Nicht mehr familiär, aber noch lange nicht professionell
Verbesserungsvorschläge
Kümmert euch um eure Mitarbeitenden, beschäftigt euch mit ihnen und fördert sie.
Arbeitsatmosphäre
Überdurchschnittlicher persönlicher Einsatz wird von Seiten der Zentrale grundsätzlich als selbstverständlich angesehen. Auf kleinere Fehler wird hingewiesen - in aller Regel aber ohne Konsequenzen. Mitarbeiterevents finden kaum (wenn, dann Weihnachtsfeier) und nur für festangestellte Mitarbeitende statt. Zentrale Informationen wurden in der Vergangenheit häufig zurückgehalten und zum Teil genutzt, um Plätze gegeneinander auszuspielen (Vergleich der bloßen Umsatzzahlen).
Image
Muss gegenüber den Gästen verteidigt werden.
Work-Life-Balance
Bei einer 6-Tage Woche mit 42h bleibt gerade angesichts einer chronisch straffen Personalplanung in den Sommermonaten wenig Freizeit. Hier kommt eher das Konzept des Work-Life-Blending zum Einsatz. Denjenigen Campchefs, die die Dienstunterkunft in Anspruch nehmen, werden daher 12h Überstunden pro Monat vertraglich pauschal gestrichen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Krankmeldung ab dem ersten Tag. Regionale Partnerschaften sind erwünscht.
Kollegenzusammenhalt
Auf den Plätzen selbst ist der Zusammenhalt in der Regel recht hoch, da man hier auch aufgrund einer straffen Personalplanung aufeinander angewiesen ist. Der Zusammenhalt mit der Zentrale und den anderen Plätzen ist auf persönlicher Ebene häufig gut, allerdings durch die geographische Entfernung und in Ermangelung institutionalisierter Kommunikationskanäle (regelmäßige Calls, Treffen, o.ä.) beeinträchtigt.
Vorgesetztenverhalten
Bei der AZUR begegnet man sich grundsätzlich auf Augenhöhe. Verantwortlichkeiten sind dabei nicht immer klar abgegrenzt. Entscheidungen werden jedoch grundsätzlich in Stuttgart getroffen. Mitarbeitende vor Ort werden dabei nur begrenzt mit einbezogen.
Arbeitsbedingungen
IT-Ausstattung ist nicht auf dem aktuellen Stand, z.T. muss aus Verlegenheit eigene IT genutzt werden. Keine Rückzugsorte für Mitarbeitenden für Pausen.
Kommunikation
Die Kommunikation läuft grundsätzlich über Microsoft Teams, jedoch verfügen die Plätze z.T. über unterschiedliche technische Voraussetzungen und Ausstattungen, die einer einheitliche Kommunikation im Wege stehen. Institutionalisierte Meetings gibt es nicht und werden im Bedarfsfall kurzfristig (ohne Terminklärung) festgesetzt. In der Zentrale benötigte Informationen werden in der Regel kurzfristig, z.T. über private Erreichbarkeiten und verbindlich abgefragt. Entscheidungen werden grundsätzlich in der Zentrale getroffen - von manchen erfährt man jedoch erst über die Gäste.
Interessante Aufgaben
Wenn man sich ehrlich macht, übernimmt die Position des Campchefs die Funktion Rezeptionsleitung oder Hausmeister. Grundsätzlich ist die Position für die Aufrechterhaltung des Tagesgeschäfts zuständig. Egal ob dies im Einzelfall die Reinigung eines Sanitärgebäudes, das Durchspülen von Abflussrohren oder der Empfang von Gästen ist. Kann man durchaus als Vielfältig bezeichnen. Budgetierung u.a. kommt, anders als in der Ausschreibung verlangt, im nicht auf den Tisch.