Viele Red Flags und Luftschlösser
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kantine ist ganz gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die HR-Leitung (auch Prokuristin und Standortleitung) und der externe Strategieberater, der nun schon seit Jahren im Unternehmen tätig ist, füllen das vorhandene Machtvakuum da der Geschäftsfüher während meiner Zeit kaum vor Ort war.
Externen Beratern müssen hier die Grenzen aufgezeigt werden, auch sollte man am Organisatorischen stark arbeiten, sodass überhaupt einmal von operativen Management vor Ort die Rede sein kann.
Jemand aus dem Umfeld des Unternehmens schreibt im Namen ehem. Kollegen eigenmächtig Kununu-Bewertungen. Deswegen sei hier darauf hingewiesen, dass diese Bewertung vom richtigen ehem. Controllingleiter kommt.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen ist ein Goldesel für die vielen externen Berater vor Ort.
Gefühlt vertraut der Geschäftsführer ihnen mehr als den eigenen Abteilungsleitern. Das sollt sich dringend ändern, da die externen Berater tief in operativen Prozessen rumwursteln, Luftschlösser versprechen und eigentlich von niemanden kontrolliert und überprüft werden.
Arbeitsatmosphäre
Die als Controllingleiter und Stabstelle der GF kommunizierte Position entpuppte sich vor Ort als Sachbearbeiterstelle für den externen Strategieberater. Dieser gab sich mir ggü. als Vorgesetzter aus und war der Meinung mir Anweisungen und Aufgaben geben zu können. Meine Aufgabe war es das Controlling aufzubauen, aber eine Controllingabteilung die unabhängig und selbstständig arbeitet ist hier meines Erachtens gar nicht erwünscht.
Kollegenzusammenhalt
Mit dem einem versteht man sich, mit dem anderen belässt man es bei einem professionellen Miteinander. Ist überall gleich.
Vorgesetztenverhalten
Mir ist die Position und Funktion des externen Strategieberaters bis heute nicht klar, mal ist er Projektleiter, mal sagt er, er sei der fachliche Vorgesetzte. Anständig kommuniziert wurde das nie.
Einem Abteilungsleiter, der die Abteilung aufbauen soll, dann aber noch einen externen Berater fachlich vorzusetzen ist der komplett falsche Ansatz.
Arbeitsbedingungen
Als "Controllingleiter" kein eigenes Büro was das Sprechen über sensible Unternehmensdaten (auch am Telefon) sehr schwierig macht. Für vertrauliche Gespräche mit Kollegen müsste man regelmäßig das Büro wechseln. Die Kollegin aus HR, mit der ich mir das Büro teilen durfte, war hingegen recht nett.
Die IT-Austattung war gut und entspricht dem heutigen Standard.
Kommunikation
Man bekommt die immer gleichen Folien präsentiert die aufzeigen sollen wo die Reise des Unternehmens hingehen soll. Wie man aber diese Ziele erreichen will, das weiß man gefühlt vor Ort selber nicht. Zum Schluss ist es dann der Abteilungsleiter der nicht abgeliefert hat...
Auch waren die Aussagen, die der externe Strategieberater regelmäßig mir ggü. über Kollegen tätigte schon sehr grenzwertig. So sollte ein externer Berater nun wirklich nicht auftreten.
Interessante Aufgaben
Wie bereits erwähnt kommen die Aufgaben (wie übrigens auch die bonifizierten Zielvereinbarungen) vom externen Berater. Der Finanzleiter hatte bis zu meinem Eintritt das Controlling inne. Meines Wissens haben weder der Finanzleiter noch der externe Berater relevante operative Controllingerfahrung was sich auch in den gewählten Ansätzen und Methoden widerspiegelt. Übliche Controllingstandards, die sich deutlich vom vorhandenen "Controlling" unterscheiden wurden nicht wirklich angenommen, man ist von den eigenen Ansätzen überzeugt.