Es war einmal ...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich, dass viele Kolleginnen und Kollegen fachlich sehr kompetent und zugleich ausgesprochen hilfsbereit sind. Es gibt Menschen, mit denen man nicht nur gut zusammenarbeiten, sondern sich auch auf zwischenmenschlicher Ebene austauschen kann. Dieses kollegiale Miteinander trägt wesentlich dazu bei, den Arbeitsalltag angenehmer zu gestalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht lässt das Unternehmen seine Mitarbeitenden nur begrenzt am Unternehmenserfolg teilhaben. Ein 13. Gehalt oder vergleichbare zusätzliche Leistungen werden nicht angeboten. Insgesamt wirkt das Vergütungsmodell dadurch weniger attraktiv als bei vielen anderen Arbeitgebern der Branche.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir wünschen, dass die Anliegen der Mitarbeitenden stärker gehört und ernst genommen werden. Rückmeldungen wirken gelegentlich formelhaft oder wenig konkret, was den Eindruck vermittelt, dass Themen eher abgeblockt als wirklich aufgegriffen werden. Eine offenere, dialogorientierte Kommunikation könnte aus meiner Sicht wesentlich dazu beitragen, Vertrauen zu stärken und Herausforderungen gemeinsam konstruktiv anzugehen.
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner persönlichen Wahrnehmung hat sich die Arbeitsatmosphäre in letzter Zeit deutlich abgekühlt. Der Umgang miteinander wirkt zunehmend distanziert, und es entsteht der Eindruck, dass sich Kolleginnen und Kollegen weniger füreinander interessieren. Auch die erweiterte Geschäftsführung tritt nach meinem Empfinden sehr zurückhaltend und wenig nahbar auf, was das allgemeine Klima zusätzlich kühl erscheinen lässt.
Work-Life-Balance
Die Work‑Life‑Balance empfinde ich insgesamt als solide. Die Gleitzeitregelungen sind sehr flexibel gestaltet, was den Arbeitsalltag erleichtert. Homeoffice ist je nach Position grundsätzlich möglich, allerdings laut interner Guideline auf zwei Tage pro Woche begrenzt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten nehme ich als sehr begrenzt wahr. Nach meinem Eindruck werden vorhandene Talente im Unternehmen kaum erkannt oder gezielt gefördert. Entwicklungswege wirken wenig transparent, und es entsteht der Eindruck, dass individuelle Potenziale nicht systematisch berücksichtigt werden.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten empfinde ich als eher kühl und unverbindlich. Rückmeldungen wirken häufig distanziert, und es entsteht der Eindruck, dass wenig persönlicher Austausch stattfindet. Aus meiner Sicht würde eine offenere, zugänglichere Kommunikation dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen und die Zusammenarbeit zu stärken.
Kommunikation
In den monatlichen Mitarbeiterversammlungen wird nach meinem Eindruck seit einiger Zeit sehr häufig auf Krankheitsstatistiken eingegangen. Dabei fallen regelmäßig Hinweise wie, dass bei Ausfällen andere Mitarbeitende die zusätzliche Arbeit übernehmen müssten. Solche Aussagen können aus meiner Sicht zu Spannungen innerhalb der Belegschaft beitragen und wirken eher trennend als motivierend.
Ich würde mir wünschen, dass stattdessen stärker auf inhaltlich relevante und zukunftsorientierte Themen eingegangen wird – zum Beispiel darauf, welche strategischen Ziele das Unternehmen verfolgt, wie sich die Firma künftig ausrichten möchte oder welche Entwicklungen an den verschiedenen Standorten geplant sind. Diese Punkte werden nach meinem Empfinden nur sehr oberflächlich oder gar nicht angesprochen, während vergleichsweise wenig aussagekräftige Kennzahlen viel Raum einnehmen.
Unklar bleibt für mich auch, wie es mit dem Standort Berlin weitergeht. Aus Mitarbeitersicht wäre mehr Transparenz hilfreich, insbesondere zu der Frage, ob dort Veränderungen oder strukturelle Anpassungen geplant sind.
Gehalt/Benefits
Es werden vermögenswirksame Leistungen sowie eine betriebliche Altersvorsorge angeboten, was grundsätzlich positiv ist. Die Gehaltsanpassungen im vergangenen Jahr fielen nach meinem Empfinden jedoch unterdurchschnittlich aus. Auf Nachfrage wurde dies mit unternehmensinternen bzw. schweizerischen Vorgaben begründet. Zudem behält sich das Unternehmen nach meinem Verständnis vor, in einzelnen Fällen keine Anpassung vorzunehmen, wenn aus Unternehmenssicht bereits ein angemessenes Vergütungsniveau erreicht sei. Diese Vorgehensweise wirkt für mich wenig transparent und lässt Raum für Unsicherheiten.


