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Die Titanic des Bergbaus: engagierte Mannschaft, unfähige Kapitäne

1,6
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Nicht mehr viel ...

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fazit

Der Standort in Merkers wird systematisch vernachlässigt und scheint bewusst auf die Schließung vorbereitet zu werden. Während die Geschäftsführung in Gelsenkirchen und die Konzernmutter Komatsu den Standort praktisch ignorieren, leidet die Belegschaft unter Missmanagement, fehlender Perspektive und Ungleichbehandlung. Wer hier arbeitet, muss sich auf Druck, Frust und Unsicherheit einstellen. Empfehlenswert ist dieser Arbeitgeber in keiner Weise.

Verbesserungsvorschläge

- ernsthafte Auseinandersetzung mit den Problemen am Standort Merkers

- Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden im Konzern (Gehalt, Benefits, Tarife)

- respektvolle Zusammenarbeit mit den Kollegen statt einer Abwehrhaltung

- transparente Kommunikation und klare Entscheidungen vor Ort

- Aufbau einer modernen Personal- und Führungskultur mit Mitarbeitergesprächen, Feedback und Weiterbildungen

- faire Behandlung von Frauen und Bereitstellung angemessener Einrichtungen

Arbeitsatmosphäre

Die Mitarbeitenden untereinander verstehen sich gut, halten zusammen und möchten wirklich etwas erreichen. Das Positive endet allerdings dort – denn fast alle Führungskräfte agieren inkompetent, bauen massiven Druck auf und tragen selbst wenig bei. Motivation entsteht allein durch die Kollegen, nicht durch die Unternehmensführung.

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Welches Image?
Ein Paradebeispiel für modernes Management: Engagierte Mitarbeitende halten das Unternehmen über Wasser, während der CEO und Anhang in ihrer eigenen Blase Champagner schlürfen und sich um die Realität vor Ort kaum kümmern. Wer also schon immer erleben wollte, wie ein sinkendes Schiff aussieht, ohne selbst die Kapitänskajüte betreten zu müssen, ist hier genau richtig.

Work-Life-Balance

Hoher Druck, schlechte Aufgabenverteilung und ständige Überlastung prägen den Alltag. Überstunden sind Voraussetzung um sich auch mal die "teuren Paprikas" zu gönnen. Private Belange finden keine Berücksichtigung - Familienleben leidet / Beziehungen scheitern. Krankentage schießen in die Höhe wie Pilze aus dem Boden. Burn-Out-Gefahr.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt keinerlei Perspektiven: keine Mitarbeitergespräche, keine Leistungsbeurteilungen, keine Aufstiegschancen, keine Weiterbildungen. Wer sich entwickeln möchte, muss das Unternehmen verlassen.

Gehalt/Benefits

Die Bezahlung ist ungleich und nicht marktgerecht. Es gibt weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld, keine klare Lohn- und Gehaltsstruktur und deutliche Unterschiede im Vergleich zu anderen Unternehmen im Konzern (Komatsu/GHH). Gleiche Arbeit wird unterschiedlich bezahlt, was zu starker Ungleichbehandlung führt. "Code of Coduct" und so...

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Öl kommt aus der Erde und wird auch wieder in die Erde ordnungsgemäß zurück gebracht. Sondermüll ist ebenfalls teuer und wird auch über die "billigeren" Tonnen entsorgt. Weitere Grüße gehen raus an Komatsu's EHS.

Kollegenzusammenhalt

Die Belegschaft hält größtenteils zusammen und versucht, die gravierenden Defizite von oben auszugleichen. Allerdings werden durch ständige Kündigungen oder freiwillige Abgänge die Aufgaben einfach auf andere verteilt, sodass die Belastung immer größer wird und das Team ausgedünnt wird.

Umgang mit älteren Kollegen

Besonders lehrreich für alle, die gerne sehen möchten, wie Erfahrung und Loyalität belohnt werden: Ältere Kollegen erhalten das wenigste Geld, aber den größten Druck – ein echtes Vorbild für ‚Leistung lohnt sich'. Hier wird man gerne alt.

Vorgesetztenverhalten

Die Geschäftsführung wie auch viele Abteilungsleiter zeigen keinerlei Führungsqualitäten. Kritikfähigkeit ist nicht vorhanden, stattdessen wird Druck aufgebaut, mit Abmahnungen und Kündigungen gedroht und Verantwortung auf Mitarbeitende abgeschoben. Strategische Fehlentscheidungen und Desinteresse bestimmen das Bild.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung und Infrastruktur lassen stark zu wünschen übrig. Arbeitsplätze sind oft unzureichend ausgestattet, notwendige Werkzeuge und Materialien fehlen oder sind veraltet. Besonders hervorzuheben ist die ungleiche Behandlung der Geschlechter und Gesichter. Pure Ergonomie auf einem Sperrmüllhaufen.

Kommunikation

Es gibt keine transparente Kommunikation. Die Geschäftsführung ist nur selten vor Ort (teilweise nur wenige Stunden pro Woche, manchmal wochenlang gar nicht). Entscheidungen trifft allein die Geschäftsführung, ohne Einbindung oder Vertretung durch Prokuristen. Austausch mit den Mitarbeitern und deren gewählte Vertretung findet kaum statt, stattdessen herrscht ein feindliches Klima gegenüber Mitbestimmung.

Gleichberechtigung

Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen ist deutlich sichtbar. Frauen haben bis heute keine adäquaten Umkleiden oder Duschen und müssen sich seit Jahren in einer kleinen Toilette umziehen. In der Steinzeit war man da schon weiter. Grüße gehen übrigens raus an den "Code of Conduct" von Komatsu.

Interessante Aufgaben

Absolut 5 von 5 Sterne – wenn man abgesehen von den interessanten Produkten Spaß daran hat, ständig Probleme aus falsch getroffenen Entscheidungen des Chief Executive Officers und der 90%igen Führungsebene zu lösen und sich um die Aufgaben der Kollegen zu kümmern, die gekündigt wurden. Sehr lehrreich!

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.