Worte und Realität passten nicht zusammen
Gut am Arbeitgeber finde ich
* Gehalt
Verbesserungsvorschläge
* Aufbau stabiler und verlässlicher Führungsstrukturen
* Einführung klar definierter Prozesse und Verantwortlichkeiten
* Konsequente und gelebte Feedback- und Kommunikationskultur
* Stärkere Förderung von Teamzusammenhalt
* Mehr Kontinuität in der Personalentwicklung
* Einheitlichere und transparentere Entscheidungsprozesse
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht stark durch hohe Fluktuation geprägt. Dies betraf sowohl Mitarbeitende als auch Führungskräfte. Die häufigen Wechsel führten zu Unruhe und erschwerten den Aufbau eines stabilen Arbeitsumfelds.
Karriere/Weiterbildung
Eine strukturierte Personalentwicklung oder langfristige Karriereförderung war für mich nur eingeschränkt erkennbar. Der Fokus lag eher auf kurzfristiger operativer Umsetzung.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war ein klarer Pluspunkt.
Kollegenzusammenhalt
Einen ausgeprägten Kollegenzusammenhalt habe ich nur eingeschränkt wahrgenommen. Die Zusammenarbeit war teilweise stark individuell geprägt, und Verantwortung wurde nicht immer gemeinsam getragen. In einigen Fällen hatte ich den Eindruck, dass eher individuelle Vorteile im Vordergrund standen als das gemeinsame Ergebnis.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch langjährige Mitarbeitende verließen das Unternehmen regelmäßig oder wurden gekündigt. Dadurch entstand kein Eindruck einer stabilen, langfristig orientierten Personalpolitik.
Vorgesetztenverhalten
Während meiner vergleichsweise kurzen Zeit im Unternehmen hatte ich mehr als drei verschiedene Vorgesetzte. Diese häufigen Wechsel führten zu fehlender Kontinuität in der Führung, wechselnden Prioritäten und erschwerten eine verlässliche Zusammenarbeit.
Aus meiner Sicht war eine strukturierte Mitarbeiterführung nur eingeschränkt erkennbar. Eine systematische Personalentwicklung fand kaum statt, vieles wirkte eher situativ und wenig konsistent.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass Führungskräfte stark auf ihre eigene Position fokussiert waren und Entscheidungen teilweise eher im Sinne der eigenen Absicherung getroffen wurden als im Sinne der langfristigen Entwicklung des Teams.
Arbeitsbedingungen
Die Unternehmenskultur war aus meiner Sicht stark von der Geschäftsführung geprägt.
Offene Kommunikation und Feedback wurden zwar kommuniziert, in der Praxis jedoch nur eingeschränkt gelebt. Kritische Stimmen wurden meiner Wahrnehmung nach nicht durchgängig aktiv gefördert, was die Offenheit im Austausch begrenzte.
Darüber hinaus entstand bei mir der Eindruck, dass zwischen den öffentlich vermittelten Werten und dem tatsächlichen Umgang mit Mitarbeitenden teilweise erhebliche Unterschiede bestanden. Besonders irritierend war für mich, dass einerseits die Bedeutung jedes einzelnen Mitarbeitenden hervorgehoben wurde, andererseits aber kurz darauf wiederholt Kündigungen ausgesprochen wurden.
Dadurch wirkten einige der kommunizierten Werte für mich nicht immer glaubwürdig und nachhaltig gelebt.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich insgesamt als wenig offen und nur eingeschränkt transparent.
Obwohl offiziell eine Feedbackkultur betont wurde, hatte ich den Eindruck, dass kritische Rückmeldungen in der Praxis nur bedingt aufgenommen wurden. Dadurch entstand eine gewisse Zurückhaltung im offenen Austausch.
Zudem wurden von der Geschäftsführung regelmäßig sehr positive Botschaften vermit-telt, etwa dass man „die beste Mannschaft" sei, das Unternehmen so erfolgreich wie nie zuvor arbeite und jeder Mitarbeitende eine wichtige Rolle spiele. Wenn jedoch kurze Zeit später umfangreiche Kündigungen ausgesprochen wurden, entstand für mich eine deutliche Diskrepanz zwischen der kommunizierten Botschaft und den tatsächlichen Entwicklungen. Dies hat mein Vertrauen in die interne Kommunikation beeinträchtigt.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wurde aus meiner Sicht nicht durchgängig konsequent gelebt. Obwohl formal auf Fairness geachtet wurde, entstanden in der Praxis teilweise unterschiedliche Wahrnehmungen im Umgang mit Mitarbeitenden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im Bereich Forschung/Entwicklung waren grundsätzlich abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Durch fehlende Strukturen und Prozesse konnte das vorhandene Potenzial jedoch nicht immer vollständig ausgeschöpft werden.

