Ihr Unternehmen?

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baupal 
GmbH
Bewertung

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Intransparenz, Chaos & mangelnde Strategie auf der Tagesordnung

2,3
Nicht empfohlen
Hat bis 2025 für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Ich hatte den Eindruck, dass die Arbeitsatmosphäre durch mehrere Kündigungswellen in nur einem Jahr, Mikromanagement und eine sehr starke Einschränkung der Home Office Regelung in kürzester Zeit extrem gelitten hat, sodass sich viele zuvor top motivierte Mitarbeitende nur noch widerwillig in das Büro geschleppt hatten. Außerdem empfand ich gerade seitens der Geschäftsführung eine starke Tendenz hin Mikromanagement und top down Entscheidungsprozessen – die Gründer geben vor, was man zu tun hat, oft ohne die Erfahrung und Expertise von Mitarbeitenden zu respektieren. Viele strategische Entscheidungen wurden meiner Meinung nach zudem vollkommen übereilt und ohne ausreichende Vorbereitung und interne Absprachen getroffen, was dann regelmäßig in Informationsdefiziten, Zeitdruck und Chaos im Team resultierte. Sicher, Dynamik und Chaos ist bis zu einem gewissen Punkt normal in Startups, allerdings empfand ich die Situation bei Enter oftmals als unverhältnismäßig belastend und durch eine vorausschauendere Planung zudem größtenteils vermeidbar.

Kommunikation

Auch hier muss gesagt werden: Kommunikation und Information sind bei Startups naturgemäß nie perfekt und vollständig. Allerdings erschien mir Enter hier als überdurchschnittlich intransparent, auch wenn es sicherlich auch auf das Team und die Führungskraft ankommt. Zum Beispiel wurden kleinere bis größere Strategieänderungen nur unzureichend und ohne Vorankündigung kommuniziert, sodass die strategische Ausrichtung für viele Mitarbeitende über lange Zeit vollkommen unklar schien. Eine erfolgte Finanzierungsrunde wurde den Mitarbeitenden – warum auch immer – scheinbar über Monate nicht richtig kommuniziert. Es gibt zwar regelmäßige All Hands Runden, jedoch hatte ich auch hier hier den starken Eindruck, dass absichtlich nur positive Erfolgsgeschichten präsentiert werden.

Kollegenzusammenhalt

Den Zusammenhalt im Team und auch im Austausch mit anderen Teams fand ich zumindest auf der, operativen, nicht-Management Ebene in den meisten Fällen top. Bei Enter gibt es wirklich wirklich sehr viele absolut kompetente, nette und verlässliche Menschen, mit denen man gut etwas auf die Beine stellen kann.

Work-Life-Balance

Bei Enter schien mir unter anderem die Personaldecke, Timelines und Projektziele sehr stark auf Kante genäht bzw. unrealistisch gesetzt zu sein. In der Folge kam es regelmäßig zu Überstunden und einem hohen Stresslevel. Weiter verschärft wurde die Situation in meinen Augen durch den Wegfall der bisherigen Home Office Policy.

Vorgesetztenverhalten

Hier gibt es nach meiner Erfahrung große Unterschiede zwischen den Teams und einzelnen Führungskräften – es gibt sowohl wirkliche LeaderInnen, die ihre Mitarbeitenden unterstützen, fordern und fördern, als auch solche, die Mitarbeitende eher als reine Arbeitskraft betrachten und zu echter Führung nicht fähig sind. Mikromanagement ist zumindest mir öfters untergekommen, gerade in der Managementriege. Ich hatte den Eindruck, dass gerade die Gründer bei vielen Themen ein Problem damit haben, Entscheidungen aus der Hand zu geben.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben empfand ich insgesamt als interessant und abwechslungsreich verbunden mit großen Gestaltungsfreiräumen und der Möglichkeit, sich in Absprache eigenen Projekten und Themengebieten zu widmen. Der Gestaltungsfreiraum hört meiner Erfahrung nach allerdings auch abrupt auf, sobald Führungskräfte oder die Gründer wieder einmal den Arbeitsoutput diktieren, anstatt einfach Leitlinien oder Ziele abzustecken.

Gleichberechtigung

Kaum Frauen in Führungspositionen.

Arbeitsbedingungen

Das Großraumbüro empfand ich persönlich als modern, hell, ausreichend groß und entsprechend ausgestattet (Telefonkabinen, Küchen). Arbeitslaptop (Mac oder Windows) und technische Ausstattung war in Ordnung. Allerdings war mir das Geräuschlevel im Büro oft zu hoch. Auch die Sauberkeit in den Küchen und Toiletten kann meinem Empfinden nach noch optimiert werden.

Gehalt/Benefits

Mein Gehalt war angemessen und fair. Bei den Benefits kann man sich ein Add-on (z.B. Urban Sports Club Rabatt oder Jobticket aussuchen). Die Anzahl der Urlaubstage empfand ich als unterdurchschnittlich gering.

Image

Ich hatte das Gefühl, dass mehr und mehr Mitarbeitende das Vertrauen in Enter als Arbeitgeber verloren haben – sei es wegen der intransparenten Kommunikation, der unklaren Strategie, der massenhaften Entlassungen oder den drastischen Einschnitten bei der Home Office Regelung.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.