Nicht zu empfehlen!
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance
Eine echte Work-Life-Balance habe ich nicht erlebt. Homeoffice wurde nur in Ausnahmefällen genehmigt (z. B. bei leichter Erkältung, Handwerkerterminen oder krankem Kind) und musste jedes Mal separat beantragt und genehmigt werden.
Überstunden wurden selten ausdrücklich angeordnet, aus meiner Sicht aber indirekt erwartet. Hohe Arbeitslast, ständiger Termindruck und regelmäßig kurzfristige Deadlines führten zu permanentem Zeitstress. Häufig kamen zusätzliche „dringende“ Aufgaben hinzu, die parallel zu den bestehenden To-dos erledigt werden sollten, unabhängig vom ohnehin vollen Terminkalender. Die Arbeitsbelastung habe ich als dauerhaft hoch und schlecht planbar empfunden.
Eine Urlaubsvertretung gab es kaum. Das führte dazu, dass vor und nach dem Urlaub deutlich mehr Arbeit anfiel und eine echte Erholung praktisch nicht möglich war.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Selbst im Jahr 2025 wurde aus meiner Sicht noch sehr viel gedruckt und in Akten abgeheftet, statt konsequent auf digitales Arbeiten zu setzen. Insgesamt wirkte der Umgang mit Ressourcen wenig zeitgemäß und nicht besonders nachhaltig.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetztenverhalten
Regelmäßige Mitarbeitergespräche gab es für mich nicht. Es musste schon ein schwerwiegender Ausnahmefall eintreten (z. B. Corona oder eine ernsthafte Erkrankung eines Mitarbeiters), damit sich das gesamte Team gemeinsam an einen Tisch setzte. Es wurde zudem vorgelebt, krank zur Arbeit zu kommen, was bei mir ein schlechtes Gewissen ausgelöst hat, wenn ich mich selbst krankmelden musste. Aufgrund fehlender Urlaubs- und Krankheitsvertretung bot man oft an, Aufgaben selbst nachzuarbeiten, um Rückstände zu vermeiden. Bei privaten und beruflichen Anliegen konnte man sich grundsätzlich an die Chefin wenden, die Tür stand meist offen. Diese offene und freundliche Art endete aus meiner Sicht jedoch abrupt nach Einreichung meiner Kündigung. Ich wollte bis zum letzten Tag weiterarbeiten, wurde aber ab diesem Zeitpunkt kaum noch angesprochen und fühlte mich ignoriert und wie „Luft“ behandelt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich in den Wintermonaten als sehr unangenehm erlebt. In den Büros waren es morgens oft nur etwa 17 °C, was das Arbeiten deutlich erschwert hat. Für insgesamt rund 13 Büroräume gab es lediglich drei zusätzliche Heizlüfter, die aus meiner Sicht bei weitem nicht ausgereicht haben. Viele Heizkörper wirkten für die Raumgröße zu klein, sodass die Räume nur schwer warm wurden. Einige Mitarbeiter haben deshalb ihre privaten Heizlüfter von zu Hause mitgebracht, um eine halbwegs erträgliche Temperatur zu erreichen. Auch im Pausenraum/Küche war es häufig sehr kalt (gefühlt deutlich <19°C). Besonders unangenehm waren die Toilettenräume, in denen sich nach meinem Kenntnisstand keine Heizkörper befanden und die Temperaturen ähnlich niedrig wie in den Büros waren.