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Architekten
Bewertung

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Starkes Image nach außen – intern GROßE strukturelle Probleme.

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei asp architekten gmbh in Stuttgart gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kritisch sehe ich insbesondere den Umgang mit personellen Veränderungen. In einem bestimmten Zeitraum kam es zu mehreren Kündigungen innerhalb eines Teams, von denen überwiegend Mitarbeitende mit internationalem Hintergrund betroffen waren. Für viele im Büro wirkten diese Entscheidungen wenig transparent, und die kommunizierten Gründe wurden nicht immer als nachvollziehbar empfunden.

Gleichzeitig wurden kurz darauf neue Mitarbeitende eingestellt, was bei einigen Kolleg:innen zusätzliche Fragen zur strategischen Planung und zur Transparenz solcher Personalentscheidungen aufgeworfen hat.

Solche Situationen haben im Team zu Verunsicherung geführt und den Eindruck entstehen lassen, dass Kommunikation und Transparenz bei wichtigen Personalentscheidungen verbessert werden könnten.

Verbesserungsvorschläge

Neben der fachlichen Qualität der Projekte sollte stärker in eine nachhaltige Unternehmenskultur investiert werden. Dazu gehören transparente Personalprozesse, eine funktionierende HR-Struktur sowie echte Maßnahmen zur Motivation und Entwicklung der Mitarbeitenden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hängt stark vom jeweiligen Team ab. Unter Kolleg:innen wird der Umgang im Alltag häufig als freundlich und relativ entspannt erlebt, besonders in informellen Momenten oder Pausen.

Gleichzeitig ist die Hierarchie im Büro deutlich spürbar. Entscheidungen bleiben stark bei der Geschäftsführung, und Verantwortung wird nur begrenzt delegiert. Dadurch entsteht teilweise eine Atmosphäre von Kontrolle und wenig Vertrauen in die Mitarbeitenden.

Image

Das Büro hat nach außen ein sehr gutes Image und ist in der Architektur- und Stadtplanungsbranche bekannt. Viele Projekte sind sichtbar und werden fachlich wahrgenommen.

Gleichzeitig unterscheidet sich die interne Arbeitsrealität teilweise von diesem äußeren Bild, insbesondere im Hinblick auf Arbeitskultur, Kommunikation und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance hängt stark von der jeweiligen Projektphase ab. In Zeiten hoher Auslastung kommt es regelmäßig zu Überstunden, auch weil Prioritäten nicht immer klar gesetzt werden oder bei kurzfristigen Ausfällen von Kolleg:innen keine klaren Vertretungsstrukturen bestehen.

Flexible Arbeitsmodelle sind nur begrenzt vorhanden. Homeoffice wird organisatorisch und technisch nur eingeschränkt unterstützt, und viele Arbeitsprozesse sind weiterhin stark auf Präsenz im Büro ausgerichtet.

Karriere/Weiterbildung

Strukturierte Entwicklungsgespräche oder langfristige Karriereplanung sind nur begrenzt vorhanden. Mitarbeitergespräche finden eher unregelmäßig statt und müssen häufig aktiv eingefordert werden.

Auch Gehaltsentwicklungen werden nicht regelmäßig thematisiert, und transparente Strukturen für Entwicklungsschritte oder Gehaltserhöhungen sind nicht klar erkennbar.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt liegt im Vergleich zur Arbeitsbelastung eher im unteren Bereich der Branche. Gehaltsanpassungen erfolgen nicht automatisch und müssen in der Regel aktiv angesprochen werden. Klare oder transparente Strukturen für regelmäßige Gehaltsentwicklungen sind nicht erkennbar.

Zusätzliche Leistungen wie Weihnachtsgeld, Boni oder inflationsbezogene Anpassungen sind nicht üblich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Fachliche Themen wie Architektur, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Verantwortung werden im Büro regelmäßig diskutiert, zum Beispiel im Rahmen des „Freitagsformats“, bei dem Projekte vorgestellt oder externe Gäste eingeladen werden. Diese Initiativen zeigen grundsätzlich ein Interesse an fachlichem Austausch und gesellschaftlichen Fragestellungen.

Gleichzeitig entsteht im Arbeitsalltag teilweise der Eindruck, dass soziale Aspekte innerhalb des Unternehmens noch stärker berücksichtigt werden könnten, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Mitarbeitenden und die interne Unternehmenskultur.

Auch bei personellen Veränderungen wurde die Kommunikation von einigen Mitarbeitenden als wenig transparent wahrgenommen. In einzelnen Fällen betrafen diese Entscheidungen auch Mitarbeitende mit familiären Verpflichtungen, was im Team Fragen zur sozialen Verantwortung und zur Fairness solcher Entscheidungen aufgeworfen hat.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter Kolleg:innen hängt stark vom jeweiligen Team ab. In informellen Momenten gibt es Austausch und gegenseitige Unterstützung.

Im Arbeitsalltag bleibt der Kontakt jedoch teilweise eher distanziert, und ein aktiver Austausch über Teamgrenzen hinweg findet nicht immer statt. Für internationale Mitarbeitende könnte die Integration stärker gefördert werden.

Gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Arbeitsalltags, wie Büroausflüge oder Teamevents, finden kaum statt. Dadurch bleiben Möglichkeiten, den Zusammenhalt im Büro zu stärken, teilweise ungenutzt.

Vorgesetztenverhalten

Das Führungsverhalten ist stark hierarchisch geprägt. Viele Entscheidungen werden zentral getroffen, und Verantwortung wird nur begrenzt delegiert. Die Arbeitsweise wird teilweise als kontrollierend wahrgenommen.

Kritik wird gelegentlich in einem Rahmen geäußert, der von Mitarbeitenden als wenig wertschätzend empfunden wird. Eine stärker vertrauensbasierte Führungskultur könnte zur Motivation und Stabilität der Teams beitragen.

Arbeitsbedingungen

Die technischen Arbeitsbedingungen könnten verbessert werden. Ein Teil der Hardware ist veraltet, was sich im Arbeitsalltag durch langsame Rechner bemerkbar macht.

Auch die IT-Infrastruktur wirkt teilweise wenig modern und ist stark auf Präsenzarbeit im Büro ausgerichtet. Mobiles Arbeiten oder Homeoffice ist dadurch technisch und organisatorisch nur eingeschränkt möglich.

Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb der Teams funktioniert im Alltag meist direkt und pragmatisch. Auf Büroebene fehlt jedoch teilweise Transparenz über Entscheidungen und deren Hintergründe. Informationen werden nicht immer vollständig oder rechtzeitig weitergegeben.

Dadurch sind Prioritäten manchmal unklar oder ändern sich kurzfristig, was die Planung innerhalb der Teams erschweren kann.

Gleichberechtigung

In Bezug auf Gleichbehandlung besteht aus Sicht vieler Mitarbeitender noch Verbesserungspotenzial. Teilweise entsteht der Eindruck, dass internationale Mitarbeitende andere Entwicklungsmöglichkeiten oder Arbeitsbedingungen haben als deutsche Kolleg:innen.

Auch bei der Verteilung von Arbeitsbelastung wird die Situation nicht immer als ausgewogen wahrgenommen.

Interessante Aufgaben

Das Büro arbeitet an vielen interessanten Projekten, und fachliche Themen im Bereich Architektur und Stadtentwicklung werden regelmäßig diskutiert. Dadurch entstehen grundsätzlich gute Möglichkeiten, sich inhaltlich weiterzuentwickeln.

In der Praxis bleiben diese Potenziale jedoch teilweise begrenzt, da Entscheidungsprozesse stark zentralisiert sind und Mitarbeitende nur eingeschränkt Verantwortung übernehmen können.


Umgang mit älteren Kollegen

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.