US-finanziert, wirtschaftlich getrieben, medizinisch herausfordernd, intransparent
Arbeitsatmosphäre
Druck, Improvisation und NUR Profitdenken (Profitdenken ist super, aber nicht auf Kosten der Gesundheit) das macht die Atmosphäre aus meiner Sicht leider sehr toxisch.
Work-Life-Balance
Keine. Aus meiner Sicht gibt es diese nicht. Im Vorstellungsgespräch wurde vermittelt, dass die Arbeitsbelastung in der Praxis mit der im Krankenhaus vergleichbar sei. Gleichzeitig liegt die Vergütung jedoch deutlich unter dem Niveau vieler Krankenhausstellen.
Zudem wird das Unternehmen von Investoren aus den USA finanziert. Dadurch entsteht bei mir der Eindruck, dass wirtschaftliche Ziele eine wichtige Rolle spielen. Als Arzt arbeitet man unter hoher Belastung, während die Vergütung im Vergleich zu anderen Tätigkeiten im Gesundheitswesen nicht immer als angemessen empfunden wird.
Gehalt/Benefits
Extrem schlecht
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Null
Kollegenzusammenhalt
Selten gibt es Interaktionsmöglichkeiten, weil die Kalender komplett voll sind. Sehr viel Einspringen, und Personalwechsel machen die Arbeitsbeziehungen extrem schwierig
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Chance da als ältere Mitarbeiter. Sehr wenige werden angestellt. Die fliegen aber leider schnell auch raus.
Vorgesetztenverhalten
Intransparenz war aus meiner Sicht ein grundlegendes Problem auf nahezu allen Ebenen des Unternehmens. Informationen wurden nur eingeschränkt weitergegeben, wodurch Entscheidungen häufig schwer nachvollziehbar waren.
Arbeitsbedingungen
Neulich wurden Weiterbildungsassistenten angestellt. Die arbeiten in kleinen Zimmern ohne Fenster, die eigentlich für arbeit komplett ungeeignet sind.
Kommunikation
Die Transparenz im Unternehmen habe ich insgesamt als sehr gering empfunden. Änderungen wurden häufig nicht im Vorfeld angekündigt oder erläutert. Entscheidungen wurden oft bereits umgesetzt oder erst sehr kurzfristig kommuniziert, sodass Mitarbeitende und Ärzte nur wenig Zeit hatten, sich auf neue Prozesse einzustellen oder Rückfragen zu klären. Die Hintergründe und Ziele dieser Entscheidungen wurden aus meiner Sicht nicht ausreichend erklärt.
Die interne Kommunikation habe ich daher als unzureichend wahrgenommen. Mitarbeitende erhielten häufig Anweisungen zur Umsetzung neuer Prozesse, ohne die entsprechenden Informationen oder den notwendigen Kontext. Dies führte regelmäßig zu zusätzlichem Aufwand und erschwerte eine effiziente Zusammenarbeit.
Auch gegenüber den Patienten habe ich die Transparenz als verbesserungswürdig empfunden. Teilweise entstand bei mir der Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen einen sehr hohen Stellenwert einnahmen und die Beweggründe für bestimmte Prozesse oder Entscheidungen nicht immer klar kommuniziert wurden. Dadurch entstand aus meiner Sicht ein Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Zielen und einer konsequenten Ausrichtung auf die Patientenper
Interessante Aufgaben
Aus meiner Sicht bot die Tätigkeit nur wenig fachliche Abwechslung. Ein starker Fokus lag auf administrativen und wirtschaftlichen Kennzahlen, insbesondere auf der Einschreibung von Patientinnen und Patienten in die HzV. Zudem bestand häufig die Erwartung, Patienten regelmäßig einzubestellen, was ich und die Kolleg:innen so gut wie nie als medizinisch sinnvoll nachvollziehen konnten.
Die Terminzeiten waren sehr knapp bemessen und lagen häufig bei etwa fünf bis sieben Minuten pro Patient. Dadurch blieb wenig Zeit für eine ausführliche Betreuung oder medizinische Entscheidungen. Der Arbeitsalltag war insgesamt von einem hohen Zeit- und Leistungsdruck geprägt.