Gut gemeint ist leider in diesem Fall nicht gut gemacht
Gut am Arbeitgeber finde ich
-Die gigantische Aussicht auf die Stadt und bei Fönwetter auf die Berge.
-Modern gestaltete Zellenbüros mit vorwiegend 2- und teils 3-er Belegungen,
Chefs haben Einzelbüros
-Sehr gutes Mittagscasino mit ordentlichem betrieblichem Essenszuschuss
-2 gute Kaffeevollautomaten
-Fahrradkeller und Duschmöglichkeit am/im Haus
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-völlig überregulierte Arbeitsprozesse und Verhaltensregeln. Für fast alles gibt
es irgendeine niedergeschriebene Anweisung, ein Formblatt oder einen
vordefinierten Verhaltensablauf
-Im Gegensatz zu dieser Regelungswut des Alltags gibt es allerdings eine
völlig uninspirierte starre personelle Zuordnung der abgezählten Stellplätze in
der TG für ein paar auserwählte Mitarbeiter.
Verbesserungsvorschläge
-Führungskräfte kritisch auf grundsätzliche charakterliche Befähigung und
Eignung testen, ggf. bei einigen erforderliche Konsequenzen ziehen und
Positionen nach Fähigkeiten und ehrlichem Interesse an einem
zukunftsausgerichteten Unternehmensaufbau besetzen
-Ehrliche und offene Diskussionen ergebnisoffen führen
-Eigenverantwortung und Bewusstsein durch Vertrauen in die Mitarbeiter
stärken
Arbeitsatmosphäre
Eine ungleiche Arbeitsintensität und Verteilung schafft eine angespannte und teils gereizte Stimmung
Kommunikation
-Von der Führungsebene viel Politikersprech, viel Managementhandbuch
und wenig Bezug zur Realität.
-Auf Mitarbeiterebene offene und hilfsbereite Kommunikation.
Kollegenzusammenhalt
-Es gibt natürlich, wie nahezu überall, teils Grüppchenbildung, jedoch
ohne Konflikte oder Anfeidungen untereinander. Insgesamt bis auf einige
wenige Störer ein eher harmonisches Kollegenklima.
Work-Life-Balance
-Nach der Probezeit hat man einen betriebsratsdurchgesetzten Anspruch
auf 1 wochentags festgelegten Homeoffice Tag pro Woche
-39/40h pro Woche mit Kernarbeitszeit Mo.-Do. 9:00 bis 15:00 Uhr.
Fr. 09:00-13:00 Uhr
-30d Urlaub + Heiligabend und Sylvester frei
Vorgesetztenverhalten
-Die errichteten hierarchischen Strukturen sind sehr verfestigt, lassen sich
kaum aufbrechen und muss man wahrscheinlich aushalten oder bis zur
hoffentlich baldigen Rente der Vorgesetzten aussitzen. „Haben wir schon
immer so gemacht!“ oder „Da gibt’s eine Verfahrensanweisung für…“ sind
die meist gebrauchten Leitsätze.
-Keinerlei Vertrauen in die eigene Mannschaft. Kompetenzen und
Fähigkeiten einzelner Mitarbeitender werden völlig falsch eingeschätzt
und demnach auch komplett idiotisch eingesetzt. In der Folge müssen
zwangsläufig die Gemüter heiß laufen.
Interessante Aufgaben
Es sind durchaus spannende Themen und Projekte vorhanden, die fesseln und motivieren könnten.
Gleichberechtigung
Bisher konnte ich keinerlei Defizite entdecken.
Umgang mit älteren Kollegen
Alle werden gleichbehandelt.
Arbeitsbedingungen
Arbeiten wie 1985, es lebe die Bürokratie und der Verwaltungswahnsinn
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ist nur Alibi-halber vorhanden. Man trennt zwar formal den Müll, aber dieser wird dann letztlich von der Reinigungskraft in ein und demselben Sack entsorgt. ESG- und Nachhaltigkeit sind zwar gern formulierte Buzzwords, aber wenn diese ernsthaft dekliniert werden sollen, wird gekniffen und lieber der ausgelatschte aber bewährter Weg gewählt. Typisches Greenwash-Verhalten!
Gehalt/Benefits
-Im Regelfall wird nach Tarif für Angestellte der Wohnungs- und
Immobilienwirtschaft vergütet.
-Als 100%-iges Unternehmen des Freistaates sind für AT-ler natürlich
gehaltliche Grenzen gesetzt. Es ist jedoch erkennbar, dass sich bemüht
wird, mit einem sehr vielfältigen Programm an Sozialleitungen Nachteile
zu privatwirtschaftlichen Unternehmen zu kompensieren.
Image
Aufgrund diverser Defizite gibt es bei vielen Mitarbeitenden kaum Identifizierung mit und Loyalität zum Unternehmen
Karriere/Weiterbildung
Bisher wird nichts angeboten, keine Entwicklungsmöglichkeiten erkennbar, angeblich kann man sich selbst um seine Weiterbildung kümmern

