Ihr Unternehmen?

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b-pi 
sec 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Gute Einstiegsmöglichkeiten, aber begrenzte Entwicklungsperspektiven – besonders für ambitionierte Talente.

2,6
Nicht empfohlen
Ex-Werkstudent/inHat bis 2024 bei b-pi sec GmbH in Limburg an der Lahn gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich war insgesamt 1 Jahr und 5 Monate in diesem Unternehmen tätig, wobei ich einige Monate in Vollzeit gearbeitet habe. Mein Praktikum habe ich ebenfalls hier absolviert, war aber überwiegend als Werkstudent tätig.

Die Firma bietet eine solide Grundlage für Studierende, die erste Berufserfahrung sammeln möchten. Wer bisher wenig Einblick in die Arbeitswelt, insbesondere im Consulting, hatte, kann hier wichtige Grundlagen lernen – vor allem durch den direkten Kundenkontakt und die hohen formellen Anforderungen an die eigene Arbeitsweise. Außerdem gibt es die Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen, was jedoch stark von der eigenen Initiative abhängt.

Die Unternehmenskultur ist, wie in den Stellenanzeigen beschrieben, sehr familiär, und es finden regelmäßige Mitarbeitergespräche statt, die zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen können. Auch die meisten Kolleginnen und Kollegen sind freundlich und hilfsbereit. Werkstudenten und Praktikanten hatten zudem die Möglichkeit, an Teamevents teilzunehmen. Das IT-Equipment war auf einem modernen Stand.

In meinem Fall war die Bezahlung fair und entsprach dem üblichen Marktpreis für Werkstudenten und Praktikanten in diesem Bereich.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nach meinem Austritt habe ich mir bewusst mehrere Monate Zeit genommen, um meine Erfahrungen objektiv zu reflektieren und mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Erst durch diesen Vergleich wurde mir bewusst, dass vieles, was mir zuvor als besondere Chance oder Vorteil dargestellt wurde, in anderen Unternehmen als selbstverständlicher Standard gilt.

Aus meiner Perspektive als jemand, der über den Standard hinauswachsen möchte, habe ich allerdings einige Einschränkungen festgestellt. Die Führungsstruktur ließ für mich wenig Raum für fachliche Weiterentwicklung. Meine direkte Führungskraft wirkte in vielen Bereichen unsicher in der Mitarbeiterführung, was sich in unklaren Entscheidungen, fehlender Struktur, mangelnder Kommunikation und insgesamt schwacher Führung widerspiegelte. Wer schnell lernt und sich steigern möchte, kann hier an eine Wachstumsgrenze stoßen, da das fachliche Niveau innerhalb der Abteilung nicht durchgehend hoch war. Ich hatte oft das Gefühl, dass man eher „funktionieren“ als wirklich gefördert werden sollte.

Besonders herausfordernd war für mich das fachliche Niveau innerhalb meines Teams. Während ich stets darauf bedacht war, mich in meiner Arbeitsweise zu verbessern und neue Fähigkeiten zu erlernen, hatte ich oft das Gefühl, dass das Umfeld nicht genügend Raum für echtes Wachstum bot. In anderen Unternehmen ist es üblich, dass erfahrene Kollegen als Mentoren fungieren und ihr Wissen weitergeben – diese Art der Förderung habe ich hier kaum erlebt.

Zudem herrschte im Arbeitsumfeld eine Dynamik, die durch zwischenmenschliche Spannungen geprägt war. Gossip, Flurfunk und informelle Gespräche über Kolleginnen und Kollegen – insbesondere ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – waren keine Seltenheit. Gerade für jemanden, der professionell arbeiten und sich weiterentwickeln möchte, kann ein solches Umfeld hinderlich sein. Anstatt sich auf die eigene Leistung und Weiterentwicklung konzentrieren zu können, musste man sich gelegentlich mit internen Spannungen und persönlichen Befindlichkeiten auseinandersetzen.

Ein weiterer Punkt war der hohe Leistungsdruck, der mit der Arbeit verbunden war. Grundsätzlich schätze ich anspruchsvolle Aufgaben und hohe Standards, da sie die persönliche und berufliche Weiterentwicklung fördern. Doch in diesem Fall entstand der Druck nicht durch echte fachliche Herausforderungen, sondern vielmehr durch unklare Prozesse, ineffiziente Strukturen und fehlende Unterstützung. Statt eine konstruktive Wachstumsumgebung zu bieten, führte dies dazu, dass man sich oft überfordert fühlte, ohne wirklich gefördert zu werden. Im direkten Vergleich zu meiner jetzigen Arbeitssituation wird dieser Unterschied besonders deutlich. Heute arbeite ich in einer Umgebung mit noch höheren fachlichen Anforderungen, klaren Prozessen und gezielter Unterstützung, wodurch echter Fortschritt möglich ist. Während dort hohe Erwartungen mit professioneller Begleitung und strukturierten Entwicklungsmöglichkeiten einhergehen, fehlte es in meiner vorherigen Position an genau diesen Faktoren. Der Druck entstand weniger aus einer tatsächlichen fachlichen Herausforderung als aus organisatorischen Mängeln, die das Arbeiten unnötig erschwerten.

Auch mein Austritt verlief nicht reibungslos. Ich hätte mir einen professionelleren und vor allem faireren Umgang mit administrativen Prozessen wie der letzten Gehaltsabrechnung und der Zeugniserstellung gewünscht. Diese Vorgänge dauerten länger als erwartet und waren unnötig kompliziert – weit entfernt von der Professionalität, die ein Unternehmen in solchen Angelegenheiten zeigen sollte. Besonders frustrierend war die Doppelmoral, die sich in diesem Prozess offenbarte. Während intern stets hohe Ansprüche an Struktur, Effizienz, Fairness und Professionalität gestellt wurden, zeigte sich gerade in diesen entscheidenden Momenten das Gegenteil.

Erst nach meinem Ausscheiden wurde mir endgültig bewusst, wie die Unternehmenskultur tatsächlich ist. Der Umgang mit ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machte deutlich, dass Wertschätzung oft nur solange galt, wie es für das Unternehmen von Vorteil war. Das Leben als Student wurde dabei unnötig erschwert – anstatt einen klar geregelten und fairen Austrittsprozess zu ermöglichen, zog sich alles unnötig in die Länge, was zusätzlichen Stress verursachte. Gerade im Vergleich zu meiner jetzigen Arbeitserfahrung ist mir bewusst geworden, wie unprofessionell hier gehandelt wurde, und dieser Prozess hat mir nochmals vor Augen geführt, welche Unternehmenskultur dort tatsächlich herrscht.


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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Arbeitgeber-Kommentar

Björn Bausch, Geschäftsführer | Managing Director
Björn BauschGeschäftsführer | Managing Director

Lieber …..,

vielen Dank für dein Feedback. Kununu-Bewertungen sollen der Öffentlichkeit ja in erster Linie dazu dienen, eine Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber zu treffen. Um an dieser Stelle auch unser Feedback in angemessener Form geben zu können, sei daher angemerkt, dass unser Kontakt nach dem von uns angesetzten Offboarding-Gespräch, welches wir noch als sehr offen und ehrlich empfunden haben und mit sehr wertschätzenden Worten deinerseits verlassen wurde, leider durch deine anschließend gestellten Forderungen und den Stil deiner Kommunikation ab einem gewissen Punkt nur noch mit juristischer Begleitung geführt werden konnte. Nun nutzen wir jedoch gerne den von dir eröffneten Rahmen und nehmen uns Zeit, um dir ebenfalls Feedback geben zu können:

Wie bereits im Zuge des letzten Offboarding-Gespräches mitgeteilt, können wir bis zum heutigen Tag nicht nachvollziehen, warum du die vielen (wie auch hier von dir bestätigt) Feedbackrunden und Gesprächsangebote hast verstreichen lassen, um deine unerfüllten Erwartungen, Unzufriedenheiten und konstruktive Kritik rechtzeitig platzieren zu können. Ja, wir waren dein erster Arbeitgeber, aber reicht dies als Antwort aus, um die eigene defensive Haltung zu begründen?

Deine breite Kritik an deinem fachlichen Vorgesetzen können wir als Geschäftsleitung leider bis heute nicht greifen und bedauern es, dass diese hier auf Kununu so breitgetreten wird, statt entweder mit der Person direkt oder uns als GF zu sprechen. Diese breite Kritik einer Person in der Öffentlichkeit, gerade bei kleinen Teams wie unserem, ist für uns unschön zu sehen und ruft bei uns sofort hervor, diese Person schützen zu wollen (ja, Geschäftsleitung zu sein, ist ein zutiefst menschliche Aufgabe und fühlt sich ab und an auch an, als würde eine Löwenmama ihr Baby verteidigen müssen). Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir konstruktive Kritik nicht annehmen, im Gegenteil sogar! Sehr regelmäßig stimmen wir uns auf allen Ebenen ab und jede Person bei b-pi sec, die Mitarbeiterverantwortung trägt, ist dort, weil sie eben kritikfähig ist und stets fachliches wie persönliches Wachstum anstrebt. Schade, dass du diese Chance hast verstreichen lassen.
Dies haben wir dir so bereits im Abschlussgespräch, als du dich erstmals nach unserem ehrlichen Feedback, zaghaft öffnetest, mitgeteilt und leider keine erbetenen Beispiele für die Kritik am Vorgesetzten genannt bekommen, außer die Beschreibung deiner Gefühlslage. Unser Angebot, Beispiele gerne im Nachhinein auch noch zu melden, hast du leider bis zu diesem Eintrag nicht angenommen. Warum hast du dich nach rund einem Jahr der Werkstudententätigkeit und der kompletten Kenntnis über unsere Strukturen dazu entschieden, im Fachbereich dieses Vorgesetzten ein Vollzeitpraktikum machen zu wollen, obwohl du so große Unzufriedenheit verspürt hast?

Zu deiner Selbsteinschätzung deiner Fähigkeiten und der von dir beschriebenen Wahrnehmung, nicht ‚gefördert‘ worden zu sein, können und wollen wir dir hier nur als Feedback geben, dass wir neue fachliche Themen und Verantwortlichkeiten erst dann eröffnen, wenn die bereits vereinbarten Tätigkeiten zufriedenstellend erfüllt werden. (Auch) Hier sehen wir rückblickend die Möglichkeit, dass du mit uns über deine Unzufriedenheit hinsichtlich der Inhalte deiner Arbeit/der dir zugeteilten Aufgaben hättest sprechen müssen – entweder in den Regelmeetings oder außerhalb. Wenn dir ein persönliches Gespräch zu viel gewesen wäre, hättest du uns doch auch schreiben können, oder?

Bezüglich des ‚Gossips‘ sind wir erstaunt über deine Bewertung, da wir wissen, dass du diesen leider auch noch nach deinem Ausscheiden aus unserem Unternehmen über digitale private Medien fleißig weiter befeuert hast. Im Rahmen unseres ersten Feedbackgesprächs im Praktikum haben wir eine Bitte hinsichtlich deines privaten Smartphone-Konsums während der Arbeitszeit geäußert.
Es war anfänglich zwar schön zu sehen, wie ‚on fire‘ du in den ersten Monaten deiner Tätigkeit bei uns warst und dies auch öffentlichkeitswirksam platziert hast, allerdings war die Art der Inszenierung für uns schon ungewohnt. Extreme Ausschläge in die eine Richtung enden – wie so oft im Leben – oftmals auch in der anderen.

Dass du Probleme mit (einem?) Kollegen hattest, hast du uns leider erst Monate nach dem dann geschilderten Vorfall mitgeteilt und du weißt, wie schockiert wir waren, dass du uns dies nicht eher berichtet hast (Stichwort Löwenmama…). Dies wäre zwar zum ersten Mal ein solcher Vorfall innerhalb des Teams gewesen, wir hätten diesen jedoch sicherlich klären können. Leider konnte die Person hierzu keine Stellung mehr beziehen. In dubio pro reo.

Dein Austritt aus unserem Unternehmen verlief nicht reibungslos, das ist mehr als richtig. Der Aufwand nach deinem Ausscheiden hat für uns bis dato unbekannte Level erreicht. Noch nie hat uns ein ehemaliger Mitarbeiter so sehr mit E-Mails und Forderungen penetriert, wie du es getan hast. Die Art deiner Kommunikation und deiner Forderungen haben uns sprachlos gemacht (diese Akribie und Ausdauer in der Arbeitsweise wären gold wert gewesen). Allen Forderungen sind wir nachgekommen, haben sogar mehr gegeben, als notwendig war. Warum? Ja, wir müssen zugeben: wir wollten endlich Ruhe haben. Vielleicht war das ‚Nachgeben‘ unsererseits ein Fehler.

Dass du dich jetzt, kein halbes Jahr nach der Tätigkeit bei uns, bei dem zweiten Arbeitgeber nach uns, angekommen fühlst, freut uns! Genau dafür sind Werkstudententätigkeiten da, um herauszufinden, in welchem Umfeld man aufblüht. Jeder glückliche Arbeitnehmer macht die Berufswelt schöner und für alle einfacher.

Um zu einem Ende zu kommen: Du lässt uns mit ganz vielen Fragezeichen zurück.

Nach wie vor gilt: du weißt, wie du uns erreichst, wo du uns findest – wir stehen weiterhin für ein Gespräch zur Verfügung und bei uns wurde und wird niemand gefressen.


Es grüßen dich (nicht mehr herzlich) aber unverändert mit Respekt und ausgestreckter Hand

Romy & Björn

[Bewusst haben wir hier durchgängig die männliche Schreibweise für alle Personen und Geschlechter gewählt]

P.S.: Ganz großes Lob für deine Orthographie beim Verfassen dieser Bewertung! Wir hätten uns diese Sorgsamkeit in der Rechtschreibung und Grammatik während deiner Tätigkeit – wie wiederholt kommuniziert - bei uns sehr gewünscht und ganz gewiss honoriert.

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