Einfach nur noch traurig
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Spannendes, dynamisches Themenumfeld
- Freies Essen (bis zu 12 € pro Tag)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Fehlende Empathie
- Kein Entgegenkommen / Extremer Top-Down Approach
- Noch so einiges mehr
Verbesserungsvorschläge
Hört auf, die eigene Paranoia auf die Arbeitnehmer zu spiegeln.
Arbeitsatmosphäre
Keine Vision von ganz oben. Neuausrichtungen und die Zukunft hängt vom Engagement der Teamleiter ab. Diese leisten top Arbeit. Ansonsten ist jeder ersetzbar (viel Glück damit). Altes Know-how wird nicht wertgeschätzt. Jeder macht nur noch seins, die Motivation ist bei weitem nicht mehr so hoch, wie in der Vergangenheit. Dabei sehen wir uns ja jetzt wieder regelmäßig an der Kaffeemaschine!? Komisch ...
Alles in allem ein sehr familienunfreundlich gewordener Arbeitgeber, seitdem es nach dem geplanten Weggang des Investors und geändertem Vorstand wieder in "Familienhand" ist.
Image
Man ist fleißig, das äußere BILD auch intern umzusetzen.
Work-Life-Balance
Grausam. Die verbohrte, antiquierte, fast schon an Fetisch grenzende Einstellung, sich bei aller Macht an der 80 % Büroanwesenheitspflicht festzuklammern, ohne auf die jeweiligen Gegebenheiten des Angestellten zu achten, ist ein Stoß vor den Kopf für viele. Für Berliner Singles mag es gehen, der Rest muss damit klarkommen oder gehen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Um dieses Thema ist es still geworden, es geht nur noch um den Heilsbringer KI. KI, KI, KI!
Unsere Restaurants/Catering bemühen sich um klimafreundliche Menüs und weisen ebenjene aus.
Karriere/Weiterbildung
Intern gibt es das "Knowledge Network" sowie "Community of Practices". Der Austausch untereinander wird gefördert und ist auch erwünscht. Bildungsurlaub nur auf in Berlin anerkannte Veranstaltungen. Wer nebenbei studiert, hat davon also nichts. Die von der alten Leitung in besseren Tagen eingeführte Karrierematrix wurde gestrichen und soll durch etwas Neues ersetzt werden. Irgendwann mal. Ob es besser wird, mag bezweifelt werden.
Kollegenzusammenhalt
Muss nicht in jedem Bereich gelten, aber daran gibt es nichts zu bemängeln. Geteiltes Leid, ist halbes Leid.
Vorgesetztenverhalten
Bis zur Teamleiter-Ebene meistens super, aber denen sind ja dann auch schnell die Hände gebunden. Alles darüber kann man getrost vergessen.
Arbeitsbedingungen
Wenn man erstmal im Büro angekommen ist, passt es zumindest. Modern und gut eingerichtet, manchmal etwas laut. Man kann aber davor fliehen, indem man sich kurzzeitig in die aufgestellten Telefonzellen pfercht. Das freie Platzwahlkonzept ist nicht meins, die Teams haben aber untereinander Wege und Einteilungen gefunden, sodass man wenigstens nicht jeden Tag aufs Neue einen Arbeitsplatz suchen muss. Küchen sind ausreichend vorhanden, freie Getränke und Obst, kostenloses Frühstück und Free-Lunch zum Mittag versüßen den Zwangsaufenthalt. Sanitäre Räume könnten bei Vollauslastung des Gebäudes problematisch werden. Apropos Vollauslastung: Bei größeren Veranstaltungen/Gipfeln, ist es auf einmal möglich, das "Return to Office"-Konzept aufzuweichen, da ansonsten nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht. Kann man sich nicht ausdenken.
Kommunikation
Wird besser, ändert aber nichts am Inhalt. Flexibel wie ein Stahlbolzen, "so wird es gemacht, wem es nicht passt, soll gehen". Ein gewisses Entgegenkommen wird vielleicht mal angedeutet, aber nicht umgesetzt.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist gut und Sozialleistungen sind vorhanden. Noch.
Gleichberechtigung
Boys Club
Interessante Aufgaben
Denen, die noch Arbeitsmoral haben, sind hier zumindest wenig Grenzen gesetzt. Experimentieren und evtl. fehlschlagen darf man. Hier kann man wirklich nichts Schlechtes sagen.

