2 Mitarbeiter:innen, die bei Bäcker Göing eine Ausbildung absolvieren oder absolviert haben, bewerten den Ausbildungsbetrieb im Durchschnitt mit 2,0 von 5 Punkten.
Absolut ungeeigneter Ausbildungsbetrieb
2,0
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Konditorin im Bereich Produktion in Hannover gemacht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation und Kritikfähigkeit: All die Punkte, die hier genannt werden, habe ich vor meiner Kündigung angesprochen. Ich habe mich über die fehlenden Ausbildungsmaßnahmen beschwert und außerdem Lösungsvorschläge angeboten. Im Meisterbüro wurde ich noch ernst genommen und es wurde angeboten, dass nach oben weiterzugeben. Im Büro wurden alle Kritikpunkte darauf geschoben, dass ich 1. zu viele Krankheitstage habe und 2. nicht genug Eigeninitiative zeige. Seit Beginn meiner Ausbildung war ich nur am Hinterherlaufen aber klar, so kann man es sich einfach machen. Gaslighting als Kommunikationsstrategie wird bei Göing leider sehr groß geschrieben, alles was nicht gut lief war nur meine eigene Schuld.
Umgang mit Krankheitstagen: man wird sehr unter Druck gesetzt, wenn man krank ist. Ich wurde (ohne Ankündigung was für ein Gespräch es ist) in ein Krankenrückkehrgespräch geholt, in dem ich so lange unter Druck gesetzt wurde, bis ich den Krankheitsgrund genannt habe. Ich wurde zu meinem Lebensstil ausgefragt, da der ja etwas mit meinem Krankheitsausfall zutun haben könnte. Absolut grenzüberschreitendes Verhalten, natürlich unter dem Deckmantel "Fürsorge"
Der Chef: lebt absolut an der Lebensrealität der Mitarbeiter*innen in der Produktion. Hat an meinem ersten Arbeitstag sehr lange darüber gesprochen, wie wichtig ihm die Menschen im Betrieb seien und hat dann nicht mal mehr gewartet, bis die neuen Azubis sich vorgestellt haben, bis er abgedüst ist. Mehr muss ich glaube ich nicht sagen.
Verbesserungsvorschläge
- Azubis wie Azubis und nicht wie billige Arbeitskräfte behandeln. - Kommunikation auf Augenhöhe umsetzen und nicht nur als Marketingstrategie. Vor allem zwischen Büro und Produktion. - vielleicht mal weniger produzieren und nicht so viel wegschmeißen.
Arbeitsatmosphäre
Je nach Kollegium gut. Wird aber überschattet durch permanenten Stress und Druck.
Arbeitszeiten
Man kann in dem Job keine angenehmen Arbeitszeiten erwarten. Was aber meiner Meinung nicht gehen sollte, ist es Azubis innerhalb einer Woche zwei Tage in die Früh- und dann zwei Tage in die Nachtschicht zu schicken. Da braucht man sich auch nicht wundern, dass Leute wegen Krankheit ausfallen. Als ich bei Göing anfing, gab es noch eine Spätschicht. Dass diese abgeschafft wird, wurde schon länger debattiert. Die Entscheidung kam dann aber doch sehr plötzlich und dann wurde auch innerhalb von zwei Tagen der Plan angepasst. In den Kununu-Antworten von Göing heißt es, dass es zwei Wochen Vorlauf gibt, außer in Ausnahmefällen wie Krankheit etc. Eine Umstrukturierung der Schichtpläne sollte nicht zwei Tage vor Durchsetzung beschlossen werden. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass bei Göing wenig Rücksicht auf die Menschen in der Produktion genommen wird.
Ausbildungsvergütung
Besser als in kleinen Betrieben.
Die Ausbilder
Ich wurde de facto von meinen Arbeitskolleg*innen ausgebildet, wenn denn mal Zeit im stressigen Arbeitsalltag war. Das sollte nicht deren Job sein und es war wirklich super lieb, dass sie sich dafür die Zeit genommen haben. Nur deshalb gibt es überhaupt den zweiten Stern. Beim Bewerbungsgespräch wurde explizit darauf verwiesen, dass der Arbeitsalltag in so einer großen Konditorei natürlich anders ist, als in einem kleineren Ausbildungsbetrieb. Es wurde aber auch ausdrücklich gesagt, dass uns Azubis alles beigebracht wird. Dass es betrieblichen Unterricht gibt, wir extra Praxisstunden haben und Azubi-Projekte. In den 10 Monaten, die ich da war wurden wir insgesamt zwei Mal für jeweils eine halbe Stunde rausgezogen, um etwas zu üben. Innerbetrieblichen Unterricht gab es nicht und auch keine Azubi-Projekte. Als ich vor meiner Zwischenprüfung fragte, ob ich mir einige Tage nehmen dürfte um zu üben, war die Antwort: "Wieso denn, sieh die Prüfung doch als Übung". Es wurde oft damit begründet, dass momentan einfach viel zutun sei und zu wenige Mitarbeitende da sind. Bei allem Verständnis für die Situation, sowas kann nicht auf Kosten der Azubis ausgetragen werden.
Spaßfaktor
Hätte höher sein können, wenn man nicht dauerhaft Stress ausgesetzt wäre oder angemeckert wird.
Aufgaben/Tätigkeiten
Wie zu erwarten in einer großen Konditorei eher eintönig.
Respekt
Von so gut wie allen Leuten aus dem Büro, mit denen ich Kontakt hatte, und vom Chef selbst ehrlich gesagt überhaupt nicht.
Variation
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Arbeitgeber-Kommentar
Claudia GäbelKommunikationsmanagement
Liebe ehemalige Auszubildende Y.,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Eindrücke zu schildern. Auch wenn Ihre Bewertung inzwischen lange nach Ende Ihrer Ausbildungszeit entstanden ist, möchten wir Ihre Perspektive respektvoll aufnehmen. Einige Ihrer Aussagen möchten wir gern einordnen, da sie eine verzerrte Darstellung unserer tatsächlichen Abläufe und der damaligen Zusammenarbeit wiedergeben.
Kommunikation & Zusammenarbeit
Uns ist ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe sehr wichtig – unabhängig von Position oder Rolle. Gleichzeitig gehört dazu auch, Verantwortung zu übernehmen und Feedback konstruktiv anzunehmen. Wir haben während Ihrer Zeit mehrfach versucht, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Dass diese Gespräche von Ihnen offensichtlich anders wahrgenommen wurden, bedauern wir. Aus Ihrer Bewertung entsteht der Eindruck, dass Kritik ausschließlich „nach oben“ gerichtet wurde und Probleme stets bei anderen gesucht wurden. Dies macht die Zusammenarbeit – für beide Seiten – leider sehr herausfordernd.
Krankenrückkehrgespräch & Fürsorgepflicht
Krankenrückkehrgespräche führen wir standardisiert mit vielen Mitarbeitenden; sie gehören zu einem ganz normalen und anerkannten Fürsorgeprozess eines familiengeführten Unternehmens. Niemand wird hierbei unter Druck gesetzt. Wir fragen nie nach Diagnosen. Viele Mitarbeitende vertrauen uns seit Jahrzehnten freiwillig persönliche Informationen an, weil wir uns auch bei schweren Krankheitsverläufen langfristig kümmern. Wenn Sie dies anders erlebt haben, tut uns das leid.
Ziel ist ausschließlich, gemeinsam mögliche Belastungen oder Unterstützungsmöglichkeiten zu besprechen. Dass Sie das Gespräch als übergriffig empfunden haben, tut uns sehr leid.
Ausbildungsstruktur & Inhalte
Eine Ausbildung ist ein großer Schritt ins Berufsleben. Viele junge Menschen brauchen Zeit, um sich an Abläufe, Teams, Verantwortung und den Rhythmus eines echten Betriebes zu gewöhnen. Das ist völlig normal und ein Teil des Erwachsenwerdens.
Ein Betrieb mit rund 300 Mitarbeitenden und 27 Standorten braucht klare Strukturen und Standards, damit Abläufe funktionieren, alle Menschen Sicherheit haben und pünktlich ihre Vergütungen, Urlaubstage und Arbeitsmittel erhalten. Ohne solche Standards wäre ein verantwortungsvoller Betrieb schlicht nicht möglich.
Wir erwarten nicht, dass junge Menschen zu Beginn alles können oder sofort alles verstehen. Ausbildung bedeutet auch: Kritik annehmen lernen, sich Schritt für Schritt einzufinden und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Dabei unterstützen wir mit Lernmodulen, festen Ansprechpersonen, innerbetrieblichem Unterricht und regelmäßigen Gesprächen.
Sie schildern, keine ausreichenden Ausbildungsinhalte erhalten zu haben. Faktisch standen Ihnen jedoch mehrere Ansprechpersonen zur Verfügung – im Meisterbüro, in der Produktion und der HR. Dass Kolleg*innen Sie zusätzlich unterstützt haben, zeigt eher den starken Teamgedanken in unseren Abteilungen. Es stimmt, dass wir in Phasen hoher Auslastung Prioritäten setzen müssen. Das gilt für jeden größeren Ausbildungsbetrieb. Dennoch hat es regelmäßige Anleitung und Übungseinheiten gegeben – wenn auch vielleicht nicht immer in dem Umfang, den Sie sich vorgestellt haben.
Für Ihre Zwischenprüfung haben wir Ihnen einen kompletten Tag zur Vorbereitung freigestellt. An diesem Tag haben Sie sich jedoch krankgemeldet. Als Sie am Rückkehrtag darum baten, den Vorbereitungstag sofort nachzuholen, war dies kurzfristig leider nicht möglich, da der Produktionsplan fixe Tagesabläufe erfordert.
Wichtig ist aber: Ein späterer Nachholtermin wäre jederzeit möglich gewesen – dies wurde Ihnen auch so kommuniziert.
Die Aussage, wir hätten Ihnen keine Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung angeboten, ist daher nicht zutreffend.
Schichtplanung & Organisation
Die Entscheidung zur Umstrukturierung des Schichtmodells war betriebsnotwendig und wurde transparent kommuniziert. In Ausnahmefällen, gerade bei kurzfristigen Krankheitsausfällen, kann es zu Anpassungen kommen – das ist in Produktionsbetrieben nicht unüblich. Azubis erhalten grundsätzlich eine geregelte Planung, und auch Sie haben Ihre Einsätze im Voraus erhalten.
Zum Thema „Chef“
Unser Inhaber nimmt sich bewusst Zeit, neue Auszubildende am ersten Arbeitstag persönlich zu begrüßen – so auch bei Ihnen. Dass er aufgrund externer Termine den Termin nicht vollständig begleiten konnte, ist bedauerlich, aber in seiner Rolle völlig normal, denn In einem Unternehmen unserer Größe ist die Geschäftsführung parallel für strategische Aufgaben verantwortlich – wie Investitionen, Partnertermine, Lieferantenbeziehungen, Stadt- und Branchenkontakte. Ohne diese Arbeit wären Ausbildungsplätze, filiale Infrastruktur, Vergütungen, Sozialräume und Maschinen schlicht nicht finanzierbar.
Dafür war ein vollständiges Team aus HR und Produktion für Sie über mehrere Stunden hinweg da. Dieses wird in Ihrer Schilderung leider komplett ausgeblendet.
Abschließende Worte
Wir möchten betonen, dass wir jede Rückmeldung ernst nehmen. Gleichzeitig legen wir Wert darauf, dass Darstellungen fair bleiben. Die Zusammenarbeit war für uns – wie für Sie – herausfordernd. Wir sind jedoch froh, dass Sie einen neuen Weg gefunden haben, der offenbar besser zu Ihnen passt. Wir wünschen Ihnen aufrichtig alles Gute für Ihre berufliche Zukunft.
Wir möchten an dieser Stelle – ganz allgemein – abschließend einen wichtigen Punkt ansprechen:
Ein Unternehmen besteht nicht nur aus einer Geschäftsführung, sondern aus vielen Menschen: Kolleginnen und Kollegen, Ausbilder*innen, Mitarbeitenden, die tagtäglich gemeinsam arbeiten. Wenn einzelne ehemalige Beschäftigte öffentlich wiederholt und emotional gegen einen Betrieb oder einzelne Personen auftreten, trifft das immer auch diese Menschen, die weiterhin engagiert im Unternehmen arbeiten.
Wir wünschen uns für alle Beteiligten einen respektvollen Umgang – auch nach einer Beendigung eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses.
Sollten in sozialen Medien oder anderen Kanälen Grenzen überschritten werden oder einzelne Personen diffamiert werden, behalten wir uns grundsätzlich vor, zum Schutz unserer Mitarbeitenden und unseres Unternehmens geeignete Schritte zu prüfen. Das gilt unabhängig davon, um wen es geht.
Alles Gute.
Meine Erfahrung bei Göing
1,9
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Kauffrau für Büromanagement im Bereich Administration / Verwaltung in Hannover abgeschlossen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
-
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wurde nie ein Lob ausgesprochen, für Dinge die ich gut gemacht habe. Es wurden immer nur Sachen vorgeworfen, die ich schlecht gemacht habe. Und das in einem schroffen Ton. Es wurde nie gefragt, wie es in der Schule läuft oder ähnliches. Wenn man nicht gemocht wird (aus welchem Grund auch immer) bekommt man das deutlich zu spüren. Mein Selbstbewusstsein hat wirklich sehr in der Zeit gelitten und ich bin mit Bauchschmerzen zur Arbeit.
Verbesserungsvorschläge
Die Geschäftsführung sollte an Seminaren teilnehmen, wie man mit den Mitarbeitern umzugehen hat. Außerdem diese zu fördern, damit man auch gerne dort zur Arbeit geht.
Arbeitsatmosphäre
Mit den Kollegen untereinander habe ich mich gut verstanden. Gemeinsame Aktivitäten gab es leider nicht.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten waren gut. Ich musste keine großen Überstunden in Kauf nehmen oder am Wochenende arbeiten. Überstunden konnten alle genommen werden. Es gab jedoch leider nur 20 Urlaubstage.
Ausbildungsvergütung
Das Ausbildungsgehalt war ziemlich mau. Aus meiner Klasse hatten fast alle um einiges mehr verdient. Das Gehalt wurde jedoch pünktlich überwiesen. Und es gab Weihnachtsgeld.
Spaßfaktor
An sich fand ich die Aufgabenbereiche der Ausbildung gut, jedoch bin ich nicht gerne zur Arbeit gegangen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Ich hatte genug zu Zeit zum Lernen, ich durfte aber nicht auf der Arbeit Berichtsheft schreiben oder ähnliches.
Variation
Ich habe nicht viel neues gelernt. Es war jeden Tag der gleiche Ablauf. In anderen Abteilungen war ich auch nicht.
Respekt
Meine Kollegen waren nett zu mir, die Geschäftsführung sieht sich jedoch als was besseres und ist mir immer mit einer besonderen Arroganz entgegen gekommen. Ich musste mir oft nicht nette Sachen anhören.
Basierend auf 2 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Azubis wird Bäcker Göing durchschnittlich mit 3 von 5 Punkten bewertet. 33 der Bewertenden würden Bäcker Göing als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Basierend auf 2 Bewertungen schätzen die Auszubildenden besonders die Faktoren Kollegenzusammenhalt an dem Unternehmen.
Neben positivem Feedback haben Azubis auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 2 Bewertungen sind Auszubildende der Meinung, dass sich Bäcker Göing als Arbeitgeber vor allem im Bereich Gehalt/Benefits noch verbessern kann.