stark nachgelassen, da es keine Sanktionen für Fehlverhalten gibt. Potential besteht bei der Integrität, da Personalentscheidungen und Führungskonflikte teilweise im Wachraum bei einem Kaffe besprochen werden.
Interessante Aufgaben
Das ist das riesengroße Plus. Die Einsätze sind nur sehr selten auf "Stadtrettungs-Niveau". Die meisten Einsätze finden bei objektiv erkrankten Menschen statt. Ebenso besteht die Möglichkeit sich mit Einzubringen und sich auch neben den Einsätzen einzubringen.
Gleichberechtigung
Hier ist es kein Problem, nicht dem heteronormativem Groh zu entsprechen. Auch Frauen im Rettungsdienst werden nicht als Belastung angesehen. Hier kann ich wirklich nur gute Worte verlieren
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich das beurteilen kann gut.
Es werden Vierziger und Fünfziger neu eingestellt, wobei ich nicht beurteilen kann, ob dies Altruismus oder der prekären Personalsituation geschuldet ist.
Mitbekommen habe ich, dass es Probleme mit Altverträgen gab, dies hat sich durch den seit 1.1. geltenden Tarifvertrag geändert.
Arbeitsbedingungen
Fahrzeugdefekte bestehen etwas lange. Es bestehen oftmals Materialengpässe, diese seien den Lieferbedingungen geschuldet. Ein Fahrzeug mit ergonomischen Arbeitsmitteln ist vorhanden, steht jedoch nur als Ersatzfahrzeug bereit. Der Fuhrpark an sich ist modern, jedoch gibt es keine wirklichen Innovationen im Bereich der Anschaffung. Momentan ist nur bemerkbar was alles nicht läuft. Urlaub wird nicht genehmigt, der Rahmendienstplan wird das zweite mal in diesem Jahr umgestellt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier könnte die Mülltrennung optimiert werden. Das Verwenden von Einmalprodukten und dem damit verbundenem Müll ist der Branche geschuldet
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wurde mit einem Tarifvertrag angepasst. Es gibt eine Möglichkeit sich ein Jobrad zu Sonderkonditionen zu leasen und einen Zuschuss von monatlich 30€ zur Mitgliedschaft im Fitnesstudio, wenn das Trainieren durch die Mitarbeitenden nachgewiesen wird.
Image
Die Außenwirkung in der Bevölkerung (vor allem lokal) ist wirklich gut. Der Dachverband gibt aber durch dessen Agieren sein bestes, dieses anzugreifen.
Karriere/Weiterbildung
Leider sind die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten limitiert. Dies ist dem Beruf an sich geschuldet, jedoch auch dem Dienstplan, sodass Fortbildungen wie Praktika in der Anästhesie, durch die Ausbildung zwar initiiert werden konnten, dem der Dienstplan und der Personalmangel entgegensteht.