Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist zunächst die überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld, was ich als wertschätzend und motivierend empfunden habe.
Positiv ist wiederum, dass es innerhalb der BBBank eG Programme zur Förderung von leistungsstarken Auszubildenden gibt und grundsätzlich Perspektiven innerhalb der Bank aufgezeigt werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine Ausbildung bei der BBBank eG war insgesamt von gemischten Erfahrungen geprägt.
Die Arbeitszeiten waren für Auszubildende nur eingeschränkt flexibel, da kein eigener Zugang zur Filiale möglich war und somit eine Abhängigkeit von den Arbeitszeiten der Mitarbeiter bestand.
Zudem war die tägliche Arbeit teilweise recht monoton und der Austausch mit anderen Auszubildenden nur begrenzt möglich, da ich häufig der einzige Auszubildende vor Ort war. Auch die technische und organisatorische Ausstattung wirkte in Teilen veraltet und hat die Arbeit gelegentlich erschwert.
Darüber hinaus hatte ich teilweise den Eindruck, dass Auszubildende nicht immer vollständig in den Arbeitsalltag integriert wurden und vereinzelt Aufgaben übernommen haben, die nur bedingt mit der eigentlichen Ausbildung in Verbindung standen. Anliegen oder Probleme von Auszubildenden wurden zwar teilweise aufgenommen, jedoch nicht immer konsequent weiterverfolgt oder gelöst. Teilweise hatte ich auch das Gefühl nur eine "billige Arbeitskraft" zu sein.
Arbeitsatmosphäre
In meiner Ausbildungszeit bei der BBBank eG fand ich mich häufig als einziger Auszubildender in der Filiale wieder. Diese Situation begrenzte die Möglichkeiten für kooperatives Lernen und den Austausch mit Gleichgesinnten z.B. andere Auszubildende, insbesondere im Hinblick auf die Durchführung simulierter Kundengespräche, die für die praktische Erfahrung wertvoll gewesen wären. Gelegentliche Einsätze zusammen mit anderen Auszubildenden boten zwar wertvolle Momente des Lernens und des Erfahrungsaustauschs, blieben jedoch die Ausnahme.
Karrierechancen
Die Übernahme- und Karrierechancen bei der BBBank eG werden teilweise durch Programme wie das Talentprogramm für besonders leistungsstarke Auszubildende gefördert, das vielversprechende Perspektiven für diejenigen bietet, die sich durch besondere Fähigkeiten und Engagement hervortun.
Jedoch bestehen hinsichtlich der langfristigen Karrierechancen und der Übernahmemöglichkeiten gewisse Unsicherheiten meiner Meinung nach, die durch die vergangenen Entwicklungen innerhalb der Bank verstärkt werden. Die deutliche Reduzierung des Personals zum Beispiel und die dünn besetzten Filialen in den letzten Jahren werfen Fragen bezüglich der zukünftigen Ausrichtung und der Verfügbarkeit von Positionen auf.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten bei der BBBank eG waren für mich als Auszubildenden durch die fehlende Zugangsberechtigung zur Filiale eingeschränkt. Ohne Schlüssel war ich abhängig von den Anwesenheitszeiten der Mitarbeiter, was bedeutete, dass ich die Filiale nur betreten oder verlassen konnte, wenn ein fester Mitarbeiter anwesend war. Diese Regelung machte es schwierig, flexibel auf Minusstunden zu reagieren oder eigenständig länger zu bleiben, um notwendige Aufgaben zu erledigen. Eine größere Flexibilität im Zugang hätte die Selbstständigkeit und die Möglichkeit, die Arbeitszeit effektiver zu nutzen, deutlich verbessert.
Ausbildungsvergütung
Bei der BBBank eG lag meine Ausbildungsvergütung über dem Durchschnitt, was sehr positiv war. Zusätzlich gab es Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, da freut man sich als Mitarbeiter ;)
Die Ausbilder
Mein Ausbilder zeigte grundsätzliche Bereitschaft, sich meinen Sorgen anzunehmen. Bei anstehenden Sorgen oder einfachen Fragen wurde seitens des Ausbilders Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet, um die Bedürfnisse zu verstehen.
Jedoch stellte ich im weiterem Abschnitt der Ausbildung fest, dass die Umsetzung von Lösungsansätzen für geäußerte Kritikpunkte nicht immer konsequent erfolgte. Trotz der anfänglichen Zusicherung, dass bestimmte Probleme ernst genommen wurden, ließen die tatsächlichen Maßnahmen zu einer Verbesserung oder Lösung der aktuellen Situation zuweilen eine nachhaltige Effektivität vermissen. Es entstand der Eindruck, dass meine Anliegen zwar gehört wurden, jedoch nicht mit einer Ernsthaftigkeit bearbeitet wurden.
Obwohl meine Sorgen gehört wurden, mangelte es gelegentlich an konkreten Maßnahmen zur Verbesserung oder Umsetzung der Situation,
was ich persönlich sehr bedauere und schade finde.
Mein Ausbilder verfügte über ein gutes fachliches Niveau und konnte die meisten meiner Fragen direkt und verständlich beantworten.
Spaßfaktor
Die Aufgaben in einer Bank bereiten mir grundsätzlich viel Spass, und auch bei der BBBank eG wurden mir entsprechende Aufgaben übertragen.
Jedoch trübte die Art und Weise der Umsetzung dieser Aufgaben zunehmend mein anfänglicher Spassfaktor an der Ausbildung. Während der Arbeit wurde häufig auf Fehler hingewiesen, was an sich ein wichtiger Lernprozess ist. Jedoch fand das Feedback oft in einem deutlich ernsteren Ton statt, sobald die Kunden den Raum verlassen hatten, was zu einem weniger unterstützenden Lernumfeld führte.
Ein weiterer Punkt, der die Freude an der Ausbildung nahm, war die Zuweisung von Aufgaben, die nichts mit der Ausbildung zum Bankkaufmann oder Bankkauffrau zusammenhingen z.B. wurde ich häufig dazu aufgefordert den Müll auszusortieren (Plastik, Papier etc.) und herauszubringen oder benutzte Kaffeetassen zu entsorgen, die nicht einmal von mir stammten. Darüber hinaus fiel es nicht selten in meinen Aufgabenbereich, während der Mittagspause Bestellungen für das Team zu organisieren und als eine Art "Essenlieferant" zu fungieren.
Solche Aufgaben trugen nicht zur angestrebten beruflichen Qualifikationen bei und lenkten von wertvoller Lernzeit ab.
Aufgaben/Tätigkeiten
Im Verlauf meiner Ausbildung bei der BBBank eG nahmen die Arbeitsaufgaben eine zunehmend monotonere Gestaltung an.
Besonders auffällig war dies bei dem Umgang bestimmter banktypischer Prozesse, für die mir als Auszubildendem die notwendigen Berechtigungen fehlten, wie z.B. das Bestellen von Überweisungsvordrucke, während ich gleichzeitig Girokonten und Debitkarten verwalten durfte. Diese Barrieren zwangen mich oft, umständliche Umwege für die Aufgabenerfüllung zu suchen, was die ganze Arbeit unnötig schwerer machte.
Hinsichtlich der zeitlichen Ressourcen für das Lernen stellten sich ebenfalls Hindernisse. Die Gelegenheit, sich während der Arbeitszeit auf anstehende Klassenarbeiten oder Prüfungen vorzubereiten, wurde selten vom Vorgesetzten gewährt. Auf die Anfrage, mich zu Lernzwecken zurückziehen zu dürfen, erhielt ich oft die Antwort, dass solche Aktivitäten auf das Wochenende verlagert werden könnten.
Dieser Ansatz erschien wenig unterstützend, insbesondere in Anbetracht der Bedeutung, die der schulischen Leistung für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zukommt, was "eigentlich" im Interesse der Bank liegen sollte.
Variation
Die Abwechslung der Aufgaben innerhalb der Filiale bei der BBBank eG ließ im Laufe der Zeit zu wünschen übrig, da die Tätigkeiten zunehmend monotoner wurden. Dennoch bot die BBBank außerhalb des Filialbetriebs überraschende und wertvolle Lernmöglichkeiten, indem sie Einblicke in verschiedene Abteilungen ermöglichte z.B. Controlling, Marktfolge Passiv, KundenCenter, etc...
Ein Highlight meiner Ausbildung war der Besuch des KundenCenters in Karlsruhe, eine Erfahrung, die mir neue Perspektiven auf die vielfältigen Aspekte des Bankwesens eröffnete. Die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen abseits der täglichen Routine in der Filiale kennenzulernen, erweiterte mein Verständnis für die Bankbranche erheblich und zeigte die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten innerhalb der BBBank auf.
Respekt
Während meiner Ausbildung bei der BBBank eG erlebte ich einen ziemlich durchwachsenden Umgang im Hinblick auf Respekt und Freundlichkeit seitens der Arbeitskollegen. Einerseits gab es Momente, in denen ich mich unterstützt und wertgeschätzt fühlte, vor allem wenn es um die fachliche Einarbeitung ging. Andererseits führten bestimmte Situationen dazu, dass ich mich weniger als Mitglied des Teams und mehr als eine "billige Arbeitskraft" wahrgenommen habe. Dies war besonders der Fall bei der Zuweisung von Aufgaben, die wenig bis gar nichts mit meiner eigentlichen Ausbildung zu tun hatten, wie beispielsweise das Ausführen persönlicher Besorgungen für Mitarbeiter.
Meine persönlichen Anliegen und Probleme wurden zwar angehört, jedoch blieben konkrete Maßnahmen zur Verbesserung meiner Situation oft aus. Wenn ich versuchte, Probleme anzusprechen, stieß ich gelegentlich auf eine Schuldzuweisung von seitens der Vorgesetzten, bei der mir die Verantwortung für entstandene Missstände zugeschrieben wurde, ohne dabei einen festen Nachweis zu haben.