Kann die wenigen guten Bewertungen nicht nachvollziehen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
U-Bahn Station in der Nähe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben.
Verbesserungsvorschläge
Die zahlreichen negativen Bewertungen hier sind ernst zu nehmen. Im Unternehmen selbst wird man das nicht tun, denn Meinungen, die der Geschäftsführung nicht zustimmen, werden überhört oder gleich ganz abgesägt.
Entsprechend sind die Führungskräfte gezwungen, zuzustimmen und abzunicken, sonst werden sie zum Problem und gerne aussortiert. Ob man nun dahintersteht oder nicht, spielt keine Rolle. Diese Problematik wird nach unten ins Team getragen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man seinen Job richtig und gut machen will. Die Devise ist: Hauptsache erledigt, egal ob richtig oder falsch. Dabei arbeitet man regelmäßig für die Tonne, weil ohne Plan und Struktur gearbeitet wird.
In unternehmensweiten Monologterminen spricht der Geschäftsführer von Zukunftsfantasien: Man müsse nur etwas härter arbeiten, um im nächsten Jahr eine Party zu feiern. Er glaubt tatsächlich, dass sich eine fünfjährige Krise durch mehr Präsenz im Office (wo nur der Kaffeekonsum, aber nicht die Produktivität steigt) in Luft auflöst. Von der angekündigten Portfolio-Bereinigung bleibt trotz großer Reden nichts übrig.
Operativ statt strategisch.
Stattdessen werden unwirtschaftliche Prestige-Projekte durchgedrückt, während veraltete Produkte weitergeführt werden. Zum Zeitdruck kommen ständige Änderungen kurz vor Marktstart – das Resultat schlechter Planung und ignorierten Fachwissens. Den Rattenschwanz an Zusatzarbeit bedenkt niemand. Die Krönung: Das Produkt wird nach verhauenem Start wieder eingestellt und die ganze Arbeit war umsonst. Dass stattdessen gepredigt wird, die Angestellten müssten nur etwas mehr und schneller arbeiten, um die Krise zu überwinden, birgt durchaus eine tragische Komik. Komisch ist das nicht mehr, wenn im Zweimonatsrhythmus Schuldige gesucht und entlassen werden, statt dass die Geschäftsführung eigene Fehler eingesteht.
Am Ende bleibt es wie so oft bei leeren Ankündigungen, die den Druck auf die Belegschaft erhöhen, aber man wurschtelt sich weiter so durch wie bisher. Die guten Leute im Unternehmen halten das eine Weile aus, durchblicken die Ausweglosigkeit und verlassen das Unternehmen aus eigenen Stücken, so wie ich. Einige Gute fallen unter die Bauernopfer und am Ende bleibt der Rest, der nur das Nötigste tut, nicht zu viel nachdenkt und es sich im Chaos gemütlich macht. Bleiben dürfen die, die die groß an die Bürowände geschriebenen Unternehmenswerte wie "Respekt" und "Vertrauen" mit Füßen treten. Entsprechend kann man sich Wertschätzung und das Arbeitsklima in diesen Gruppen vorstellen. Werden jedoch weiterhin die Personen bevorzugt, die nur nach dem eigenen Wohlergehen schauen, wird sich das herbeigesehnte Auflösen von Silo-Denken nie einstellen und Teams werden sich weiterhin die Schuld gegenseitig zuschieben.
Wer ein gesundes Arbeitsklima, Zukunftsfähigkeit und ein sauber agierendes Unternehmen sucht, sollte um BACHMANN einen großen Bogen machen.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsumfeld ist geprägt von einer Kultur der Unsicherheit, mangelnder Transparenz und einer Führung, der es an Fach- und Rückgratkompetenz fehlt. Während strategische Entscheidungen im Geheimen getroffen und unhinterfragt durchgedrückt werden, sorgt das herrschende Prozesschaos dafür, dass interessante Aufgaben im hektischen Tagesgeschäft untergehen. Abteilungsübergreifend dominiert Silo-Denken und Finger-Pointing, sodass echter Kollegenzusammenhalt meist nur in kleinen Einheiten durch gemeinsamen Frust entsteht. Der einzige klare Lichtblick bleibt die gute Work-Life-Balance dank flexibler Einteilung und Homeoffice-Optionen, was die sonst von Zukunftsängsten und Absicherungsdenken geprägte Atmosphäre jedoch kaum ausgleichen kann.
Arbeitsbedingungen
Die IT-Ausstattung und PCs sind oft veraltet und der Lärmpegel in den Büros macht konzentriertes Arbeiten teilweise schwer. Trotz ausreichender Meetingräume sind diese an Präsenztagen dauerhaft ausgebucht, sodass Besprechungen doch wieder am eigenen Schreibtisch via Teams stattfinden. Es herrscht eine ungleiche Flächenverteilung zwischen fast leeren Großraumbüros und vollgepferchten kleineren Räumen. Besonders ironisch: Obwohl das eigene Kerngeschäft in der modernen Arbeitsplatz-Infrastruktur liegt, wirken die Büros teils wie von vor 20 Jahren – inklusive Chaos bei Kabelmanagement und vollgestellten Tischen.

