Das nahende Ende einer Traditionsfirma
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts mehr
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führung, Kommunikation, Vorgesetzte - eigentlich alles.
Verbesserungsvorschläge
Der Investor soll die Sparten bitte verkaufen. Das ermöglicht wenigstens den meisten Mitarbeitern eine Zukunft in einem guten Unternehmen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist inzwischen geprägt von Angst, Resignation und Wut. Die Managementpolitik des Investors ist katastrophal. Vorstände und Geschäftsführer (leider auch die guten) werden unter fragwürdigsten Bedingungen ausgetauscht und durch menschlich und fachlich ungeeignete Nachfolger ersetzt. Eine mittelmäßige Leitung einer Kleinst-Abteilung hat keine Fach- und Führungskompetenz für ein 2 Milliarden-Unternehmen. Die Folge sind massenhaft Fehlentscheidungen und das weitere Einsetzen nahestehender aber ungeeigneter Personen in der nächsten Ebene (Marketing, IT, Compliance). Daher kommt es massenhaft zu Kündigungen und jeder macht nur nur noch Dienst nach Vorschrift. Traurig, wie man ein Unternehmen so kaputt machen kann.
Image
Das Image ist nach Außen noch besser, da viele nicht mitbekommen, was im Unternehmen passiert. Inziwschen wissen in der Region aber viele Leute, was bei Bauer los ist, daher rät auch kein vernünftiger Mitarbeiter mehr Freunden oder Familie zu Bauer zu gehen. Im Gegenteil: Man kann jedem jungen Mitarbeiter nur raten, sich was neues zu suchen. Wenn man kurz vor dem Ruhestand steht, wie ich, dann muss man es halt aushalten oder auf ein Angebot hoffen. Bauer musste auf der Hauptversammlung 2025 auf Anfrage eines Aktionärs öffentlich kundtun, dass inzwischen ein Millionenbetrag für Rückstellungen wegen Arbeitsrechts-Streitigkeiten gebildet werden musste. Das war auch den öffentlichen Medien zu entnehmen. Insofern sind wohl einige Anwälte sehr gut beschäftigt.
Work-Life-Balance
Wenn man hört, dass die Heimarbeit abgeschafft werden soll, dann sagt das alles.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich ist die Weiterbildung gut, doch Karriere wird man keine mehr machen können.
Gehalt/Benefits
Kommt auch darauf an. Im Büro in Ordnung, auf der Baustelle im Branchenvergleich schwach, in der Produktion ebenso längst nicht mehr wettbewerbsfähig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein hat die neue Führung nicht mehr. Auch der Betriebsrat ist quasi nicht vorhanden. Fragwürdige Entlassungen wurden vom Betriebsrat mitgetragen. Geht die Führung gegen Mitarbeiter vor, wird zugesehen. Traurig.
Kollegenzusammenhalt
In manchen Bereichen der einzige Lichtblick und eine der Stärken von Bauer. Doch immer mehr gute Leute verlassen das Unternehmen. In Abteilungen, wo fragwürdigste Leitungswechsel stattgefunden haben, kündigen sehr viele Leute, so dass alles darunter leidet.
Umgang mit älteren Kollegen
Bisher eher okay, doch inzwischen hat sich der Umgang gerade mit älteren Mitarbeitern meiner Meinung nach verschlechtert. Oft hängt es vom Vorgesetzten ab und da hat Bauer eine riesige Schwäche.
Vorgesetztenverhalten
Hauptgrund für Kündigungen sind die überwiegend schwachen Führungskräfte. Gute Führungskräfte wurden gekündigt oder versetzt. Der neue Vorstand hat vermehrt Umstrukturierungen vorgenommen und Führungskräfte implementiert, die von den Mitarbeitern abgelehnt werden. Bspw. haben im Bereich Marketing und Kommunikation nun schon mehrere Personen wegen massiver Unzufriedenheit mit der neuen Führung gekündigt. Kein Wunder! Gleiches gilt inziwschen auch für viele andere Bereiche des Unternehmens.
Arbeitsbedingungen
In einer Atmosphäre von Angst und Resignation kann es keine guten Arbeitsbedingungen geben. Büroausstattung ist gut, auf der Baustelle naturgemäß manchmal eben nicht.
Kommunikation
Die Vorstandskommunikation ist inhaltlich leer und voller Platitüden. Vermutlich mit KI-Tools erstellt. Teilweise muss mehrmals kommuniziert werden, weil die erste Kommunikation voller Fehler war. Betriebsversammlungen insbesondere in der Verwaltung und Maschinenbereich sind geprägt von leeren Versprechungen. Jegliche Wertschätzung für die Mitarbeiter gehört inzwischen der Vergangenheit an.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich ja.
Interessante Aufgaben
Kommt immer darauf an, wo man arbeitet. Technisch im Bau und Maschinenbau sicherlich interessante Aufgaben. Aber das wird sich bald ändern. Es wird bereits viel und offen über den Verkauf der operativen Sparten durch den Investor gesprochen. Leider muss man sagen, dass dies die beste Lösung wäre. Wenn das so weiter geht wie jetzt, hat das Unternehmen keine Zukunft.


