Nach einem langen Beamtenleben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nach 40 Jahren nichts mehr. Dabei wäre eine gut funktionierende Bundeswehr (inkl. Verwaltung) wichtigiger denn je.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen und Seilschaften.
Verbesserungsvorschläge
Die seit Jahrzehnten bekannten Defizite ehrlich und konsequent angehen.
Arbeitsatmosphäre
Mit den Jahren immer schlimmer geworden.
Image
Wer die Presse verfolgt, weiß warum. Grund dafür sind meiner Erfahrung nach Führungsversagen, Kultur und Inkompetenz (Seilschaften vs. Bestenauslese).
Work-Life-Balance
Hat sich erst mit Corona verbessert.
Karriere/Weiterbildung
Naja
Gehalt/Benefits
Gehalt ist überdurchschnittlich. Liebe geht durch den Magen, die Karriere durch den Darm.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Sozialdienst ist super und immer für die Mitarbeitenden da. Ist aber (Gottseidank) unabhängig vom System Bundeswehr.
Kollegenzusammenhalt
Jeder ist sich selbst der Nächste. Wenn es hart auf hart kommt, knickt selbst der Personalrat vor der Amtsleitung ein.
Umgang mit älteren Kollegen
Die jüngeren machen die Arbeit der Altgedienten. Müssen sich beweisen. Die älteren Kollegen müssen sich, im Schnitt sind das die letzten zehn Jahre, auf ihren Ruhestand vorbereiten.
Vorgesetztenverhalten
Mit wenigen Ausnahmen unterirdisch.
Arbeitsbedingungen
Wie im Mittelalter
Kommunikation
Von unten nach oben gut. Umgekehrt wird nach dem Prinzip „Führen durch Informationsvorsprung“ kommuniziert.
Gleichberechtigung
Man hat den Eindruck, dass nur noch Quoten erfüllt und nur die loyalsten der einen oder anderen Seilschaft hochgelobt werden. Der reinste Hofstaat. Eine anonyme Auswahl nach Eignung, Leistung und Befähigung würde dies zwar verhindern, wird aber von der Personalführung und der Leitung kategorisch abgelehnt. Schließlich würde man ja ein mächtiges Werkzeug zur Bildung von Gefolgschaften aus der Hand geben.
Interessante Aufgaben
Werden durch überbordende Bürokratie im Keim erstickt.