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Bewertung

TopCompany2027

HR von ihrer schlechtesten Seite

1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Forschung / Entwicklung bei Atlas Copco Tools Central Europe GmbH in Essen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Zusammenhalt unter den Kollegen war gut. Meine Erfahrungen mit dem Unternehmen insgesamt, insbesondere mit der HR, waren jedoch überwiegend negativ.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es hat acht Zeugnisentwürfe und über ein Jahr gedauert, bis mir ein Zeugnis zugestellt wurde, das die gesetzlichen Anforderungen halbwegs erfüllt. Dafür waren rechtliche Schritte nötig. Ich empfand das Verhalten der HR als sehr unprofessionell und kann eine Bewerbung in diesem Unternehmen nicht empfehlen.

Die Erteilung eines wohlwollenden Zeugnisses wurde daran geknüpft, dass ich ein Jahr nach meinem Austritt nochmals Support in einem Projekt leiste, in dem ich als Entwickler tätig war.

Auf meine Bitte, die sehr allgemein gehaltene Tätigkeitsbeschreibung zu konkretisieren, lehnte die HR ab und wollte es beim aktuellen Stand belassen. Stattdessen bot man an, meine Tätigkeiten bei Bedarf „informell per Mail“ direkt gegenüber meinem neuen Arbeitgeber zu bestätigen, und das, während ich mich dort noch in der Probezeit befand. Darum hatte ich weder gebeten, noch hatte ich einer Kontaktaufnahme mit meinem neuen Arbeitgeber zugestimmt.

Mängel in den verschiedenen Zeugnisentwürfen, unter anderem:
• falsches Eintrittsdatum im ersten Entwurf: Aus drei Jahren Betriebszugehörigkeit wurden neun Monate
• unterschrieben von Sachbearbeitern bzw. „Payroll Specialists“ statt von einer fachlich zuständigen Führungskraft
• zahlreiche nicht wohlwollende Formulierungen
• kein Briefkopf bzw. -fuß, also keine Angaben zum Unternehmen wie Adresse oder Kontaktdaten
• formale Mängel: sehr dünnes Papier, ein umgeknicktes Blatt, schwache und doppelt gezogene Unterschrift, unpassende Striche am Rand

Selbst nach einem gerichtlichen Vergleich brauchte es drei weitere Entwürfe und mehrere Monate.
Als man mich ein Jahr nach meinem Austritt für mein letztes Projekt brauchte, ging die Korrektur der Mängel plötzlich relativ schnell.
Auch der letzte Entwurf, den ich nach meiner Unterstützung erhielt, war nicht fehlerfrei: Das Layout wurde geändert, obwohl es vorher in Ordnung war. Damit kann ich inzwischen leben, denn alle anderen Mängel waren beseitigt. Ehrlich gesagt wollte ich keine weitere Zeit mit dieser HR verschwenden.
Insgesamt kein vorbildlicher Umgang mit ehemaligen Mitarbeitenden. Anderen Beiträgen hier nach zu urteilen offenbar kein Einzelfall.

Verbesserungsvorschläge

Die HR macht es ehemaligen und aktuellen Mitarbeitenden unnötig schwer.
Ich wurde für ein Projekt bis zum Abschluss benötigt und habe zusätzliche Überstunden geleistet, obwohl die Zahl bereits dreistellig war. Umso mehr hätte ich mir einen wertschätzenderen Offboarding-Prozess gewünscht.
Mein letztes Projekt ging an einen Freelancer. Ich hätte die Kollegen nach meinem Austritt sehr gerne weiter unterstützt, aber bei diesem Verhalten der HR ergab das für mich keinen Sinn.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht angespannt, vor allem durch den Druck aus anderen Abteilungen und unrealistische Zeitvorgaben.

Image

Außerhalb des Unternehmens habe ich kaum positive Rückmeldungen gehört.

Work-Life-Balance

Bis Mitte Juli hatte ich noch meinen vollen Jahresurlaub und über 180 Überstunden angesammelt. Eine bessere Projektplanung hätte die Arbeitsbelastung gleichmäßiger verteilt.

Karriere/Weiterbildung

Hauptsächlich interne Produktschulungen, keine fachlichen Weiterbildungen außerhalb des Unternehmens.

Kollegenzusammenhalt

Die Teamarbeit kam meiner Ansicht nach zu kurz. Bei gemeinsamen Projekten war die Hilfsbereitschaft unter den Kollegen aber gegeben.

Vorgesetztenverhalten

Mein Vorgesetzter konnte aus fachlichen Gründen viele Aspekte meiner Tätigkeit nicht abdecken, und die Anweisungen kamen meist aus anderen Abteilungen. Dadurch waren die Planungen oft unrealistisch.

Kommunikation

In den letzten Wochen vor meinem Austritt gab es nur noch sehr wenig Kommunikation mit dem Vorgesetzten.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt entsprach aus meiner Sicht nicht dem Umfang der Aufgaben und der Verantwortung.

Interessante Aufgaben

Da sich die Vorgesetzten fachlich nicht mit meinem Aufgabengebiet auskannten, gab es große Gestaltungsspielräume, und die Aufgaben waren zunächst abwechslungsreich. Irgendwann konnte ich mich in meinem Bereich aber nicht mehr weiterentwickeln


Arbeitsbedingungen

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Arbeitgeber-Kommentar

Jasmin BrandsPeople, Culture an Digitalization Manager DACH

Liebe Ex-Kollegin, lieber Ex-Kollege,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen mit uns zu teilen. Auch wenn wir es sehr bedauern, dass du deine Zeit bei Atlas Copco Tools Central Europe als überwiegend negativ erlebt hast, schätzen wir deine Offenheit.

Uns ist bewusst, dass die letzten Wochen vor einem Austritt – insbesondere bei hoher Arbeitsbelastung oder in projektintensiven Phasen – herausfordernd sein können. Themen wie Kommunikation, Arbeitsorganisation und ein wertschätzender Offboarding‑Prozess sind uns wichtig, und wir nehmen deine Rückmeldung als Anlass, diese Punkte weiter zu reflektieren und zu verbessern.

Bei Atlas Copco stehen eine offene Gesprächskultur, gegenseitiger Respekt sowie persönliche Entwicklung im Mittelpunkt unseres Handelns. Auch wenn individuelle Erfahrungen unterschiedlich sein können, ist es unser Anspruch, aus Feedback zu lernen und unsere Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Für deinen weiteren beruflichen Weg wünschen wir dir alles Gute und viel Erfolg.

Beste Grüße
Jasmin

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.