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Bewertung

Viel Schein, wenig Sein: Empathielose Führung und eine unfaire Unternehmenskultur.

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei B.i.Team Gesellschaft für Softwareberatung mbH in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gab zwei bis drei wirklich nette Kollegen, zu denen ich bis heute gerne Kontakt halte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Oft wird das eine gesagt, aber das andere getan. Zusagen werden häufig nicht eingehalten und es gibt unangekündigte "Tests". Eigene Ideen sind oft unerwünscht, sofern man nicht exakt die unausgesprochenen Gedankengänge der Geschäftsführung errät. Setzt man Vorgaben der GF 1:1 um und es kommt infolgedessen zu Problemen mit dem Kunden, wird die Schuld am Ende trotzdem beim ausführenden Mitarbeiter gesucht.

Verbesserungsvorschläge

Ein fairerer und gleichberechtigter Umgang mit allen Mitarbeitern. Versprechen und Absprachen müssen zwingend eingehalten und falsche Hoffnungen vermieden werden. Wenn Mitarbeiter schon in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, sollten die Ergebnisse auch tatsächlich umgesetzt werden, anstatt sie nur für "schöne Fotos" aufzuhängen.

Arbeitsatmosphäre

Eher unterdurchschnittlich. Es herrschte eine spürbare Unzufriedenheit im Team, die von einigen Kollegen deutlicher nach außen getragen wurde als von anderen.

Image

Das Unternehmen ist selbst in der MS Dynamics-Welt kaum bekannt.

Work-Life-Balance

Stark abhängig vom Verhältnis zum jeweiligen Vorgesetzten. Manche konnten sich auf Kosten der Projekte einen "Lauen" machen und problemlos mehr Stunden verbuchen, was auch toleriert wurde. Bei anderen wurde streng auf die Uhr geschaut und Druck aufgebaut, mehr abrechenbare Stunden zu leisten. Auch während der Kurzarbeit gab es starke Diskrepanzen: Einige durften ein dickes Überstundenkonto aufbauen, andere wurden auf maximal zwei Arbeitstage pro Woche limitiert. Arbeit nach 20 Uhr und an Wochenenden war eher die Regel als die Ausnahme.

Karriere/Weiterbildung

Echte Aufstiegschancen sind kaum vorhanden, es sei denn, man gehört ohnehin schon 20 Jahre zum Inventar. Weiterbildungen werden zwar inklusive Auswahlmöglichkeiten angeboten, letztendlich wird aber meist das durchgesetzt, was die Geschäftsführung vorgibt.

Gehalt/Benefits

Wie bereits erwähnt, gilt oft: Männlich und lange im Unternehmen = gutes Gehalt und attraktive Benefits nach Wahl. Für Neueinsteiger gilt eher das Motto: "Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel."

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Zum Thema Umwelt ist mir nichts Besonderes aufgefallen. Das Sozialbewusstsein wirkte eher wie ein PR-Instrument: Zwar durfte das Team soziale Projekte vorschlagen, schlussendlich ging es der Führung aber hauptsächlich darum, marketingwirksam einen großen Scheck zu überreichen – bevorzugt an Projekte mit Kindern, da dies in der Öffentlichkeit am besten ankommt.

Kollegenzusammenhalt

Sehr durchwachsen. Einige Kollegen unterstützen einen weit über den Feierabend und sogar am Wochenende hinaus, während andere einem bei der erstbesten Gelegenheit in den Rücken fallen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen wurden stark bevorzugt. Bei der Aufteilung der Entwickler und Berater in kleinere Teams wurden langjährige Mitarbeiter automatisch zu Teamleitern ernannt – unabhängig davon, ob sie die fachliche oder disziplinarische Kompetenz dafür besaßen. Generell wurde diesen Kollegen fast jeder Wunsch erfüllt, während man als Neuling schon froh sein musste, überhaupt angestellt worden zu sein.

Vorgesetztenverhalten

Leider oft vollkommen empathielos.

Arbeitsbedingungen

Die Büroräume sind klimatisiert. Höhenverstellbare Schreibtische waren jedoch nur einem ausgewählten Personenkreis vorbehalten. Homeoffice wurde – außerhalb der Corona-Pandemie – nur in Ausnahmefällen gewährt und war meist an eine lange Betriebszugehörigkeit gekoppelt. Neuen Mitarbeitern wurde hier schlichtweg nicht genügend Vertrauen entgegengebracht.

Kommunikation

Ein bezeichnendes Beispiel ist das Thema Kurzarbeit: Zunächst wurde in einem Meeting beteuert, dass es dazu noch keine Regelung gebe und Kurzarbeit auch nicht in Sicht sei. Man solle lediglich vorsorglich ein Dokument unterzeichnen. Kaum war die Frist für dieses Schreiben abgelaufen – etwa eine Woche später –, wurde kurzerhand die Kurzarbeit für alle verkündet.

Gleichberechtigung

Die Führungsebene (Geschäftsführung, Abteilungs- und Teamleiter) ist fast ausschließlich männlich besetzt. Lediglich eine Frau war Teil der Geschäftsleitung und eine weitere im Marketing in leitender Position tätig.

Interessante Aufgaben

Wer sich privat Zusatzwissen angeeignet hat, kann versuchen, darüber an spannendere Projekte zu kommen. Ansonsten wird eher Standardarbeit verteilt.

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Arbeitgeber-Kommentar

robert.matzke@biteam.de, Geschäftsführer
robert.matzke@biteam.deGeschäftsführer

Guten Morgen Ex-Kollegin, Ex-Kollege aus Karlsruhe,
B.i.Team stellt sich gerne konstruktiver Kritik, auch wenn ich diese nicht als solche ansehe. Dennoch melde ich diese Bewertung nicht, sondern möchte dazu Stellung nehmen:
Zunächst einmal bedauere ich, dass Du Deine berufliche Periode bei uns in so schlechter Erinnerung hast und die persönliche Enttäuschung offenbar so groß ist, dass Du es gestern kommentierst. Eine kununu-Arbeitgeberbewertung sollte meines Erachtens allerdings einen Bezug zur Situation heute haben.
Zum Punkt Kommunikation und dem von Dir angeführten Beispiel:
B.i.Team hat in seiner nun 30-jährigen Firmengeschichte genau einmal Kurzarbeit gemacht, im Laufe des Jahres 2020, nach Ausbruch der Corona Pandemie, als abrupt IT-Projekte von Kundenseite verschoben, storniert oder unterbrochen wurden und wir unverschuldet plötzlich vor einem massiven Auslastungsproblem standen. Statt einzelnen Mitarbeitenden zu kündigen, haben wir uns temporär (wir reden über wenige Monate für einen Teil der Belegschaft) für dieses sozialverträgliche Modell entschieden. Das Management hat damals freiwillig auf Gehaltsteile verzichtet.

Zum Punkt Kollegenzusammenhalt:
Bei nun 131 bislang abgegebenen Bewertungen wurde der Punkt im Durchschnitt mit 4,6 (von 5) bewertet und wird von allen Mitarbeitenden, seitdem ich im November 2018 eingetreten bin, als eine der größten Stärken im Unternehmen und auch am Standort Karlsruhe angesehen. Das belegen auch zwei interne Mitarbeitenden-Umfragen aus den Jahren 2021 und 2024. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Zum Punkt Arbeitsbedingungen:
Deine Ausführung entspricht weder dem aktuellem Stand, noch den damaligen Tatsachen. Fast alle Büro-Arbeitsplätze sind heute höhenverstellbar. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals eine Bedarfsmeldung diesbezüglich abgelehnt hätten. Gut ein Drittel aller Mitarbeitenden bei B.i.Team arbeiten mit einer Homeoffice-Vereinbarung fast ausschließlich remote und alle anderen hybrid. Das ist schon seit Jahren so! Unsere Mitarbeitenden sehen es als großen Vorteil, selbst entscheiden zu können, an welchen Tagen sie im Büro sind.

Zum Thema Gleichberechtigung - ein Thema, was mir persönlich besonders wichtig ist:
Der Frauenanteil in unserer Belegschaft beträgt relativ konstant über die vergangenen Jahre ca. 1/3. Im Zeitraum 2021 bis 2025 war die dreiköpfige Geschäftsleitung (2 GF, eine kfm. Leitung) mit einer Frau und zwei Männern besetzt. Bei unseren Operations Teamleitern, dem mit Abstand größten Bereich bei B.i.Team sind aktuell von 11 Führungspositionen drei weiblich besetzt.

Zum Thema Karriere/Aufstiegchancen:
Wir haben bewusst die Teams verkleinert, um eine intensivere Betreuung und Verfügbarkeit der Führungskraft sicherzustellen. Alleine in den letzten zwei Jahren konnten wir dadurch fünf Mitarbeitenden zu jungen Führungskräften machen, die durch ein Führungskräfteentwicklungsprogramm intern und extern darin begleitet wurden. Die meisten TL-Positionen wurden intern besetzt, das Durchschnittsalter liegt unter 40 Jahren. Das sind die Fakten.

Ich könnte jetzt so weitermachen, möchte es aber an der Stelle gerne beenden. Als kfm. Geschäftsführer bin ich naturgemäß ein großer Freund von Trends und Durchschnittsbewertungen. Der neutrale Leser möge sich daher bitte ein Gesamtbild über unser kununu-Rating verschaffen. Ich persönlich erlebe tagtäglich eine sehr positiv gelebte Unternehmenskultur bei B.i.Team und setze mich weiterhin aktiv dafür ein, dass dies so bleibt.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.