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BAUER 
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Bewertung

Das nahende Ende einer Traditionsfirma

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei BAUER Aktiengesellschaft in Schrobenhausen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Nichts mehr

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Führung, Kommunikation, Vorgesetzte - eigentlich alles.

Verbesserungsvorschläge

Der Investor soll die Sparten bitte verkaufen. Das ermöglicht wenigstens den meisten Mitarbeitern eine Zukunft in einem guten Unternehmen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist inzwischen geprägt von Angst, Resignation und Wut. Die Managementpolitik des Investors ist katastrophal. Vorstände und Geschäftsführer (leider auch die guten) werden unter fragwürdigsten Bedingungen ausgetauscht und durch menschlich und fachlich ungeeignete Nachfolger ersetzt. Eine mittelmäßige Leitung einer Kleinst-Abteilung hat keine Fach- und Führungskompetenz für ein 2 Milliarden-Unternehmen. Die Folge sind massenhaft Fehlentscheidungen und das weitere Einsetzen nahestehender aber ungeeigneter Personen in der nächsten Ebene (Marketing, IT, Compliance). Daher kommt es massenhaft zu Kündigungen und jeder macht nur nur noch Dienst nach Vorschrift. Traurig, wie man ein Unternehmen so kaputt machen kann.

Image

Das Image ist nach Außen noch besser, da viele nicht mitbekommen, was im Unternehmen passiert. Inziwschen wissen in der Region aber viele Leute, was bei Bauer los ist, daher rät auch kein vernünftiger Mitarbeiter mehr Freunden oder Familie zu Bauer zu gehen. Im Gegenteil: Man kann jedem jungen Mitarbeiter nur raten, sich was neues zu suchen. Wenn man kurz vor dem Ruhestand steht, wie ich, dann muss man es halt aushalten oder auf ein Angebot hoffen. Bauer musste auf der Hauptversammlung 2025 auf Anfrage eines Aktionärs öffentlich kundtun, dass inzwischen ein Millionenbetrag für Rückstellungen wegen Arbeitsrechts-Streitigkeiten gebildet werden musste. Das war auch den öffentlichen Medien zu entnehmen. Insofern sind wohl einige Anwälte sehr gut beschäftigt.

Work-Life-Balance

Wenn man hört, dass die Heimarbeit abgeschafft werden soll, dann sagt das alles.

Karriere/Weiterbildung

Grundsätzlich ist die Weiterbildung gut, doch Karriere wird man keine mehr machen können.

Gehalt/Benefits

Kommt auch darauf an. Im Büro in Ordnung, auf der Baustelle im Branchenvergleich schwach, in der Produktion ebenso längst nicht mehr wettbewerbsfähig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sozialbewusstsein hat die neue Führung nicht mehr. Auch der Betriebsrat ist quasi nicht vorhanden. Fragwürdige Entlassungen wurden vom Betriebsrat mitgetragen. Geht die Führung gegen Mitarbeiter vor, wird zugesehen. Traurig.

Kollegenzusammenhalt

In manchen Bereichen der einzige Lichtblick und eine der Stärken von Bauer. Doch immer mehr gute Leute verlassen das Unternehmen. In Abteilungen, wo fragwürdigste Leitungswechsel stattgefunden haben, kündigen sehr viele Leute, so dass alles darunter leidet.

Umgang mit älteren Kollegen

Bisher eher okay, doch inzwischen hat sich der Umgang gerade mit älteren Mitarbeitern meiner Meinung nach verschlechtert. Oft hängt es vom Vorgesetzten ab und da hat Bauer eine riesige Schwäche.

Vorgesetztenverhalten

Hauptgrund für Kündigungen sind die überwiegend schwachen Führungskräfte. Gute Führungskräfte wurden gekündigt oder versetzt. Der neue Vorstand hat vermehrt Umstrukturierungen vorgenommen und Führungskräfte implementiert, die von den Mitarbeitern abgelehnt werden. Bspw. haben im Bereich Marketing und Kommunikation nun schon mehrere Personen wegen massiver Unzufriedenheit mit der neuen Führung gekündigt. Kein Wunder! Gleiches gilt inziwschen auch für viele andere Bereiche des Unternehmens.

Arbeitsbedingungen

In einer Atmosphäre von Angst und Resignation kann es keine guten Arbeitsbedingungen geben. Büroausstattung ist gut, auf der Baustelle naturgemäß manchmal eben nicht.

Kommunikation

Die Vorstandskommunikation ist inhaltlich leer und voller Platitüden. Vermutlich mit KI-Tools erstellt. Teilweise muss mehrmals kommuniziert werden, weil die erste Kommunikation voller Fehler war. Betriebsversammlungen insbesondere in der Verwaltung und Maschinenbereich sind geprägt von leeren Versprechungen. Jegliche Wertschätzung für die Mitarbeiter gehört inzwischen der Vergangenheit an.

Gleichberechtigung

Grundsätzlich ja.

Interessante Aufgaben

Kommt immer darauf an, wo man arbeitet. Technisch im Bau und Maschinenbau sicherlich interessante Aufgaben. Aber das wird sich bald ändern. Es wird bereits viel und offen über den Verkauf der operativen Sparten durch den Investor gesprochen. Leider muss man sagen, dass dies die beste Lösung wäre. Wenn das so weiter geht wie jetzt, hat das Unternehmen keine Zukunft.

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Arbeitgeber-Kommentar

Hannah Sassnink, Talent Relationship Managerin
Hannah SassninkTalent Relationship Managerin

Liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Eindrücke so ausführlich mit uns zu teilen. Auch wenn Ihre Bewertung insgesamt kritisch ausfällt, möchten wir betonen, dass wir Ihre Rückmeldung ernst nehmen.

Wir bedauern sehr, dass Sie viele Aspekte so negativ erleben – insbesondere was die Themen Kommunikation, Führung und Arbeitsklima betrifft. Uns ist bewusst, dass es in großen Unternehmen wie unserem immer auch strukturelle und zwischenmenschliche Herausforderungen geben kann. Ihre geschilderten Eindrücke weisen jedoch auf Erfahrungen hin, die wir intern weiter aufarbeiten und besprechen werden.

Gleichzeitig möchten wir auch festhalten, dass wir viele Kolleginnen und Kollegen haben, die ihren Arbeitsalltag bei uns anders wahrnehmen – mit mehr Vertrauen, Gestaltungsspielraum und Miteinander. Wir hoffen sehr, dass diese Seite des Unternehmens künftig noch stärker erlebbar wird – für alle Beschäftigten.

Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen alles Gute und danken Ihnen nochmals für Ihre Offenheit.

Freundliche Grüße
Hannah Sassnink

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