Qualität fängt mit „Qual“ an…, Augen auf bei der Berufswahl
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Parkplatzeinfahrt ist breit genug.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich finde schlecht, dass man sich nach außen als Qualitäts- und Nachhaltigkeitsvorreiter ausweist und tatsächlich genau gegenteilig handelt. Man kann ja mal Nachweise erfragen.
Die Qualitätslage finde ich katastrophal und die Abläufe sind mir zu chaotisch. Es wird in Stellenanzeigen immer auf eine kommende ISO9001-Zertifizierung verwiesen, das wurde schon drei mal von verschiedenen Qualitätsleitern und -Mitarbeitern versprochen und wird immer ein Traum bleiben. Alle Produkte müssen zum Kunden, egal wie.
Es gibt keinen Betriebsrat. Es wurde mir die Mär erzählt, dass die Mitarbeiter das nicht wollen, in der Realität wurde der Wunsch nach Betriebsrat gem. Erzählungen mit Drohungen der Besitzer wohl niedergedrückt. Das finde ich nicht so mitarbeiterorientiert.
Jetzt kommt bestimmt ein Autoresponder mit Gesprächsangeboten des Arbeitgebers unten, um ein wenig Wertschätzung zu suggerieren, aber Autoresponder sind keine Wertschätzung in meinen Augen und ein Beispiel der fehlgeleiteten Unternehmenskultur.
Verbesserungsvorschläge
Einen anderen Managementansatz verfolgen, der jetzige ist selbstzerstörerisch und alles andere als nachhaltig. Nicht nur über Wertschätzung große Reden schwingen, sondern auch so handeln.
Arbeitsatmosphäre
Viele Kollegen starren den ganzen Tag leer in Ihren Bildschirm, das scheint nicht so spannend zu sein. Direkte Kollegen erzählen stolz, dass sie Dienst nach Vorschrift machen. Und auch ist es ein Großraumbüro halt, finde ich nicht gerade schön, aber zweckmäßig. Das groß angekündigte 40 Jahre Jubiläum war nicht gerade gut besucht.
Image
Nach außen stellt man sich als Qualitätshersteller dar, von innen betrachtet tut man wirklich gar nichts dafür, Erstmuster sind wohl zu teuer, Prüfungen sind Verschwendung und Qualitätsmethoden sowieso. Mitarbeiter, die sich mit qualitätsbezogenen Tätigkeiten beschäftigen, werden dafür kritisiert.
Work-Life-Balance
Durch Gleitzeit und Homeoffice sind die 40h erträglich, nichts besonderes und vor allem nichts familienfreundlicheres als überall anders, gern mal nach konkreten Nachweisen hierzu fragen.
Karriere/Weiterbildung
Es wurde mir gesagt, man könne Weiterbildungen bis 300€ wohl bekommen, damit kommt man nicht weit
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung finde ich unterdurchschnittlich, viele Kollegen klagen darüber.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird mit Nachhaltigkeit geworben, tatsächlich türmen sich die Müllberge von unnötigen Verpackungen der Lieferanten und keiner handelt. Wer den Werststoffhof mal genau unter die Lupe nimmt, der wird sich wundern.
Kollegenzusammenhalt
Wie überall, altgediente Kollegen halten zusammen
Umgang mit älteren Kollegen
Die dürfen gerne noch ihre Rente aufbessern
Vorgesetztenverhalten
Ich finde, mein Vorgesetzter verfolgt das Radfahrer-Prinzip. Von Fach- und Führungskompetenzen habe ich nichts gesehen. An der Oberfläche herrscht Normalität, wenn man andere Vorstellungen hat wird mir zu viel Aggression und zu wenig Vertrauen entgegengebracht.
Arbeitsbedingungen
Produktionsbereich ist gut gestaltet und dient als Fassade, im Großraumbüro herrscht Lärm
Kommunikation
Einmal im Monat gibt die GF eine oberflächliche Information, vom Vorgesetzten gibt es nichts. Das Management geht mir mit der Wahrheit zu sparsam um. Irgendwie herrscht auch eine Art Duz-Hierachie, die an alte Zeiten erinnern lässt.
Gleichberechtigung
Nichts erwähnenswertes
Interessante Aufgaben
Ich habe eine so chaotische IT-Landschaft noch nie gesehen. Da macht die Arbeit mir echt keinen Spaß. Meine Aufgaben waren auch nicht so wie versprochen, Kritik dazu wird nicht angenommen.


