Sinkendes Schiff
Gut am Arbeitgeber finde ich
Eigentlich nichts mehr. Die Teilnehmer der Maßnahmen, die Maßnahmeinhalte und einige, wenige Kollegen, die noch nicht aufgegeben haben, sind die einzigen Highlights in diesem trostlosen Unternehmen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Verfolgung ausschließlich pekuniärer Interessen, koste es, was es wolle, auch Fachkräfte, die man nicht ersetzen kann. Keine barrierefreien Zugänge. Ausstattung der Unterrichtsräume mangelhaft. Ignoranz und sagenhafte Arroganz gegenüber Mitarbeitern.
Verbesserungsvorschläge
Externe Weiterbildung möglich machen. Zielgenaue Weiterbildung je nach Mitarbeiterbedarfen ermitteln und umsetzen. Aufgaben delegieren, Verantwortung übertragen und Mitarbeitern die Einbindung in Prozesse ermöglichen.
Mobiles Arbeiten unbedingt ermöglichen, Diensthandy zur Verfügung stellen. Homeoffice!!!
Externe Supervision für Mitarbeiter mindestens einmal monatlich, auch für Kleinteams, um die psychische Belastung am Arbeitsplatz zu reduzieren.
Und nicht zuletzt: Neue Mitarbeiter einstellen, Gehälter erhöhen und unbefristete Arbeitsverträge anbieten.
Arbeitsatmosphäre
Ich muss leider einen Stern vergeben, um diesen Kommentar schreiben zu können.
Wertschätzung, Arbeiten auf Augenhöhe, Lob, Feedback, Fehlerkultur, emotionale Intelligenz, soziale Intelligenz - alles Fehlanzeige, und das in Zeiten des Fachkräftemangels. Erstaunlich, das man von Seiten der Bereichsleitung und Vorstandsebene immer noch derart ignorant und herablassend agieren kann. Man darf gespannt sein, wie lange das noch gut geht.
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Wunsch und Wirklichkeit...
Work-Life-Balance
Diesen Begriff kennt man in diesem Unternehmen vermutlich nicht. Willkürliche Arbeitszeiten, die stur festgelegt werden. Überstunden sind immer möglich, werden allerdings erst ab 30 Minuten bezahlt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Kollegen in Stosszeiten Urlaub bekommen und andere nicht.
Karriere/Weiterbildung
Karriere aussichtslos. Die Weiterbildung ist niveaulos und bedient Themen auf eine Art und Weise, die einen als Akademiker mit jahrelanger Berufserfahrung sprachlos macht. Am wichtigsten sind die Fotos, die von den Mitarbeitern während der Weiterbildung gemacht und auf der Firmenhomepage gepostet werden. So soll suggeriert werden, wie ernst man das Thema Weiterbildung nimmt. Lächerlich.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung ist deutlich unterhalb dessen, was man für vergleichbare Tätigkeiten in anderen Unternehmen erhält. Schlimm.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kein Jobticket, kein Jobrad, dafür jede Menge CO2-produzierende Farbfotokopien und Dienstfahrzeuge. Der Müll wird in den Büros und Unterrichtsräumen nicht getrennt.
Kollegenzusammenhalt
Die Zeit ist oft so knapp, dass man die Kollegen nicht sieht. E-Mailkommunikation ist hier noch nicht so etabliert...
Vorgesetztenverhalten
Den Stern vergebe ich aus Mitleid. Ein Führungsstil direkt aus dem Mittelalter. Die Belange der Mitarbeiter interessieren die Bereichsleiter sowie den in seiner Wahrnehmung stark eingeschränkten Vorstand nullkommanull. Bei unangenehmen Fragen weicht man gerne aus oder tut so, als sei der Mitarbeiter überfordert. Klärung von Anliegen gibt es nicht.
Arbeitsbedingungen
Die Büros der Mitarbeiter stinken und werden nicht gereinigt, das dürfen die Mitarbeiter selber tun. Veraltetes Mobiliar, die Telefonanlage ist fast schon wieder retro, immerhin wird der Mülleimer entleert, den der Mitarbeiter vor die Bürotür zu stellen hat. Ein Diensthandy gibt es nicht, man kann aber gerne sein Privathandy verwenden. Mobiles Arbeiten ist ebenfalls nicht möglich. Nicht jeder Mitarbeiter erhält einen Laptop, wonach diese Entscheidung getroffen wird, ist unklar. Tablets gibt's im BBZ ebenfalls nicht für Mitarbeiter.
Kommunikation
Teambesprechungen dienen nicht der Fallbesprechung oder dem Austausch hinsichtlich einzelner Maßnahmen und deren Abläufen und Problemen. Sie sind im BBZ Bautzen sinnlose Pflichtveranstaltungen.
Interessante Aufgaben
Die im BBZ Bautzen umgesetzten Maßnahmen sind in ihrer jeweiligen Leistungsbeschreibung sehr interessant, herausfordernd und der einzige Grund, die Kündigung noch etwas abzuwarten. Allerdings herrscht ein derart hoher Krankenstand, dass man pausenlos die Aufgaben der Kollegen mit übernehmen muss. So bleibt für die Vorbereitung von Unterricht, Projekten und Beratung in den eigenen Aufgabenbereichen kaum mehr Zeit. Die Arbeitsbelastung wird durch mangelnde Räumlichkeiten, ebenso mangelnde und defekte Technik, fehlende Lehrmittel und bescheidenes Moderationsmaterial noch permanent erhöht.
Die Leidtragenden sind in erster Linie die Teilnehmer der Maßnahmen, die dann das x-te langweilige schlecht fotokopierte Arbeitsblatt aus dem Jahre 2006 oder früher ausfüllen dürfen. Pädagogisch wertlos, aber gegenüber der Auftraggeberin abrechenbar.
