Früher ein angenehmes Unternehmen mit flachen Hierarchien, jetzt die Hölle auf Erden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den verzweifelten Versuch einiger Führungskräfte, den Druck von oben soweit sie können von den Mitarbeitenden fernzuhalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die aktuelle Firmenphilosophie. Früher waren wir Menschen, später nur noch Zahlen.
Verbesserungsvorschläge
Findet zurück zu euren alten Werten. Ihr wärt einmal eine kleine Familie innerhalb der Callcenter-Branche, die grundsätzlich durch Druck geprägt ist.
Arbeitsatmosphäre
Seit dem Führungswechsel in Elberfeld wird nur noch über Angst geführt. Aussagen wie "Ihr seid alle ersetzbar" oder "Dann schmeiß ich euch halt alle raus" sind an der Tagesordnung. Mitarbeitende schleppen sich krank zur Arbeit, weil die Angst vor der Kündigung haben - und das nicht ohne Grund. Auch wenn Kritik geäußert wird, landet man sofort auf der Abschussliste.
Image
Es wird einiges versucht, leider alles fehlgeleitet. Den Mitarbeitern wird verboten, vor der Tür zu rauchen ("Wie sieht das denn aus?"), stattdessen sollen sie in ihrer Kurzpause das Firmengelände verlassen. Versicherungstechnisch sehr schwierig.
Work-Life-Balance
Verpflichtende Überstunden an einem Samstag ohne Ausgleichstag.
Karriere/Weiterbildung
Die Schulungen sind durchdacht und hilfreich, ebenso die Ausbildung der Führungskräfte. Schade ist, dass es wenig Möglichkeiten gibt, sich darüber hinaus weiterzubilden, oder Mitarbeitende aus der Schulung, um die sie gebeten haben, wieder abgemeldet werden, weil zu viel zu tun ist.
Gehalt/Benefits
Hier kommt es auf die Position an. Grundsätzlich ist es so, dass die Kundenberater*innen am meisten verdienen - vorausgesetzt sie arbeiten im Vertrieb und performen gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein Papierkrieg sondergleichen. Es werden neue Möbel besorgt (keine ergonomischen, sondern lieber Mülleimer, die die Leitung hübscher findet als die alten), die alten landen auf dem Müll.
Kollegenzusammenhalt
Durchwachsen. Die Standortleitung gibt sich große Mühe, sich gerade bei den Neulingen "Spione" zu suchen, die ihr alles erzählen. Wenn diese keine Lust mehr auf das Spiel haben, folgt die Kündigung. Bei den alten Hasen kommt sie damit zum Glück nicht weit.
Umgang mit älteren Kollegen
Früher war es anders, da gab es viele ältere Kollegen. Natürlich ist der Schnitt in einem Callcenter immer relativ jung, seit die neue Standortleitung da ist, wird den Älteren allerdings keine Zeit mehr gegeben, neue Dinge zu lernen. Schaffen sie es nicht in der gleichen Zeit wie die 18-jährigen, werden sie gekündigt.
Vorgesetztenverhalten
Unterirdisch. Jede*r, der/die nicht nach der Pfeife der Standortleitung passt, wird gekündigt. Diejenigen, denen sie nicht direkt vorgesetzt ist, werden von ihr systematisch rausgemobbt.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist veraltet, höhenverstellbare Tische werden selbst mit ärztlichem Attest erst nach Monaten oder auch ganz gern mal gar nicht besorgt.
Kommunikation
Flurfunk funktioniert extrem gut, alles was gesagt oder getan wird gelangt zur Standortleitung und wird von da aus überall verbreitet, auch gerne mal Dinge, die nicht wahr sind. Die verschiedenen Standorte werden soweit wie möglich voneinander ferngehalten, was vermutlich daran liegt, dass die einen Benefits bekommen und die anderen nicht (z.B. Homeoffice oder ein zusätzlicher Urlaubstag nach Bestehen der Probezeit).
Gleichberechtigung
Auf Herkunft und Religion wird gar nicht geachtet, hier werden durchaus alle gleich behandelt. Allerdings scheint die neue Leitung ein Problem mit anderen Frauen zu haben, da diese überdurchschnittlich oft Ziel ihrer Intrigen werden - insbesondere wenn sie jünger sind als sie.
Interessante Aufgaben
Je nach Abteilung können die Aufgaben durchaus interessant sein.


