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Inkompetenz, Chaos und Drohungen – willkommen bei ATAL

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2020 im Bereich Administration / Verwaltung in Zossen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Leider nichts, was ich glaubhaft positiv hervorheben könnte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Rechtsverstöße, Mobbing, Ausbeutung, fehlende Kommunikation, Angstkultur, keine Planung, keine Verantwortung. Die Liste ist lang.

Verbesserungsvorschläge

Fangen Sie bei der Einhaltung des deutschen Arbeitsrechts an. Stellen Sie kompetentes Führungspersonal ein. Hören Sie auf, Ihre Mitarbeiter:innen wie Erfüllungsgehilfen zu behandeln. Und melden Sie Ihre Fahrzeuge bitte ordnungsgemäß an.
Am besten kehren Sie zurück nach Polen – dort mag Ihr autoritärer, rechtsferner Führungsstil vielleicht noch durchgehen. Aber Sie agieren in Deutschland. Hier gelten andere Regeln. Zeit, das endlich zu begreifen.

Arbeitsatmosphäre

Ständig angespannte Stimmung, geprägt von Misstrauen, Schuldzuweisungen und internen Machtspielchen. Keine Wertschätzung, keine Offenheit. Die Atmosphäre war zusätzlich von verbalem Mobbing geprägt – Druck, Demütigung und unterschwellige Drohungen gehörten zum Alltag. Überstunden waren an der Tagesordnung und wurden weder dokumentiert noch vergütet. Wer sich wehrte, wurde schnell als illoyal abgestempelt.

Image

Außen hui, innen pfui. Der schöne Schein kann nicht über massive Missstände und Rechtsbrüche hinwegtäuschen.
Besonders bizarr: Die firmeneigenen Anwälte behalten sich vor, ehemalige Mitarbeitende auf Schadensersatz zu verklagen – falls durch Beschwerden oder Whistleblowing das „Image“ des Unternehmens leidet.
Wären gesetzliche Vorgaben tatsächlich eingehalten worden, wäre das vielleicht nachvollziehbar. Aber so? Das ist das Verhalten einer Briefkastenfirma – und nicht einer Tochtergesellschaft eines großen, börsennotierten polnischen Bauträgers.

Work-Life-Balance

Arbeiten bei diesem Unternehmen bedeutet, dass man sein gesamtes Privatleben aufgeben muss. Freizeit, Hobbys, Familie? Unerwünscht. Es wird erwartet, dass man rund um die Uhr verfügbar ist. Wer sich herausnimmt, ein Privatleben zu haben, wird als unengagiert abgestempelt. Dein:e Partner:in kann getrost vergessen, dass es dich gibt. Es sei denn, du bist eine Alleinstehende über vierzig mit einer Katze, ohne Hobbys und voller Begeisterung für die "Idee" – dann passt du perfekt ins Konzept.

Karriere/Weiterbildung

Karrierechancen? Weiterbildung? Prämien? Fehlanzeige. Es gibt kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, keine betriebliche Altersvorsorge, keine Fitnesszuschüsse – keinerlei Benefits. Und wer auf eine Gehaltserhöhung hofft, kann das gleich vergessen. Was du beim Einstieg verhandelst, bleibt dein Lohn – unabhängig von Leistung, Engagement oder wachsender Verantwortung. Perspektive? Nur, wenn man stillhält und sich verbiegen lässt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist absolut nicht angemessen für die Verantwortung, die man trägt – ganz zu schweigen vom Stresslevel. Es gibt keine Prämien, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, keine betriebliche Altersvorsorge, keine Zusatzleistungen wie Fitnesszuschüsse oder Verpflegung. Und wer denkt, nach einiger Zeit eine Gehaltserhöhung zu bekommen, wird enttäuscht: Was du am Anfang verhandelst, bleibt. In meinem Fall wurde sogar der vertraglich vereinbarte Lohn nicht vollständig gezahlt – der Rest wird jetzt vor Gericht verhandelt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kein Umweltkonzept, kein Sozialbewusstsein. Arbeitsrecht wurde regelmäßig gebrochen, Sozialabgaben umgangen.
Auch auf der Baustelle in Dresden herrscht Chaos – Schmutz, Müll, Säcke mit verbrauchten Baumaterialien werden einfach liegen gelassen und verschandeln das Umfeld. Das Ordnungsamt musste mehrfach zur Reinigung auffordern. Statt Verantwortung zu übernehmen, wird einfach weitergewurstelt. Nachhaltigkeit? Fehlanzeige. Es ist einfach nur peinlich.

Kollegenzusammenhalt

Was für Zusammenhalt? Jeder kämpft für sich allein, weil das System auf Überlastung, Misstrauen und permanenter Überforderung basiert. Es gibt keine echte Teamstruktur, keine gemeinsame Verantwortung – nur Chaos, Stress und das ständige Gefühl, im falschen Film zu sein. Wer Kollegialität erwartet, landet hier in der sozialen Wüste.

Umgang mit älteren Kollegen

„Ältere Kollegen“? Die gibt es hier nicht – denn wer über Berufserfahrung und gesunden Menschenverstand verfügt, verlässt diese toxische Struktur früher oder später von selbst. Die Firma setzt gezielt auf junge, motivierte Kräfte – und das nicht, weil man sie fördern will, sondern weil man sie leichter in ein System aus Überforderung, Manipulation und Illusionen über Karrierechancen pressen kann.
Was anfangs nach Aufstiegschancen und Anerkennung aussieht, entpuppt sich als Mühle aus unbezahlten Überstunden, psychischem Druck und ausbleibender Wertschätzung – oder wie in meinem Fall: ohne Lohn und mit einem Gerichtsprozess zum Schluss.

Vorgesetztenverhalten

Führung nach dem Motto: Kontrolle ist besser als Vertrauen – am besten mit Druck, Manipulation und Schuldzuweisungen. Es fehlt an Führungskompetenz, Entscheidungsfreude und Rückgrat. Kritik ist unerwünscht, Eigeninitiative wird als Bedrohung empfunden. Wer Fragen stellt, wird schnell als Problemfall behandelt. Und wehe, man zeigt Grenzen – dann wird das Gesprächsklima schnell giftig.
Hinzu kommt eine polnische Mentalität im Management, die völlig fehl am Platz ist: autoritär, patriarchalisch und ohne jedes Verständnis für den deutschen Arbeitsmarkt oder die Regeln der hiesigen Baubranche. Die Führungskräfte benehmen sich, als stünden sie über dem Gesetz – Pflichten und Verantwortlichkeiten werden ignoriert oder ausgesessen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind ein Witz – allerdings keiner zum Lachen. Dienstwagen? Veraltete Modelle aus Polen, auf polnischen Kennzeichen, mit polnischer Versicherung – nicht selten ohne gültigen Versicherungsschutz in Deutschland. Thema Arbeitssicherheit? Offenbar noch nie gehört.
Selbst die Arbeitsmittel wie Laptops werden aus der polnischen Muttergesellschaft geschickt – inklusive polnischer Tastatur, ohne deutsche Umlaute, ohne Rücksicht auf lokale Anforderungen.
Wer in Deutschland seriös arbeiten will, braucht ein Minimum an Infrastruktur – hier bekommt man bestenfalls ein Flickwerk aus zweitklassiger Ausstattung und Drittwelt-Management.

Kommunikation

Die Kommunikation ist ein reines Machtinstrument. Führungskräfte betreiben systematisch Gaslighting: Zuerst wird vage gesprochen, wichtige Informationen werden ausgelassen oder es wird bewusst geschwiegen. Konkrete Fragen bleiben unbeantwortet. Später wird einem dann eingeredet, man habe alles genau besprochen oder klare Anweisungen erhalten. Das sorgt nicht nur intern für Verwirrung und Frustration – dieselbe Taktik wird leider auch gegenüber externen Partnern und Subunternehmern angewandt.

Gleichberechtigung

Offiziell wird Gleichstellung großgeschrieben, in der Praxis aber nur, wenn es gerade ins Konzept passt. Entscheidungen über Verantwortung, Kommunikation und Beteiligung wirken willkürlich und von persönlichen Sympathien abhängig. Wer sich nicht einfügt – unabhängig vom Geschlecht – wird systematisch an den Rand gedrängt.
Vor allem Führungskräfte mit polnischem Hintergrund zeigen kein Verständnis für deutsche Arbeitskultur oder Gleichberechtigung. Man hat oft den Eindruck, dass gesetzliche Vorgaben als lästige Formalitäten abgetan werden – sie handeln, als gäbe es in Deutschland keine Regeln, die auch für sie gelten.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind weder interessant noch gerecht verteilt. Alles landet bei den wenigen festangestellten Personen, weil das Management zu faul oder unfähig ist, klare Zuständigkeiten zu definieren. Einfluss auf das eigene Aufgabengebiet? Keine Chance – man macht, was gerade liegengeblieben ist, oft ohne Einweisung, ohne Struktur und ohne Sinn.

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