Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Bartenbach 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Alle sind gleich - aber manche sind gleicher als die anderen

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2020 im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Bartenbach Aktiengesellschaft in Mainz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Geld kommt pünktlich zum Monatsende, modernes Büro (bequeme Stühle, viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit), kostenloser Kaffee/Wasser, Arbeitsmittel sehr gut, viele tolle Kolleg*innen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Gehalt: Für die Rhein-Main-Region und verglichen mit anderen Agenturen, zu gering
- Führungs-“Stil“: Zwang, Angst und Kontrolle funktionieren als Motivator ebenso wenig wie Manipulation
- Image: Nach draußen gut dazustehen, ist das A und O.
- Fehlender Zusammenhalt im Kollegium
- fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten
- leere Worthülsen als Feedback
- Immer nur reagieren statt proaktiv agieren
- Zeiterfassung im Viertelstunden-Takt. Ruhezeiten, zur kreativen Entwicklung o. Ä. sind (außer der gesetzlichen halbe Stunde Pause, die automatisch in der Zeiterfassung abgezogen wird) nicht vorgesehen.
- Anwesenheit wird über ein separates System erfasst, sowie die Tischbuchung über ein Drittes. Erstaunlich, dass hier wiederum die Führungsebene nichts besseres zu tun hat, als diese drei Systeme zu kontrollieren - während ihre Mitarbeitenden versuchen, ihren Job zu machen.

Verbesserungsvorschläge

- Mit dem Micromanagement und den unkonkreten, pauschalen Ansagen an die Belegschaft aufhören
- Mitarbeiter, die motiviert und proaktiv sind, machen lassen und nicht durch Micromanagement einschränken.
- Die Werte „Mut, Respekt, Verantwortung“ tatsächlich leben - unabhängig von beruflicher Stellung im Unternehmen

Arbeitsatmosphäre

„Mut - Respekt - Verantwortung“ steht drauf, ist aber leider nicht drin. Im Arbeitsalltag ist hiervon nichts zu spüren.

Abteilungsübergreifende Arbeit ist geprägt vom Zuschieben von Verantwortlichkeiten. Keiner will helfen, alle sind „Land unter“ oder nicht zuständig, egal wie umfangreich die Anfrage ist. Manch eine Aufgabe bleibt dann einfach liegen.

Angeblich „offene Fehlerkultur“, aber: Sollten Fehler passieren, schiebt man sich unter den Kollegen (auch gerne im Kundentermin) gegenseitig die Schuld zu, um selbst nicht als der Doofe dazustehen. Fehler sind grundsätzlich an die Vorgesetzten zu melden.

Finanzieller Druck durch die Führung ist hoch, immer wieder wird davon gesprochen, dass „mehr Effizienz“ von Nöten ist.

Kommunikation

Bezüglich der täglichen Arbeit:
Schwierig, da man sich nicht auf ein Modell einigen kann. An sich ist man über Mail, Teams und Telefon erreichbar. Viele Kollegen lesen ihre Mails jedoch nicht (regelmäßig) oder lassen sie unbeantwortet, auch auf mehrmalige Nachfrage oder persönliche Erinnerung.
Teams wurde halbherzig als neuer Kommunikationskanal etabliert, dort ist das Problem des Ignorierens von Nachrichten, insbesondere in Teams und Gruppenchats, leider noch höher.

Bezüglich interner Kommunikation:
Es gibt regelmäßige Updates seitens der Geschäftsführung, in der die wichtigsten Ereignisse an die Belegschaft verkündet werden. Problem: Viel Flurfunk und Herrschaftswissen. Offizielle Ansagen brauchen zu lange bis zur Verkündung.
Außerdem passen offizielle Ansagen und der Flurfunk selten zusammen.

Kollegenzusammenhalt

Im Team hilft man sich, wo man kann. Es wird versucht, Abgänge (die entweder gar nicht oder nicht adäquat neu besetzt werden) bestmöglich auszugleichen und hält sich mit Galgenhumor bei Laune.

Aber darüber hinaus wird keine Gelegenheit ausgelassen, jeweils über andere Bereiche und deren Beitrag zum Unternehmenserfolg zu lästern. Wer viel abrechnet, ist der King - der Rest ist „ineffizient“ und lässt sich aushalten. Schwer herauszufinden, wem man vertrauen kann, insbesondere da manche Mitarbeiter Sonderstati besitzen und Regeln wie die Zeiterfassung für sie eher lose bis gar nicht gelten.

Work-Life-Balance

Durch flexible Arbeitszeiten (theoretisch) gegeben. Home-Office an 2 von 5 Tagen möglich (Vollzeit), aber nicht gerne gesehen. Erreichbarkeit ist von 9 bis 18 Uhr gewünscht. Wer vor 17:30 Uhr geht, muss mit Klassikern wie „Na, halber Tag heute?“ oder „Es ist doch noch hell?“ rechnen.

Workload allgemein ungleichmäßig verteilt. Kollegen, die viel schaffen und einen guten Job machen, werden mit Aufgaben überladen und müssen Überstunden leisten, die aufgrund der Menge an Arbeit nicht abgefeiert werden können. Währenddessen tun andere Kollegen auch nach Aufforderung nur das Nötigste und kommen damit davon.

Vorgesetztenverhalten

Sehr unterschiedlich, je nachdem, in welchem Team/Bereich man arbeitet. Bestimmt maßgeblich die Zufriedenheit mit der Arbeit/den Aufgaben und die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen.

An entscheidenden Stellen ist die Führung von Micromanagement geprägt. Die Qualität der getanen Arbeit ist egal, aber dass die Daten abgelegt sind und einer korrekten Dateinotation entsprechen, ist wichtiger. Kundenzufriedenheit ist zweitrangig, solange der Job „grün ist“.
Führung durch Zwang und Kontrolle.

Interessante Aufgaben

Hängen zum Großteil von der Teamleitung ab. Neue oder unbeliebte Kollegen dürfen gerne die Drecksarbeit erledigen.

Sollte man wider erwarten Zeit haben, kann man sich nach Absprache eigenverantwortlich eigenen Aufgaben widmen, die bitte primär die Unternehmensziele fördern und sekundär der eigenen Weiterbildung nützen sollen.

Viele Aufgaben sind auch reine Abwicklungsaufgaben, die nicht viel Können erfordern, dafür wiederkehrend und eintönig sind. Das Problem ist, dass man sich das Geld den Kauf passender Tools spart, sondern lieber die ohnehin bezahlte Arbeitskraft nutzt.

Durch hohe Fluktuation hat man grundsätzlich gute Möglichkeiten (auch für Quereinsteiger), schnell viel zu lernen. Stressresistenz und eine hohe Frustrationsschwelle sollte man aber mitbringen.

Gleichberechtigung

Männer wie Frauen werden gleich (unter-)durchschnittlich bezahlt.

Generell werden ältere Kollegen und Frauen offen diskriminiert. Hier fehlt es an einer Gleichstellungsbeauftragten - oder Respekt vor dem Gegenüber. In geschlossenen Team-Runden/-Pausen fallen anzügliche Sprüche gegenüber Frauen aus dem letzten Jahrhundert, die noch mit Lachern von männlichen Kollegen quittiert werden.
Schade. Ich dachte, wir wären eine moderne Agentur?

Umgang mit älteren Kollegen

Sehr unterschiedlich. „Alte Hasen“ sind im Kollegium in der Regel gut gelitten, da sie Erfahrung und gute Laune mitbringen.
Ihnen werden aber keine wichtigen oder zeitkritischen Aufgaben mehr zugetraut.

Die Agentur „muss sich verjüngen“ - das betrifft aber nur die normalen Angestellten

Arbeitsbedingungen

Modernes, minimalistisch eingerichtetes Büro, bequeme Bürostühle und überall Stehtische. Weitestgehend sauber, Clean-Desk-Prinzip (freie Platzwahl mit ein paar Ausnahmen). Layout Großraumbüro. Großer Pausenraum mit Koch-Möglichkeiten, sowie Telefonzellen für Meetings.

Die meisten Mitarbeitenden werden ebenfalls mit moderner Technik aus dem Apple Ecosystem ausgestattet. Die Bereiche mit weniger Kundenkontakt dürfen 5+ Jahre alte Thinkpad-Rechner bis zum Defekt nutzen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Neues Gebäude wohl sehr energieeffizient. Die Belegschaft wird gemahnt, Klimaanlage und Heizung nicht verschwenderisch zu nutzen - natürlich im Sinne des Klimas, und nicht nur aus Kostengründen

Man versucht aus Image-Gründen, grüner zu werden, weil das Thema ja gut ankommt und für manche Ausschreibungen Voraussetzung ist (siehe unten, Stichwort Image).

Gehalt/Benefits

Gehalt ist allgemein gesehen für die Branche und Region unterdurchschnittlich. Es klaffen an vielen Stellen große Lücken, wie sich durch Gespräche unter Angestellten herausstellt.

Vermögenswirksame Leistungen werden angeboten.

Image

Das wohl wichtigste Thema der Agentur.
Man will bei den großen Agenturen in Deutschland mitspielen, verhält sich in der Kommunikation und Arbeitsweise aber nicht professioneller als die "Zwei-Mann-Marketing-Klitsche" von nebenan, die man nicht sein will.

Karriere/Weiterbildung

Karriere kann man hier nicht machen. Junge Talente merken schnell, wie der Hase läuft, nehmen die Erfahrung mit und machen woanders Karriere.
Wer hier etwas werden will, muss leider bei der Führung zu Kreuze kriechen.

Guter Arbeitgeber für einen Quereinstieg in die Branche.

Es gibt ein internes Weiterbildungsprogramm, bei dem Mitarbeitende (außerhalb ihrer Arbeitszeit) anderen Mitarbeitenden (ebenfalls außerhalb ihrer Arbeitszeit) von ihren Aufgaben erzählen.
Externe Weiterbildungen, die einen fachlich weiterbringen, muss man beantragen und selbst zahlen.

HilfreichHilfreich?2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...