Leider geht es stark bergab
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeit an sich ist normalerweise nicht das Problem und macht Spaß, ob alleine oder mit Kollegen zusammen.
Image
Das Image intern bröckelt extrem. "Dauerumorganisation", das Streichen von interessanten Aufgaben, die quasi monatlich nachlassende Qualität in Inhalten und Technik, völliges Desinteresse der Geschäftsleitung an den eigentlichen Inhalten und vor allem am Hörfunk, der jeden Tag Millionen Hörer hat, ein Standortortwechsel, der den BR ins Aus der ÖPNV-Erreichbarkeit gebracht hat und vieles weitere trägt dazu bei.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man nicht studiert hat, endet die Karriereleiter relativ schnell. Vorgesetzter wird man nur noch anhand der Tatsache, dass man irgendetwas studiert hat und nicht, weil man sich über Jahre oder Jahrzehnte seine Qualifikation dafür erarbeitet hat. Neue, fähige und perfekt ins Team passende Mitarbeiter werden mit Zeitverträgen und den untersten Gehaltsgruppen abgespeist, sollen dann aber fünf Frühdienste am Stück und die gleichen Tätigkeiten machen, wie Kollegen, die drei oder vier Gehaltsgruppen höher sind.
Gehalt/Benefits
sehr guter Tarifvertrag
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt bisher keine betriebsbedingten Kündigungen und man ist meistens bemüht, Lösungen zu finden, wenn sich jemand umorientieren möchte oder gesundheitlich nicht mehr dazu in der Lage ist, seinen Job zu machen.
Umgang mit älteren Kollegen
Man hat seit Jahren das Gefühl, dass es älteren Mitarbeitern, die noch Werte vertreten, absichtlich ungemütlich gemacht wird, damit sie möglichst bald und gerne in den Ruhestand gehen oder das Unternehmen sogar vorzeitig verlassen.
Vorgesetztenverhalten
Oft nach dem Prinzip: Ich bin der neue und will Dinge nur ändern, um etwas geändert zu haben - auch wenn Arbeitsweisen und Struktur zuvor perfekt funktioniert haben.
Arbeitsbedingungen
An sich in man relativ frei in der Arbeit, aber durch die mittlerweile immer weniger interessanten Aufgaben, ist das auch nicht mehr das, was es einmal war.
Kommunikation
Es wird viel kommuniziert, aber wesentliche Dinge oft nicht - sowohl unternehmensweit, als auch abteilungsintern. Oder es wird nur ein Teil kommuniziert und den Rest muss man über den Flurfunk erfahren.
Interessante Aufgaben
Dadurch, dass Hörfunk und Fernsehen und vor allem die inhaltliche und technische Qualität mittlerweile kaum noch Relevanz in der ARD erfahren, wird man als Techniker zum Verwalter degradiert, der selbst keinerlei Einfluss mehr auf das hat, was das Haus produziert. Zudem werden die interessanten Produktionen an private Firmen vergeben und die Mitarbeiter dürfen den Rest machen.

