Ihr Unternehmen?

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Baustahlarmierungsgesellschaft 
mbH 
Mannheim
Bewertungen

Ihr Unternehmen?

Viel Potenzial, das durch passives Management und Zweiklassengesellschaft zerstört wird.

2,7
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 für dieses Unternehmen in Mannheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- ​Spannende, abwechslungsreiche und einzigartige Kundenprojekte.

- Der Zusammenhalt unter den Kollegen (in den meisten Abteilungen).

​- Weihnachtsgeld und die Orientierung am Bau-Tarif.

- Getränke & Kaffee werden zur Verfügung gestellt.

​- Sinnvoller Einsatz für Lärmschutz in der Produktion.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Der toxische und passive Führungsstil der Geschäftsführung (Konflikte werden ignoriert, Überlastung nicht ernst genommen).

- ​Eine spürbare Zweiklassengesellschaft zwischen Büro und Produktion (inkl. Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Büro).

​- Aus meiner Sicht desolate Arbeitsbedingungen in der Produktion.

​- Katastrophale Performance des veralteten ERP-Systems.

- ​Absolute Fehlkommunikation von oben nach unten.

Verbesserungsvorschläge

- Dringend die eigene Führungskultur reflektieren: Mitarbeiter sind Menschen, keine Maschinen. Mehr Wertschätzung und aktive Kommunikation zeigen!

​- Die Arbeitsbedingungen (Arbeitsschutz, Belüftung, Sanitäranlagen) in der Produktion müssen saniert und modernisiert werden.

​- Die offensichtliche Zweiklassengesellschaft bei der Behandlung der Belegschaft beenden.

​- In ein zeitgemäßes ERP-System investieren, statt die Schuld für Verzögerungen beim Personal zu suchen.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre wurde in den letzten Jahren leider sukzessive schlechter.

Image

Der Ruf der Firma leidet. Intern sind nach meinem Eindruck sehr viele Kollegen sehr unglücklich mit dem Führungsverhalten der GF.
Nach außen hin ist das Image bei Lieferanten zwar noch gut, bei den Kunden hat es in den letzten zwei Jahren jedoch stark gelitten. Durch einen deutlichen Abbau von Personal kam es phasenweise zu massiven Überlastungen in der Produktion. Das hat sich negativ auf die Qualität und stark auf die Liefertreue ausgewirkt. Den daraus resultierenden Unmut der Kunden bekamen wir als Mitarbeiter dann leider regelmäßig zu spüren.

Work-Life-Balance

Kommt ganz auf die Abteilung an.
Im Fall von Arbeitsvorbereitung und Disposition/Produktion jedoch sehr schlecht.
Man hat den Eindruck, dass dauerhaft mit einer generellen Unterbesetzung geplant wird. Die Situation verschärft sich entsprechend sofort, sobald jemand in den Urlaub geht oder aus gesundheitlichen Gründen ausfällt.

Karriere/Weiterbildung

Eigeninitiative ist hier Pflicht:
Wer mit sinnvollen und kostengünstigen Ideen für Weiterbildungen auf die GF zugeht, bekommt diese meist auch bewilligt. Allerdings gibt es vonseiten des Unternehmens selbst keinerlei Initiative oder ein strukturiertes Konzept zur Personalentwicklung.

Gehalt/Benefits

​Gehalt & Benefits:
Ein klarer Pluspunkt ist die Orientierung am Bau-Tarif sowie das volle 13. Gehalt Weihnachtsgeld.
Ich persönlich habe fair verdient, musste das aber mit extrem langen Arbeitstagen und massiven Überstunden bezahlen. Ich fühlte mich zeitweise regelrecht verheizt.
Abgesehen vom Weihnachtsgeld gibt es kostenlose Getränke inkl. Kaffee.

​Karriere:
Aufstiegschancen gibt es kaum.
Da es sich jedoch um ein mittelständisches Unternehmen und keinen Großkonzern handelt, ist das völlig normal und absolut kein Vorwurf an die Geschäftsführung.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Dass die Schwerindustrie von Natur aus energieintensiv, laut und schmutzig ist, liegt in der Natur der Sache. Man muss aber auch den positiven Aspekt sehen: Betonstahl stiftet einen enormen gesellschaftlichen Nutzen und leistet einen großen Beitrag zur Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur.

​Umwelt:
Positiv hervorzuheben ist, dass die GF regelmäßig in Lärmschutz investiert. Zudem gibt es ein sinnvolles Pfandsystem für Anschlagmittel wie Seile und textile Mehrwegbänder. Negativ fällt jedoch auf, dass es trotz vieler potenziell nutzbarer Dach- und Freiflächen keinerlei Photovoltaik gibt. Hier wird enormes Potenzial verschenkt.

​Sozialbewusstsein:
In diesem Punkt muss ich leider eine sehr negative Bilanz ziehen. Wie bereits erwähnt, basiert die Produktion gefühlt auf einem System ausländischer Arbeitskräfte, die unter widrigsten Bedingungen arbeiten. Das vermittelt den starken Eindruck einer Zweiklassengesellschaft und lässt ein echtes soziales Verantwortungsgefühl des Arbeitgebers für die schwächsten Mitarbeiter völlig vermissen.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen selbst sind größtenteils absolut freundlich, kompetent und hilfsbereit. Leider wird dieser an sich gute Zusammenhalt durch den passiven Führungsstil der Geschäftsführung torpediert, was immer wieder zu Spannungen im Team führt.

Umgang mit älteren Kollegen

Im Arbeitsalltag spielt das Alter keine Rolle, Kollegen jeden Alters werden hier gleichberechtigt und normal behandelt.

Vorgesetztenverhalten

Das Führungsverhalten hat große Defizite.
Die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern wird aus meiner Sicht stark vernachlässigt. Hilferufe bei extremer Arbeitsüberlastung verhallen ungehört. Auch bei Konflikten im Team wird von der GF nicht moderiert oder geschlichtet.
Es fehlt an grundlegenden Umgangsformen (morgendliche Begrüßung) und man fühlt sich nicht als Mensch behandelt, sondern wie ein reines Werkzeug, dem zudem mit Misstrauen begegnet wird.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen klaffen extrem auseinander. Im Büro ist es in Ordnung (hochwertige Klimaanlage seit 2024, gute IT-Technik, brauchbare Stühle). Die Performance des veralteten ERP-Systems ist allerdings eine Katastrophe, wofür gefühlt oft die Mitarbeiter verantwortlich gemacht werden.

In der Produktion hingegen sind die Zustände aus meiner Sicht untragbar. Man arbeitet teils draußen bei jeder Witterung, bei teils schlechter Beleuchtung. Die Aufenthalts- und Sanitärbereiche sind dringend sanierungsbedürftig. Beim Thema Arbeitsschutz sehe ich massive Defizite: In den geschlossenen, im Sommer unerträglich heißen Hallen mangelt es beim Schweißen an einer spürbaren Rauchgasabsaugung und ausreichender Belüftung.

Büro 4 Sterne / Produktion 1 Stern

Kommunikation

Die Geschäftsführung kommuniziert kaum mit den Mitarbeitern.

Gleichberechtigung

Unter den Kollegen verschiedenster Nationalitäten herrscht meist ein respektvoller Umgang. Seitens der Führungsebene spürt man jedoch eine starke Ungleichbehandlung. Im Büro werden weibliche Angestellte nach meiner Beobachtung deutlich fürsorglicher behandelt (z. B. durch Hilfsangebote oder Nachfragen zum Wohlbefinden), während man männliche Kollegen bei Überlastung regelrecht absaufen lässt.
Zudem drängt sich der Eindruck einer Zweiklassengesellschaft auf:
Im Produktions- und Kranbereich arbeiten fast ausschließlich ausländische Arbeitskräfte unter aus meiner Sicht extrem widrigen Bedingungen.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da die Kundenprojekte oft einzigartig, komplex und dadurch spannend sind.

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