Fehlende Verbindlichkeit im Umgang mit Dozenten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viel gelernt und viele wertvolle Einblicke gewonnen im Basisseminar. Unterrichts- und Seminarräume sind sauber und sehr modern ausgestattet. Als freiberuflicher, nebenamtlicher Externer nimmt man ein harmonisches Miteinander zwischen den Mitarbeitern wahr mit einer breit gefächerten "Duz"-Kultur über vielen Ebenen.
Die BVS legt Wert auf einheitliche Außenwirkung und ist in der Lage, schnell zu reagieren. Das zeigt, dass Themen rund um Reputation und öffentliche Wahrnehmung sehr ernst genommen werden. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass auf Rückmeldungen individuell eingegangen wird – die Stellungnahmen zu Bewertungen sind sichtbar inhaltsorientiert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kein Dozent kann es sich leisten, Zeit und Vorbereitung in Lehraufträge zu investieren, die im Nachhinein – auch kurzfristig – zurückgezogen werden. Dieses Vorgehen ist äußerst unprofessionell und verursacht unnötigen Planungsaufwand. Auf solcherlei unzuverlässiger Basis ist eine Zusammenarbeit für niemanden möglich.
Bemerkenswert ist auch der Kontrast im Umgang mit Kritik: Zunächst wurde die Bewertung innerhalb weniger Stunden reflexartig angezweifelt und bei Kununu beanstandet, um sie löschen zu lassen. Erst nachdem dieser Versuch scheiterte, folgte eine freundliche öffentliche Stellungnahme. Ausgerechnet die in der öffentlichen Stellungnahme genannte Kontaktadresse zur Klärung der „Hintergründe“ gehört genau zu der Stelle, die für den geschilderten Vorgang verantwortlich war. Das wirkt eher wie eine formale Imagegeste als ein echtes Interesse an Aufarbeitung oder Verbesserung. Es wirkt nach außen glatt und souverän. Tatsächlich zeigt er jedoch starke Elemente von Kontrollzwang und mangelnder Offenheit.
Verbesserungsvorschläge
Die Verbindliche Kommunikation bei der Vergabe von Lehraufträgen lässt sich in erheblichen Maßen zu Wünschen übrig. Es ist vollkommen in Ordnung, festzustellen, dass ein Dozent nicht in das Anforderungsprofil passt – jedes Lehrinstitut sucht schließlich "seinen" Dozenten aus. Solche Entscheidungen sollten jedoch vor der Auftragsvergabe getroffen werden.
Ein professioneller Umgang mit Kritik wäre wünschenswert. Dazu gehört, Feedback ernst zu nehmen, Potenziale zur Verbesserung zu erkennen und konstruktiv zu reagieren, anstatt die Glaubwürdigkeit der Bewertungen innerhalb kurzer Zeit infrage zu stellen und zu versuchen, diese über Kununu schnellstmöglich deaktivieren zu lassen. Das würde die Außenwirkung deutlich stärken und Vertrauen schaffen.
Wenn eine Bewertung bereits sehr spezifisch geschildert ist, wirkt die Bitte um eine erneute Schilderung der „Hintergründe“ widersprüchlich. Entweder treten die beschriebenen Probleme in einer derartigen Häufung auf, dass eine interne Zuordnung nicht mehr möglich ist – oder die Einladung ist lediglich ein formaler Standardbaustein zur Imagepflege.
Zudem sollen kritische Rückmeldungen in Stellungnahmen nicht nur mit allgemeinen Floskeln verharmlost werden, während das Positive ausführlich hervorgehoben wird. Dieses Ungleichgewicht vermittelt keinen Eindruck von ernsthafter Auseinandersetzung mit den Problemen.

