Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Baumüller 
Gruppe
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Interessante Aufgaben, engagierte Kollegen, aber große Defizite bei Transparenz und Führung

2,5
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Baumüller Corporate Services GmbH & Co. KG in Nürnberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Interessante Aufgaben, hohe Eigenverantwortung und viele engagierte Kolleginnen und Kollegen. Das fachliche Umfeld bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich einzubringen und weiterzuentwickeln. Viele der bestehenden Probleme liegen nicht in der Arbeit selbst, sondern in den organisatorischen und kulturellen Rahmenbedingungen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Führungskultur, die fehlende Transparenz bei Entscheidungen sowie die mangelnde Bereitschaft, kritisches Feedback ernsthaft zu berücksichtigen. ("Wer kritisch ist, riskiert Nachteile.")
Hinzu kommen wenig nachvollziehbare Gehaltsentwicklungen, unterschiedliche Maßstäbe für Mitarbeitende und der Eindruck, dass bekannte Probleme eher verwaltet als nachhaltig gelöst werden.

Verbesserungsvorschläge

An Verbesserungsvorschlägen mangelt es nicht. Die wesentlichen Themen wurden bereits mehrfach in Workshops und Feedbackrunden angesprochen. Das Problem liegt weniger in der Identifikation der Herausforderungen als in deren konsequenter Umsetzung. Viele Maßnahmen wirken eher wie eine Reaktion auf Kritik als wie der ernsthafte Wille zur Veränderung. Solange Anspruch und gelebte Realität so weit auseinanderliegen, wird sich an den grundlegenden Problemen wenig ändern. Klare und transparente Kriterien für Gehalt, Karriere, Leistung und Entscheidungen würden wesentlich zu mehr Fairness, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre leidet vor allem unter mangelndem Vertrauen, fehlender Transparenz und einer wenig wertschätzenden Führungskultur. Obwohl viele Kolleginnen und Kollegen engagiert und fachlich stark sind, wird das Arbeitsumfeld durch organisatorische Probleme, unterschiedliche Maßstäbe bei der Behandlung von Mitarbeitenden und eine spürbare Zwei-Klassen-Gesellschaft belastet. Kritische Meinungen werden häufig nur oberflächlich angehört und nicht erkennbar in Entscheidungen einbezogen. Dadurch entsteht bei vielen Mitarbeitenden Zurückhaltung statt Offenheit. Die positive Zusammenarbeit unter den Kollegen kann die strukturellen Defizite nur teilweise kompensieren.

Image

Die Außendarstellung des Unternehmens und die interne Realität weichen teilweise deutlich voneinander ab. Nach außen werden moderne Führungsprinzipien, Transparenz und Mitarbeiterorientierung betont. Intern entsteht jedoch häufig ein anderer Eindruck. Diese Diskrepanz führt dazu, dass die Glaubwürdigkeit des Unternehmens leidet und eine Identifikation mit den kommunizierten Werten schwerfällt. Die fachliche Arbeit und die Kolleginnen und Kollegen sind oftmals besser als das Image, das durch die Führungskultur entsteht.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist akzeptabel, leidet jedoch unter einer hohen Arbeitsbelastung und zahlreichen offenen Baustellen. Dadurch fällt es schwer, nach Feierabend vollständig abzuschalten. Zusätzlich sorgen unterschiedliche Regelungen bei Servicezeiten für Unzufriedenheit. Mit einer besseren Ressourcenplanung und konsequenteren Entlastungsmaßnahmen wäre hier deutlich mehr möglich.

Karriere/Weiterbildung

Karriereentwicklung und Weiterbildung haben nicht den Stellenwert, den man bei den Anforderungen an die Mitarbeitenden erwarten würde. Klare Entwicklungspfade sind nur eingeschränkt erkennbar und Entscheidungen wirken nicht immer transparent. Wer sich fachlich oder persönlich weiterentwickeln möchte, ist häufig auf Eigeninitiative angewiesen. Eine nachvollziehbare Förderung von Talenten und Potenzialträgern ist nur begrenzt sichtbar.

Gehalt/Benefits

Da keine tarifliche Regelung besteht, sind Gehaltsentwicklungen häufig schwer nachvollziehbar. Gehaltsgespräche vermitteln oftmals nicht den Eindruck einer Verhandlung auf Augenhöhe. Bei Sonderzahlungen wird laut Geschäftsleitung auf die Regelungen für außertarifliche Mitarbeitende der IG-Metall-Muttergesellschaft verwiesen. Dabei wird aus meiner Sicht außer Acht gelassen, dass diese Gruppen auf einem deutlich anderen Vergütungsniveau liegen. Positiv sind die Benefits der Muttergesellschaft, ohne die das Gesamtpaket deutlich schlechter ausfallen würde. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Kostenkontrolle einen höheren Stellenwert hat als Mitarbeiterbindung und Wertschätzung.

Kollegenzusammenhalt

Die Zusammenarbeit unter den Kolleginnen und Kollegen ist überwiegend gut. Problematisch ist jedoch eine spürbare Zwei-Klassen-Gesellschaft, bei der für bestimmte Mitarbeitende andere Regeln und Rahmenbedingungen zu gelten scheinen. Dies belastet das Wir-Gefühl und erschwert einen echten Zusammenhalt. Die Kolleginnen und Kollegen selbst sind dabei selten das Problem, vielmehr wirken sich die organisatorischen Rahmenbedingungen negativ auf die Zusammenarbeit aus.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten zählt aus meiner Sicht zu den größten Schwächen des Unternehmens. Offenheit, Transparenz und Mitarbeiterorientierung werden zwar regelmäßig betont, im Arbeitsalltag entsteht jedoch häufig ein anderer Eindruck. Kritische Meinungen werden angehört, finden bei Entscheidungen aber oft keine erkennbare Berücksichtigung. Zudem entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende unterschiedlich behandelt werden und persönliche Präferenzen einzelner Führungskräfte teilweise eine größere Rolle spielen als Leistung oder fachliche Argumente. Wertschätzung wird nur begrenzt gelebt, während Loyalität und Anpassung häufig stärker gefördert werden als ein offener Dialog. Dies führt zu einem deutlichen Vertrauensverlust und wirkt sich negativ auf Motivation und Unternehmenskultur aus.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen ermöglichen grundsätzlich die Erledigung der Aufgaben, bleiben jedoch deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Hohe Arbeitslast, knappe personelle Ressourcen und zahlreiche offene Themen prägen den Alltag. Bekannte Herausforderungen bestehen oft über lange Zeit fort, ohne dass nachhaltige Lösungen erkennbar sind. Verbesserungen werden häufig nur zögerlich umgesetzt.

Kommunikation

Transparenz wird regelmäßig als wichtiger Unternehmenswert dargestellt, wird in der Praxis jedoch nicht konsequent gelebt. Meinungen werden zwar eingeholt, finden in Entscheidungen jedoch häufig keine erkennbare Berücksichtigung. Kritische Stimmen sind spürbar weniger erwünscht als Zustimmung. Zusätzlich leidet das Vertrauen darunter, dass vertraulich geführte Gespräche nicht immer als vertraulich wahrgenommen werden können. Dadurch entsteht eine Kultur der Zurückhaltung statt eines offenen und ehrlichen Austauschs. Die Diskrepanz zwischen kommuniziertem Anspruch und gelebter Praxis ist deutlich spürbar.

Gleichberechtigung

Im Arbeitsalltag entsteht teilweise eine spürbare Zwei-Klassen-Gesellschaft. Einzelne Mitarbeitende genießen mehr Freiheiten, Unterstützung und Einflussmöglichkeiten als andere. Entscheidungen und Entwicklungschancen wirken dadurch nicht immer objektiv und nachvollziehbar. Dies führt zu dem Eindruck, dass nicht für alle Mitarbeitenden die gleichen Maßstäbe gelten. Hier besteht aus meiner Sicht erheblicher Verbesserungsbedarf.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind vielfältig, spannend und bieten ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Fachlich gibt es viele interessante Themen und Herausforderungen, wodurch kontinuierliches Lernen möglich ist. Schade ist, dass organisatorische/finanzielle Hürden die Umsetzung guter Ideen teilweise erschweren. Dennoch gehört der Aufgabenbereich zu den klaren Stärken des Unternehmens.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

1Hilfreichfindet das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.