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Fehlende Anerkennung, mangelnder Respekt im Arbeitsalltag und Führung durch Druck statt durch Vertrauen

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei ASBIT Service & Produkte GmbH in Leipzig gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuhebende Punkte sind nur schwer zu benennen, da die Arbeitsbedingungen und der Führungsstil den Gesamteindruck stark negativ prägen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Negativ fallen insbesondere die stark hierarchische Führungskultur, die eingeschränkte Kommunikation auf Augenhöhe sowie die geringe Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden auf. Hinzu kommen mangelnde Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung, fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten und eine insgesamt hohe Belastung durch Druck und Kontrolle im Arbeitsalltag.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungspotenzial besteht insbesondere in den Bereichen Führungskultur und Kommunikation. Ein stärkerer Austausch auf Augenhöhe sowie mehr Offenheit für konstruktives Feedback würden das Arbeitsumfeld deutlich verbessern.

Darüber hinaus wären transparente und faire Regelungen bei Arbeitszeit, Urlaub und Überstunden wichtig, um mehr Planungssicherheit und Vertrauen zu schaffen. Auch eine stärkere Förderung von Mitarbeitenden durch Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten könnte die langfristige Bindung und Motivation erhöhen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist von Druck, Kontrolle und fehlender Wertschätzung geprägt. Der Umgangston seitens der Führung wird häufig als herablassend empfunden. Ein hohes Arbeitspensum und regelmäßige Überstunden werden als selbstverständlich vorausgesetzt, ohne dass dies entsprechend anerkannt oder ausgeglichen wird.

Im Unternehmen herrscht eine spürbare Kultur der Vorsicht. Viele Mitarbeitende vermeiden es, Probleme offen anzusprechen oder Kritik zu äußern. Bei Anwesenheit der Geschäftsführung verändert sich die Stimmung oft schlagartig – Gespräche verstummen, Mitarbeitende ziehen sich zurück und es entsteht der Eindruck, dass Fehlervermeidung wichtiger ist als konstruktive Zusammenarbeit.

Ein positives Arbeitsklima ist kaum erkennbar. Die entspannteren und produktiveren Phasen sind häufig jene, in denen die direkte Einflussnahme der Führungsebene geringer ist. Wer ein von Vertrauen, Respekt und Wertschätzung geprägtes Arbeitsumfeld sucht, dürfte hier enttäuscht werden.

Image

Nach außen wird ein starkes Marktführer-Image kommuniziert, das intern nur eingeschränkt bestätigt wird. Die tatsächlichen Abläufe und Strukturen wirken weniger stabil als in der Außendarstellung vermittelt.

Auch im Umgang mit Geschäftspartnern entstehen teilweise Schwierigkeiten, insbesondere im Zusammenhang mit Zahlungsabwicklungen, was die Zusammenarbeit belastet.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist stark eingeschränkt. Es bestehen feste Arbeitszeiten ohne Gleitzeitregelung, wodurch eine flexible Gestaltung des Arbeitstages kaum möglich ist. Urlaubstage sind nicht einheitlich geregelt, sondern werden individuell verhandelt, wobei der Umfang je nach Einstieg unterschiedlich ausfällt und insgesamt begrenzt bleibt.

Die Urlaubsplanung gestaltet sich häufig schwierig, da Freigaben teilweise erst kurzfristig erfolgen und aktiv nachverfolgt werden müssen. Eine verlässliche langfristige Planung ist dadurch nur eingeschränkt möglich.

Auch kurzfristige Abweichungen von der Arbeitszeit, wie ein früheres Verlassen des Arbeitsplatzes, müssen im Einzelfall abgestimmt und genehmigt werden. Überstunden fallen regelmäßig an und werden weder finanziell noch durch Freizeit ausgeglichen.

Insgesamt entsteht der Eindruck eines stark kontrollierten Arbeitsumfelds, in dem Flexibilität und eigenverantwortliche Zeiteinteilung kaum vorgesehen sind. Dies führt zu einer deutlichen Belastung der Work-Life-Balance.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind im Unternehmen kaum vorhanden. Externe Schulungen oder Weiterbildungen werden nur sehr eingeschränkt unterstützt und erfolgen, wenn überhaupt, meist nur bei gesetzlicher Notwendigkeit.

Eine aktive Förderung der fachlichen oder persönlichen Entwicklung der Mitarbeitenden ist nicht erkennbar. Der Fokus liegt stark auf Kostenvermeidung, wodurch Investitionen in Weiterbildung nur selten stattfinden. Insgesamt entstehen dadurch nur geringe Perspektiven für berufliche Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt bewegt sich eher am unteren Ende des Marktes. Bereits bei der Einstellung sollte daher sorgfältig verhandelt werden, da spätere Gehaltsanpassungen nur schwer durchsetzbar sind und häufig wiederholt eingefordert werden müssen. Zusätzliche Benefits oder freiwillige Leistungen werden kaum angeboten.

Auch bei Sonderurlaub entsteht der Eindruck, dass entsprechende Ansprüche nicht immer aktiv unterstützt oder transparent gehandhabt werden. Insgesamt bietet das Unternehmen im Bereich Gehalt und Zusatzleistungen wenig Anreize und liegt hinter vielen vergleichbaren Arbeitgebern zurück.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird versucht, viele Prozesse digital abzubilden und den Papierverbrauch zu reduzieren. Dadurch werden Ressourcen eingespart und unnötiger Druck vermieden. Ein umfassendes Umwelt- oder Nachhaltigkeitskonzept ist darüber hinaus jedoch kaum erkennbar. Gleichzeitig wirkt der Fokus auf Kostenreduzierung teilweise stärker ausgeprägt als ein tatsächliches Engagement für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Dies steht aus Sicht der Mitarbeitenden teilweise im Widerspruch zu anderen Unternehmensentscheidungen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt leidet deutlich unter der vorherrschenden Unternehmenskultur. Statt eines gemeinsamen Miteinanders entsteht häufig der Eindruck, dass viele Beschäftigte in erster Linie versuchen, sich selbst abzusichern und mögliche Konflikte mit der Geschäftsführung zu vermeiden.

Verantwortlichkeiten werden nicht immer klar übernommen und Aufgaben werden teilweise weitergereicht, um mögliche Konsequenzen bei Fehlern zu vermeiden. Tritt ein Problem auf, steht häufig die Frage nach der Schuld im Vordergrund, anstatt gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Dies führt zu einer Atmosphäre des Misstrauens und erschwert eine offene und kollegiale Zusammenarbeit.

Zusätzlich wirkt sich die hohe Fluktuation negativ auf den Teamzusammenhalt aus. Mitarbeitende verlassen das Unternehmen regelmäßig, während gleichzeitig fortlaufend neue Kolleginnen und Kollegen eingearbeitet werden müssen. Dadurch können sich stabile Teams und vertrauensvolle Arbeitsbeziehungen nur schwer entwickeln. Besonders bedauerlich ist, dass erfahrene und engagierte Mitarbeitende das Unternehmen immer wieder verlassen, wodurch wertvolles Wissen verloren geht und die verbleibenden Teams zusätzlich belastet werde

Umgang mit älteren Kollegen

Ein unterschiedlicher Umgang mit älteren oder jüngeren Mitarbeitenden ist nicht erkennbar. Die wenig wertschätzende und stark hierarchische Führungskultur betrifft alle Beschäftigten gleichermaßen, unabhängig von Alter oder Betriebszugehörigkeit.

Vorgesetztenverhalten

Das Führungsverhalten wird als sehr personenbezogen und wenig berechenbar wahrgenommen. Entscheidungen und Reaktionen wirken teilweise stark von persönlichen Einschätzungen abhängig. Kritik wird häufig nicht als Anlass für einen konstruktiven Austausch genutzt, sondern kann negative Konsequenzen für die betroffenen Mitarbeitenden nach sich ziehen.

Fehler oder vermeintliches Fehlverhalten werden teilweise mit Maßnahmen beantwortet, die von Beschäftigten als Bestrafung empfunden werden. Dadurch entsteht eine Kultur der Vorsicht, in der viele Mitarbeitende versuchen, Konflikte zu vermeiden, anstatt Probleme offen anzusprechen. Dies wirkt sich negativ auf Vertrauen, Motivation und die Bereitschaft aus, Verantwortung zu übernehmen.

Insgesamt entsteht der Eindruck eines Führungsstils, der stärker auf Kontrolle und Sanktionen als auf Vertrauen, Entwicklung und Zusammenarbeit setzt.

Arbeitsbedingungen

Schöne Büroräume und höhenverstellbare Schreibtische sorgen zunächst für einen guten Eindruck. Dieser wird jedoch durch fehlende Klimatisierung, eine teilweise veraltete technische Ausstattung und wiederkehrende IT-Probleme relativiert. Zusätzliche Angebote wie kostenloses Wasser oder eine Kaffee-Flatrate gibt es nicht. Parkplätze stehen nicht für alle Mitarbeitenden zur Verfügung, und die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist eher eingeschränkt.

Kommunikation

Die Kommunikation erfolgt überwiegend per E-Mail oder Telefon, da die Geschäftsführung häufig erst sehr spät oder teilweise gar nicht vor Ort ist. Ein regelmäßiger persönlicher Austausch findet daher nur eingeschränkt statt.

Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist nicht erkennbar. Andere Meinungen oder kritische Rückmeldungen stoßen häufig auf wenig Offenheit, wodurch konstruktive Diskussionen erschwert werden. Entscheidungen werden überwiegend einseitig getroffen und selten hinterfragt. Insgesamt entsteht der Eindruck einer stark hierarchischen Unternehmenskultur, in der die Sichtweise der Geschäftsführung maßgeblich ist und abweichende Perspektiven nur begrenzt Gehör finden.

Dies führt dazu, dass die Mitarbeitenden ihre Meinung zurückhalten und wichtige Themen nicht offen angesprochen werden. Eine offene Feedback- und Kommunikationskultur ist aus Sicht vieler Beschäftigter nicht vorhanden.

Gleichberechtigung

Gleichbehandlung ist nur eingeschränkt erkennbar. Mitarbeitende in vertriebsnahen und umsatzrelevanten Positionen werden häufig bevorzugt behandelt, während administrative Funktionen deutlich weniger Wertschätzung und Aufmerksamkeit erhalten. Die Unternehmenskultur ist stark hierarchisch geprägt, eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe findet kaum statt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben und Projekte bieten grundsätzlich interessante und abwechslungsreiche Inhalte. Das Tätigkeitsfeld ist vielfältig und ermöglicht es, unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln sowie fachlich interessante Themen zu bearbeiten.

Die positiven Aspekte der Arbeit werden jedoch durch die Rahmenbedingungen erheblich überschattet. Das Arbeitsumfeld, die Unternehmenskultur und der Umgang mit Mitarbeitenden beeinträchtigen die tägliche Arbeit deutlich. Dadurch geht ein großer Teil der Motivation und Freude an den eigentlich interessanten Aufgaben verloren.

Die Tätigkeit selbst bietet Potenzial, dieses kann aufgrund der bestehenden Arbeitsbedingungen jedoch nur eingeschränkt zur Geltung kommen.

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