Danke, aber nein danke
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nette Kollegen, interessante Aufgaben, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, grundsätzlich angenehmes Arbeitsumfeld (an guten Tagen).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungsverhalten, fehlende Kommunikation auf Augenhöhe, wenig Transparenz, starke Kontrolle statt Vertrauen, Mitarbeitende, die sich in Führungsverantwortung sehen, schwache Mitarbeiterbindung.
Verbesserungsvorschläge
Führungspositionen überdenken, Führungskräfte schulen, Vertrauen statt Kontrolle leben, Kommunikation verbessern, Mitarbeitende ernst nehmen, gleiche Maßstäbe für alle schaffen
Arbeitsatmosphäre
Stand und fiel mit der Anwesenheit einzelner Personen. Eigenverantwortung wurde teilweise eher als Risiko als als Stärke gesehen. Selbst nachvollziehbare Entscheidungen wurden (von Kollegen) unverhältnismäßig kritisch hinterfragt, wodurch selbst Kleinigkeiten unnötig problematisert wurden und man permanent darauf gefasst sein musste, sich für alles mögliche zu rechtfertigen. Ein entspanntes Arbeiten war unter diesen Umständen kaum möglich.
Image
Halt ein klassischer Versandhandel statt modernem E-Commerce. Es wird sich Mühe gegeben, sich in diese Richtung zu entwickeln.
Work-Life-Balance
37,5 Stunden Woche und 40 % Homeoffice klingen erstmal nach einer guten Work-Life-Balance. Leider wird diese Flexibilität sowohl von Führungskräften als auch von einzelnen Kollegen stark kontrolliert. Man hatte oft das Gefühl, sich für die eigene Arbeitsweise rechtfertigen zu müssen, anstatt einfach seine Arbeit erledigen zu können.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zwar, aber der Eindruck entsteht nicht, dass persönliche Entwicklung wirklich einen hohen Stellenwert hat. Karriere scheint zweitrangig zu sein.
Gehalt/Benefits
Gehalt am unteren Ende und dieses wird auch so lang es geht dort gehalten. Bei Verhandlungen kommen immer wieder spannende Punkte auf, wieso es keine Anpassungen geben sollte.
Bei den Benefits gibt es die Basics: Altersvorsorge, Homeoffice, Jobrad etc. Darüber hinaus fehlt aber vieles, was ein attraktiver Arbeitgeber heute bieten könnte. Kein Urlaubsgeld, kein 13. Gehalt, keine Prämien
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dazu kann ich kaum etwas sagen. Aktive Maßnahmen oder besonderes Engagement in diesem Bereich sind mir nicht aufgefallen.
Kollegenzusammenhalt
Mit einigen wirklich super, mit anderen eher ein Neben- bzw. Gegen- statt Miteinander.
Umgang mit älteren Kollegen
Ziemlich junges Team, daher keine wirklich älteren Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Für mich der mit Abstand größte Kritikpunkt. Kaum Führung. Kaum Empathie. Keine Kommunikation auf Augenhöhe. Gespräche wirkten kalt und distanziert nicht einmal mit Blickkontakt. Persönliche Themen wurden "mal eben" abgevespert. Kritik kam teilweise Freitagmittag kurz vor Feierabend und undeutlich. Ergebnis: ein komplettes Wochenende mit Grübeln, was man wieder falsch gemacht haben soll.
Entscheidungen wurden nicht gemeinsam getroffen. Es wurden Annahmen über Mitarbeitende getroffen und diese danach beurteilt ohne auch nur zu versuchen, deren Perspektive einzunehmen. Transparenz und Fairness habe ich hier stark vermisst.
Statt Vertrauen entstand vor allem eines: permanente Anspannung und ein ungutes Gefühl vor jedem Gespräch.
Arbeitsbedingungen
Das Gebäude ist groß und hell, die Ausstattung ist vorhanden und bei IT-Themen wird geholfen. Allerdings wirkt die technische Ausstattung teilweise nicht mehr zeitgemäß. Mailsystem, Ablagesystem und Kommunikationstools wirken eher wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten.
Kommunikation
Viele Kollegen waren locker und unkompliziert, bei manchen war ein offener Austausch allerdings kaum möglich, was sich auch direkt auf die Stimmung im Büro ausgewirkt hat. Die Führungsebene war sehr distanziert und wenig transparent. Gespräche waren dadurch teilweise eher etwas, worauf man sich mental vorbereiten musste, statt ein normaler Austausch.
Gleichberechtigung
Für manche galten andere Regeln als für andere. In welche Gruppe man kommt ist wohl sympathieabhängig.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich interessant und haben Spaß gemacht.

