Ihr Unternehmen?

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Bauer-Walser 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Branchenproblem; mehr Schein als Sein

2,7
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung in Pforzheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Grillfest und Weihnachtsfeier sind super locker und sehr spaßig
- Standard-Aufgaben lassen sich gut und schnell erledigen - es gibt auch nicht all zu viel Zeitdruck; also relativ wenig Micro-Management von den Chefs
- mein eigenes Team ist ein Traum

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Fehlerpolitik ("Wer war es?" statt: "Warum ist das passiert?" und "Wie können wir es vermeiden oder besser machen?")
- man muss oft den Kollegen hinterher rennen und sie nerven, damit man bekommt, was man braucht
- einige Mitarbeiter schieben Ihre Aufgaben mit "Doof-Stellen" permanent ab und kommen durch damit, weil sie offensichtlich durch das ständige "so viel zu tun"-Gejammer besser bei der Geschäftsführung ankommen als die wirklichen Leistungsträger

Verbesserungsvorschläge

- richtiges Onboarding (vielleicht mit Mentor). Es gibt nicht so richtig einen Einarbeitungsplan. Das erfolgt alles eher salopp. Wo man dann etwas schwächer auf der Brust ist erkennt man erst, wenn Kollegen im Urlaub sind. Dann kommt man unnötig in Stress.
- Kompetenzen der Mitarbeiter anerkennen und auch darauf vertrauen (bisher fragen Kollegen ganz oft bei winzigen Angelegenheiten schon den Chef, statt das auch mal selbst entscheiden zu dürfen)
- Mitarbeitermotivation und Wertschätzung überdenken
- Sorgen und Nöte der Mitarbeiter ernst nehmen; sonst nutzt nie wieder jemand "die offene Tür". Vielleicht regelmäßigere Mitarbeitergespräche? Auch mit detailliertem Feedback.
- mehr in die eigene Infrastruktur stecken - man vergrößert das Unternehmen stetig; aber die Administration kommt nicht hinterher. Das erkennt man sowohl an der Hardware, als auch an der Software und den Abläufen intern.
- bessere Sicherheitskontrollen; Es gibt Taschen- und Personenkontrollen beim Verlassen des Gebäudes. Das passiert aber alles händisch und dauert bei Stoßzeiten lang; ein Röntgengerät für die Tasche würde das vielleicht beschleunigen, sodass nur noch die Person per Hand durchsucht werden muss

Arbeitsatmosphäre

Es ist unheimlich schwer an die Informationen zu kommen, die man für seine tägliche Arbeit benötigt. Das Frustlevel ist je nach Abteilung sehr hoch. Das merkt man dann auch an der Stimmung.

Kommunikation

In den meisten Fällen wird man vor vollendete Tatsachen gestellt - Rückfragen sind dann zwar erlaubt, aber der Kommunikationsweg ist sehr einseitig.

Kollegenzusammenhalt

Möglicherweise ein Resultat von Stress, Resignation und Frust. Die meisten Kollegen schauen nur nach sich. Benötigt man Hilfe, gibt es nur vereinzelte Stellen, an die man sich wenden kann und die sind sowieso schon völlig überladen. Weil eben jeder sich an die einzelnen Personen wendet. Alle anderen haben "jetzt keine Zeit" oder "keine Ahnung, frag mal xyz". Das ähnelt jedes mal einer Schnipseljagd.

Work-Life-Balance

Gleitzeit gibt es hier nicht wirklich. Man hat vorgegebene Arbeitszeiten. Nach Rücksprache mit den Kollegen ist es eventuell möglich später zu kommen oder früher zu gehen; aber eben nur vereinzelt.

Vorgesetztenverhalten

Man bekommt immer zu hören, dass die Tür immer offen ist.
Nimmt man das aber in Anspruch werden die Sorgen und Nöte kleingeredet. Man wird nicht ernst genommen und am Ende geht man mit einem schlechten Gewissen raus, weil man sich fragt, ob man selbst das Problem ist, wenn man doch eigentlich nur Hilfe möchte.

Interessante Aufgaben

Bei Bauer Walser ist kein Vorgang wie der andere. Abwechslungsreich ist das schon - allerdings zeigt das auch, dass es kein durchgängiges Konzept gibt.

Gleichberechtigung

Es gibt hier schon eine Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern.
Aber zwischen Jung und Alt gibt es hier schon eine erhebliche Kluft.

Umgang mit älteren Kollegen

Ganz nach dem schwäbischen Motto "nicht geschimpft ist Lob genug".
Hier gibt es etliche Kollegen, die seit mehr als 10 Jahren im Unternehmen arbeiten und noch nicht ein einziges Mal eine Gehaltserhöhung bekommen haben (auch nicht auf eigene Anfrage).
Die älteren Kollegen tragen das Unternehmen, weil sie die einzigen sind, die die umständlichen alten Prozesse kennen und durchziehen.
Für die Jüngeren ist es nahezu unmöglich einen Durchblick zu bekommen. Daher kommt sicherlich auch der Frust.

Arbeitsbedingungen

Je nach Neu- oder Altbau sind das Welten. Es kommt auch darauf an auf welcher Seite des Unternehmens man platziert ist.
Nebenan gibt es eine Betonfabrik (laut und staubig) und ein Klärwerk (riecht ab und zu).
Allerdings gibt es auch viel Wiese (auf der anderen Seite)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sozial engagieren tut sich das Unternehmen mit der eigenen Stiftung. Umweltvorgaben werden erfüllt. Es gibt Solarstrom und auch sonst hört man oft, dass man mehr Nachhaltigkeit möchte.

Gehalt/Benefits

Das Gehaltslevel ist relativ niedrig angesetzt. Dafür gibt es viele Sozialleistungen (Essensgutscheine, Tankkarte...)
Leider gibt es nicht genug Parkplätze und durch die Firmen im Umkreis sind an der Straße auch relativ wenige Parkmöglichkeiten übrig.
Homeoffice gibt es durch die veralteten Strukturen leider auch nicht.

Image

Ich denke, dass das Image nach außen gut ist.

Karriere/Weiterbildung

Notwendige Weiterbildungen werden bezahlt - allerdings wird immer hinterfragt, ob es nicht einen günstigeren Anbieter gibt und ob die Weiterbildung für den eigenen Job wirklich nötig ist.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.