Springen Sie nicht auf das sinkende Schiff!! Von vorne bis hinten eine Red Flag!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Schöne Bürolage und MacBooks :-) das war's.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zusammengefasst aus jeder der Kategorien:
- Stressige, toxische Arbeitsatmosphäre
- abteilungsübergreifendes unkollegiales Verhalten und den anderen möglichst in die Pfanne hauen
- keine klare Unternehmensausrichtung von oben mit schlechter Kommunikation nach unten von Geschäftsführung, Abteilungsleitern und zwischen den Abteilungen
- katastrophales Image bei Kunden (unbekannt) und Mitarbeitern (unbeliebt)
- Fragwürdiges Gehalt und nicht vorhandene Sozialleistungen
Verbesserungsvorschläge
Leider gibt es so viel in allen möglichen Bereichen zu verbessern, dass es müßig ist hier anzufangen.
Arbeitsatmosphäre
Stressig, toxisch, manipulativ und komplett am Boden. Seit geraumer Zeit läuft das Geschäft alles andere als gut, was sich definitiv auf die Mitarbeiter auswirkt. Jeder muss jeden Tag damit rechnen gekündigt zu werden. Dies wird auch nie richtig kommuniziert sondern man ist vom einen auf den anderen Tag weg ohne Übergabe. Letztes Jahr gab es Massenentlassungen (mehr als 20 Leute gleichzeitig) und mehrere "Wechsel" bei den Abteilungsleitern. Viele neue Kollegen werden teilweise nach 1-2 Monaten innerhalb der Probezeit gekündigt. Und das nicht weil sie keine gute Arbeit geleistet haben, sondern weil die Geschäftsführung oder Abteilungsleiter teilweise keine richtige Bedarfsplanung haben oder die Prioritäten so schnell wieder ändern, dass die Stelle auf einmal nicht mehr benötigt wird. In meinen Jahren ist dies mehrmals in den verschiedenen Abteilungen vorgekommen.
Image
Keiner kennt asgoodasnew. "Wir machen sowas wie rebuy" und erst dann wissen die Leute etwas damit anzufangen. Bei den (Ex-)Mitarbeitern ist das Image komplett zerstört. So gut wie niemand verlässt das Unternehmen im Guten und es folgen häufig Rechtstreits aufgrund der komische Machenschaften der Geschäftsführung und Personalabteilung.
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden. Der Stress, der hier verbreitet wird, ist die Arbeit definitiv nicht wert.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung existiert nicht und Karriere mit Aufstiegsmöglichkeiten ist hier so gut wie nicht möglich. Dafür gibt es die Unternehmensgröße und -struktur nicht her.
Gehalt/Benefits
Große Diskrepanz zwischen den Standorten und einzelnen Personen. Deutlich unter dem Markt und Sozialleistungen wirklich sehr schlecht. Deutschlandticket oder Urban Sports Club wird es wohl niemals geben. Die Mitarbeiterrabatte für Produkte sind nicht der Rede wert und lohnen sich durch die vielen Gutscheinaktionen des Unternehmens kaum bis gar nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Geschäftsmodell gibt es eigentlich her aber sicherlich auch mehr Greenwashing als man denkt. Nachhaltigkeit spielt im Verkauf nur eine untergeordnete Rolle. Der Preis gibt den Ton an und hier dreht sich alles um die Preise.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams teilweise vorhanden. Das Leiden schweißt zusammen, aber abteilungsübergreifend mehr Kampf, der auch von den Abteilungsleitern angestachelt wird. Teilweise Grüppchenbildungen, die schon seit Jahren zusammenarbeiten, sich wie die Könige fühlen, die alles richtig machen und bei Fehlern nur auf Andere zeigen.
Umgang mit älteren Kollegen
Viele langjährige Kollegen im Unternehmen, die Fortschritt aktiv verhindern. Es wird wenig vor der eigenen Haustür gekehrt und die Schuld bei anderen gesucht. Hauptsache man ist selbst aus dem Schneider. Als junger, frischer Kollege wird man i.d.R. benachteiligt im Gegensatz zu den langjährigen Kollegen. Von Gleichberechtigung kann hier keine Rede sein und die frische Energie verschwindet mit jeder Kündigungswelle.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist teilweise erschreckend und nicht akzeptabel. Von der Geschäftsführung wird keine klare Struktur oder Ausrichtung vorgegeben, was auf die Mitarbeiter abfärbt. Es werden immer mehr Leute im C-Level eingestellt und die Blase noch weiter aufgeblasen während es an operativer Power fehlt - Hauptsache ein weiterer Wasserkopf, der nichts zur Wertschöpfung beiträgt. Man sollte wissen, dass das Tagesgeschäft sehr volatil ist und sobald an einem Tag mal die Umsätze nicht stimmen, bricht Panik aus und alles muss über Bord geschmissen werden. Leider habe ich auch mal mehr, mal weniger unterschwellige sexistische, rassistische und beleidigende Kommentare über andere Kollegen mitbekommen und selbst erfahren.
Arbeitsbedingungen
Neues, modernes Büro, was sich mit einer anderen Agentur geteilt wird. Großraumbüro mit entsprechender Lautstärke. Teilweise nicht genug Arbeitsplätze an den Haupttagen, aber gleichzeitig ist es erwünscht, dass jeder so oft wie möglich ins Büro kommt (natürlich kein Zwang). Schöne Aussicht auf die Spree und schöne Dachterrasse. Keine höhenverstellbaren Schreibtische.
Kommunikation
Ich habe selten in meiner beruflichen Laufbahn eine schlechtere Kommunikation als bei asgoodasnew erlebt. Es gab lange Zeit keinen richtigen On- oder Offboarding Prozess. Jetzt gibt es einen und keiner hält sich dran. Sachen werden vergessen oder ignoriert. Das interne Wiki wird von niemandem gepflegt und man muss sich selbst durch uralte Beiträge wühlen.
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann leider nicht die Rede sein. 99% der Führungskräfte sind Männern und weite Teile der Teams auch. Es gibt ein starkes Ungleichgewicht zwischen den Kollegen am Standort Berlin und Frankfurt Oder.
Interessante Aufgaben
Ich konnte mich nicht beklagen, jedoch gibt auch sehr viele stumpfe Aufgaben, die mit moderneren oder fortschrittlicheren Systemen längst nicht mehr nötig wären. Die Systemlandschaft ist so alt, dass selbst kleinste Änderungen nicht möglich oder so kompliziert sind, dass sie monatelange Arbeit benötigen und häufig in irgendwelchen Tickets untergehen bis niemand mehr weiß, warum das gebraucht wird oder die Person, die es angestoßen hat, nicht mehr im Unternehmen ist.

