Super Team, aber massive Defizite in Führung und Unternehmenskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv hervorzuheben ist der Zusammenhalt im Team – hier konnte man sich immer aufeinander verlassen und hat sich gegenseitig unterstützt. Auch die Kommunikation innerhalb des Teams lief reibungslos.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ aufgefallen ist mir vor allem die katastrophale Kommunikation auf Unternehmensebene. Zwischen den einzelnen Teams herrscht ein spürbares Konkurrenzverhalten, und auch das Verhalten mancher Führungskräfte oberhalb der direkten Vorgesetztenebene ist stark verbesserungswürdig und sorgt streckenweise für ein Klima der Angst. Von Gleichberechtigung kann keine Rede sein – der Inhaber urteilt schnell, und Bevorzugung Einzelner ist deutlich spürbar. Hinzu kommt, dass regelmäßig Mitarbeiter*innen unbegründet entlassen werden, was dem Image des Unternehmens erheblich schadet.
Verbesserungsvorschläge
Es würde sich lohnen, in ergonomische Arbeitsplätze zu investieren, damit das moderne Büro auch gesundheitlich den Anforderungen gerecht wird. Deutlichen Nachholbedarf gibt es zudem bei der unternehmensweiten Kommunikation: Wichtige Entscheidungen sollten die Mitarbeiter*innen direkt erreichen, statt dass sie über Umwege von Kunden davon erfahren. Wünschenswert wäre außerdem ein faireres und transparenteres Miteinander – sowohl zwischen den einzelnen Teams als auch auf Führungsebene, wo Gleichbehandlung statt spürbarer Bevorzugung einzelner Personen im Vordergrund stehen sollte. Auch das Verhalten mancher Führungskräfte sollte überdacht werden, damit kein Klima der Angst entsteht, sondern eines des gegenseitigen Vertrauens. Bei der Vergütung wäre eine faire Angleichung zwischen langjährigen und neu eingestellten Mitarbeiterinnen sinnvoll, ebenso wie eine transparentere Handhabung von Gehaltserhöhungen. Nicht zuletzt sollten interne Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden, etwa durch die Option, die Abteilung zu wechseln, um Mitarbeiter*innen langfristig zu binden.
Arbeitsatmosphäre
Das Büro ist wirklich schön und modern eingerichtet – hier hat man sichtlich Wert auf ein ansprechendes Arbeitsumfeld gelegt. Leider wurde dabei die Ergonomie vernachlässigt, sodass trotz des schicken Designs nicht alle Arbeitsplätze den gesundheitlichen Anforderungen entsprechen. Innerhalb des eigenen Teams war der Zusammenhalt hingegen unfassbar gut – hier hat man sich gegenseitig unterstützt und konnte sich aufeinander verlassen. Etwas getrübt wurde die Atmosphäre allerdings durch ein spürbares Konkurrenzverhalten zwischen verschiedenen Teams, das dem Miteinander im Unternehmen insgesamt nicht zuträglich war.
Image
Das Image des Unternehmens ist sehr schlecht, da der Inhaber regelmäßig Mitarbeiter*innen unbegründet entlässt. Auch die Art und Weise, wie diese Kündigungen ausgesprochen werden, ist absolut inakzeptabel und lässt jeglichen Respekt vermissen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hängt stark davon ab, in welchem Team man arbeitet. Grundsätzlich gibt es feste Schichten, die sehr streng eingehalten werden müssen, was wenig Flexibilität im Alltag lässt. Homeoffice ist zwar grundsätzlich möglich, wird jedoch nicht gerne gesehen, sodass man in der Praxis kaum Gebrauch davon macht.
Karriere/Weiterbildung
Wer sich im Unternehmen weiterentwickeln möchte, hat praktisch keine Chance. Auch ein Wechsel in eine andere Abteilung ist nicht möglich.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist grundsätzlich okay. Auffällig ist jedoch, dass langjährige Mitarbeiterinnen deutlich weniger verdienen als neu eingestellte Kolleginnen. Für eine Gehaltserhöhung muss man zudem regelrecht kämpfen.
Positiv ist, dass man 2 x die Woche Mittagessen erhält sowie die Möglichkeit hat, einen Wellpass zu bekommen. Einen Zuschuss zum Deutschlandticket gibt es ebenfalls.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Umwelt- und Sozialbewusstsein gibt es deutlichen Nachholbedarf – so wird beispielsweise nicht einmal der Müll ordnungsgemäß getrennt.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des eigenen Teams ist der Zusammenhalt einfach super – man kann sich aufeinander verlassen und unterstützt sich gegenseitig. Auch teamübergreifend ist das Verhältnis größtenteils in Ordnung, wobei es die eine oder andere Person gibt, der man nicht uneingeschränkt vertrauen kann.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleg*innen war soweit gut – hier kann ich nichts Negatives berichten.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Vorgesetzter war absolut top – das Vertrauensverhältnis stimmte, und man konnte sich aufeinander verlassen. Geht man jedoch eine Ebene höher, sieht die Sache ganz anders aus: Das Verhalten dort war wenig professionell.
Arbeitsbedingungen
Wie bereits erwähnt, ist das Büro modern eingerichtet, jedoch nicht ergonomisch gestaltet. Die Arbeitsbedingungen wären ansonsten soweit gut, wenn nicht von manchen Führungskräften ein Klima der Angst und Verunsicherung verbreitet würde.
Kommunikation
Innerhalb der einzelnen Teams funktioniert die Kommunikation super – hier läuft der Austausch reibungslos und man ist immer auf dem gleichen Stand. Auf Unternehmensebene sieht das allerdings ganz anders aus: Hier ist die Kommunikation katastrophal. Es kommt vor, dass wichtige Entscheidungen getroffen werden, von denen man als Mitarbeiter*in nicht direkt informiert wird, sondern erst über Umwege von Kunden davon erfährt – ein Zustand, der dringend verbessert werden sollte.
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann hier leider keine Rede sein. Der Inhaber urteilt sehr schnell über Mitarbeiter*innen, und es ist deutlich spürbar, dass es klare Lieblinge gibt, die bevorzugt behandelt werden.
Interessante Aufgaben
Der Bereich Schaden ist fachlich super interessant – da es sich um ein sehr umfassendes Thema handelt, lernt man täglich neue Dinge dazu. Insgesamt waren die Aufgaben gut und abwechslungsreich gestaltet. Wie so oft kommt es aber auch hier stark darauf an, in welcher Abteilung man arbeitet.

