4 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Das Unternehmen ist regional bekannt, solide aufgestellt und bietet grundsätzlich abwechslungsreiche Aufgaben. Besonders positiv sind der Kollegenzusammenhalt, viele engagierte Mitarbeitende, pünktliche Gehaltszahlungen und 31 Tage Urlaub. Wer Eigeninitiative mitbringt, kann je nach Bereich Verantwortung übernehmen und eigene Themen voranbringen.
Schwierig sind aus meiner Sicht vor allem fehlende Transparenz, unklare Zuständigkeiten und zu wenig Verbindlichkeit in Führung und Kommunikation. Viele Themen hängen stark von Bereich, Teamleitung und Eigeninitiative ab, statt klar geregelt oder nachvollziehbar gesteuert zu werden. Dadurch wirken Entwicklung, Aufgabenverteilung, Gehaltsentwicklung und Entscheidungen nicht immer fair oder planbar.
Entscheidungen, Zuständigkeiten und Erwartungen sollten klarer, früher und verbindlicher kommuniziert werden. Karrierewege, Gehaltsentwicklung, Weiterbildung und Aufgabenverteilung sollten transparenter und nach einheitlicheren Kriterien gestaltet und festgehalten werden. Bei Arbeitsbedingungen, Events und Veränderungen wäre mehr Planung, bessere Abstimmung und eine frühere Einbindung der Mitarbeitenden hilfreich.
Die Arbeitsatmosphäre ist grundsätzlich angenehm, hängt aus meiner Sicht jedoch stark von Abteilung, Teamleitung und der jeweiligen Situation ab. Belastend wirken teilweise unklare Rollen, wenig transparente Entscheidungen sowie eine nicht immer nachvollziehbare Verantwortungs- und Fehlerkultur. Lob und Anerkennung sind grundsätzlich vorhanden, erfolgen aber eher punktuell und situativ, etwa in Mitarbeitergesprächen oder auf aktive Nachfrage.
Das Teamgefühl hat in den letzten Jahren allerdings erheblich gelitten.
Das Image nach außen ist aus meiner Sicht deutlich stärker als die Wahrnehmung im Inneren. Regional wirkt das Unternehmen bekannt, modern, familiengeführt, freundlich und grundsätzlich zuverlässig, wenn auch mittlerweile eher hochpreisig.
Das Bild eines modernen Familienunternehmens trifft intern teilweise auf wenig transparente Strukturen und ein nachlassendes Teamgefühl. Auch Erfolge oder Wettbewerbe werden intern nicht immer so erklärt oder eingeordnet, dass daraus echter Stolz entsteht. Regelmäßig bekommt man den Eindruck, dass sich das Unternehmen auf einem guten Weg befindet, aber noch Potential zur Verbesserung hat.
Insgesamt entsteht für mich eine spürbare Lücke zwischen Außenwirkung und interner Realität.
Die Work-Life-Balance ist grundsätzlich in Ordnung, aber stark abhängig von Abteilung, Aufgabe und jeweiliger Teamleitung. Urlaub ist in der Regel möglich und mit 31 Tagen fair geregelt, muss aber innerhalb des Teams abgestimmt und durch Vertretungsregelungen abgesichert werden.
Die Arbeitszeiten orientieren sich je nach Bereich mehr oder weniger an den Öffnungszeiten, gleichzeitig gibt es unterschiedliche Absprachen zu flexiblen Arbeitszeiten, ohne unternehmensweit einheitliche Regelung.
Im persönlichen Austausch lassen sich private Termine, familiäre Themen oder kurzfristige Anliegen meistens gut lösen, sofern es zum Tagesablauf des Betriebs passt.
Homeoffice ist grundsätzlich möglich. Kritisch sehe ich vor allem die Belastung durch die vielen Events. Es fallen regelmäßig Überstunden an. Veranstaltungen werden teilweise kurzfristig kommuniziert und die Verfügbarkeit des Teams wird oft vorausgesetzt, ohne dass sie frühzeitig genug geplant oder konkret vereinbart wird. Überstunden müssen im selben Monat ausgeglichen oder ausbezahlt werden, sammeln nicht möglich - auch am Ende des Monats.
Entwicklung ist grundsätzlich möglich. Es gibt Beispiele, bei denen Mitarbeitende zwischen Bereichen gewechselt sind, neue Aufgaben übernommen oder sich fachlich in andere Themen hineinentwickelt haben. Auch fachliche Schulungen gibt es, vor allem in Bereichen wie Verkauf, Service oder Werkstatt, wenn diese durch Hersteller oder die jeweilige Funktion notwendig sind. Sie wirken aber eher funktions- oder herstellergetrieben als wie ein übergreifendes Entwicklungskonzept.
Kritisch sehe ich die fehlende Struktur bei echter Karriereentwicklung. Klare Karrierepfade, nachvollziehbare Aufstiegskriterien oder transparente Entwicklungsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht kaum erkennbar. Wer sich weiterentwickeln möchte, ist stark auf Eigeninitiative, Bedarf im Unternehmen und einzelne Entscheidungen angewiesen.
Individuelle Weiterbildungen hängen häufig davon ab, ob ein direkter Nutzen für die aktuelle Position gesehen wird. Insgesamt gibt es fachliche Pflichtqualifizierung und punktuelle Entwicklungsmöglichkeiten, aber wenig systematische Förderung von Potenzial, Mehrleistung und langfristiger persönlicher Entwicklung.
Gehalt und Sonderzahlungen werden zuverlässig und pünktlich gezahlt. Es gibt einige Benefits wie betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, JobRad, einen Fitnessstudio-Zuschuss, Gesundheitstage mit regionalen Partnern und je nach Position auch Dienstwagen. Das ist grundsätzlich positiv, wirkt im Gesamtpaket aber eher solide als besonders attraktiv oder modern.
Kritisch sehe ich vor allem die fehlende Transparenz bei Gehaltsentwicklung und Kriterien. Es gibt keine klar erkennbaren Gehaltsbänder oder regelmäßigen Gehaltsrunden, sondern eher Einzelverhandlungen, die je nach Abteilung, Teamleitung und Eigeninitiative unterschiedlich stattfinden. Keine Überstundenzuschläge. Kleine Gehaltserhöhungen müssen aktiv angesprochen und verhandelt werden, was im Verhältnis zur tatsächlichen Aufgabenbreite oder Entwicklung nicht immer passend wirkt. Im Verkauf gibt es durch Ziele zumindest eine gewisse Struktur, in anderen Bereichen ist das weniger greifbar.
Beim Umweltbewusstsein gibt es einige starke Punkte. Es gibt eine große PV-Anlage, LED-Beleuchtung, Erdwärme, Ladestationen für E-Autos und eine Regenwasser-Waschanlage für Fahrzeuge. Außerdem werden E-Autos verkauft, Werkstattstoffe wie Öl und Gefahrstoffe entsprechend behandelt und viele Prozesse sollen digitaler und papierärmer werden. Auch der Neubau wurde nach neustem Kfw-Standard umgesetzt.
Im Alltag wirkt Nachhaltigkeit aus meiner Sicht aber eher dann wichtig, wenn sie auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Bei Kunsomprodukten wie Kaffee, Werbemitteln, Büroausstattung oder Dienstkleidung stehen Nachhaltigkeitsaspekte nicht erkennbar im Vordergrund. Für den Neubau wurde zudem ein großes Biotop mit alten Bäumen, Gebüschen und Sträuchern entfernt, während die Ausgleichsmaßnahmen auf dem Gelände eher überschaubar wirken. Positiv ist, dass einmal jährlich an eine wohltätige Organisation in der Region gespendet wird.
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gut. Im Alltag arbeitet man gut zusammen, hilft sich gegenseitig und die Stimmung untereinander ist meist angenehm. Missgunst habe ich kaum erlebt. Durch die seit Jahren hohe Fluktuation und die Einschränkungen während Corona ist der persönliche Austausch aber deutlich weniger geworden. Viele trennen Arbeit und Privates stärker, was völlig in Ordnung ist, aber das Gemeinschaftsgefühl doch nachhaltig verändert hat.
Der Umgang mit älteren und langjährigen Kolleginnen und Kollegen ist aus meiner Sicht sehr positiv. Es gibt zwar nicht sehr viele ältere Mitarbeitende, aber die vorhandenen Kolleginnen und Kollegen sind gut eingebunden und werden respektvoll behandelt. Gerade jüngere Mitarbeitende profitieren oft von ihrer Erfahrung, weil ältere Kollegen im Alltag auch eine Art Mentorenrolle übernehmen.
Ist aus meiner Sicht sehr unterschiedlich und hängt stark von Person, Bereich und Situation ab. Persönlicher Austausch sind grundsätzlich möglich und manche Themen lassen sich im direkten Gespräch auch klären.
Bei unklaren Zuständigkeiten oder bei Entscheidungen fehlt mir aber häufiger eine klare Linie und eine nachvollziehbare Kommunikation. Dadurch entsteht im Alltag manchmal Unsicherheit darüber, wer wofür verantwortlich ist oder wie verbindlich bestimmte Aussagen wirklich sind.
Mitarbeitergespräche und Entwicklungsthemen finden aus meiner Sicht eher situativ statt und weniger als langfristig geplanter Prozess.
Im Arbeitsalltag entsteht teilweise der Eindruck, dass Mitarbeitende zusätzliche Verantwortung übernehmen, damit Abläufe funktionieren oder Themen nicht liegenbleiben. Wenn gesagt wird, dass man sich um etwas kümmert, ist nicht immer klar, ob und wann daraus wirklich etwas folgt. Deshalb sichert man manche Themen am Ende lieber selbst ab.
Die Arbeitsbedingungen haben sich nach Umbauten teilweise verbessert. Insgesamt sind sie aus meiner Sicht aber weiterhin ein deutlicher Schwachpunkt. Im Verkaufsraum gibt es keine Klimaanlage, wodurch im Sommer nach meinem Eindruck regelmäßig Temperaturen von über 30 Grad erreicht werden. Viele Backoffice-Büros haben Klima und Lüftung, beides ist aber nur zentral oder durch ausgewählte Personen steuerbar. Höhenverstellbare Schreibtische gibt es vor allem in neuen Büros, aber nicht überall.
Die technische Ausstattung wirkt bunt gemischt. Viele Arbeitsplätze sind mit kleinen Office-Rechnern ausgestattet. Microsoft 365 gibt es erst seit etwa einem Jahr, eine strukturierte Einführung oder Schulung habe ich dazu nicht wahrgenommen. Gute Software ist grundsätzlich vorhanden. Mehrere Abteilungen arbeiten in einem Großraumbüro, das auf dem Papier ausreichend groß ist, durch Besucher, Telefonate und Durchgangsverkehr aber sehr laut wirkt. Die Ausstattung wirkt eher kühl und unpersönlich. Arbeitsplätze sollen teilweise geteilt werden. Bei mir entsteht oft der Eindruck, dass Sparsamkeit stärker gewichtet wird als konsequente Investitionen in moderne und komfortable Arbeitsbedingungen.
Kommunikation findet grundsätzlich statt, zum Beispiel in Meetings, Mitarbeiterveranstaltungen oder wenn Unternehmensziele vorgestellt werden. Aus meiner Sicht ist danach aber nicht immer klar, was daraus konkret folgt oder wer welche Punkte weiterverfolgt. Bei Events oder bereichsübergreifenden Themen wird das Team teilweise sehr kurzfristig eingebunden, obwohl eine frühere Abstimmung die Arbeit deutlich erleichtern würde. Informationen kommen außerdem nicht immer über einen klaren Weg oder die zuständige Führungskraft, sondern manchmal eher über Kolleginnen und Kollegen. Ziele werden zwar genannt, im Alltag ist aber nicht immer erkennbar, was einzelne Mitarbeitende oder Teams konkret dazu beitragen sollen.
Gleichberechtigung wird aus meiner Sicht gut gelebt. Eine Geschäftsführungsposition ist mit einer Frau besetzt, mehrere Teamleiterpositionen ebenfalls und auch in klassischen Männerbereichen wie der Werkstatt arbeiten Frauen mit. Auch bei Azubis wird auf eine gute Mischung aus weiblichen und männliche Talenten geachtet. Im Arbeitsalltag habe ich keine grundsätzliche Benachteiligung aufgrund des Geschlechts wahrgenommen. Gleiche Arbeit wird nach meinem Eindruck auch entsprechend ernst genommen. Einschränkend würde ich nur sagen, dass Entwicklung und Aufstieg im Unternehmen insgesamt nicht immer transparent wirken, das ist für mich aber eher ein allgemeines Strukturthema als ein reines Gleichberechtigungsthema.
Die Aufgaben sind grundsätzlich abwechslungsreich und können auch interessant sein, weil man viele Themen anstoßen und Verantwortung übernehmen kann. Der Gestaltungsspielraum hängt aus meiner Sicht aber stark an den eigenen Ansprüchen und weniger an klaren Vorgaben. Ideen werden meist offen aufgenommen, allerdings oft mit starkem Blick auf Kosten. Die Verantwortung für einzelne Bereiche entsteht eher bei den Mitarbeitenden selbst als durch eine klare Steuerung der Teamleitung. Dadurch kann es im Team auch zu unterschiedlichen Vorstellungen über Umsetzung oder Prioritäten kommen.
Kritisch sehe ich vor allem die Arbeitsbelastung und die Abgrenzung von Zuständigkeiten. Viele Themen laufen parallel und trotzdem kommen regelmäßig kurzfristige Aufgaben dazu, weil Ideen schnell zwischendurch umgesetzt werden können. Dadurch tragen einzelne Mitarbeitende phasenweise deutlich mehr, damit Abläufe funktionieren oder Themen nicht liegenbleiben.